{"id":13,"date":"2008-01-12T18:17:42","date_gmt":"2008-01-12T18:17:42","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/?p=13"},"modified":"2011-12-28T17:29:48","modified_gmt":"2011-12-28T17:29:48","slug":"mein-meisterstuck","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/?p=13","title":{"rendered":"(M)ein Meisterst\u00fcck"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">Meine Schritte werden langsamer. Der L&auml;rm um mich herum tritt in den Hintergrund. Ich habe sie sofort erkannt.<br \/>Anna.<br \/>Die Autos fahren einfach weiter, die Fu&szlig;g&auml;nger Ampel an der ich g&auml;nzlich innehalte schaltet um auf Gr&uuml;n, doch ich bleibe weiterhin stehen und folge ihrem Weg mit Blicken. Es ist ein seltsames Gef&uuml;hl sie zu sehen.<br \/>Ein kleiner Schock. Kein schlimmer, denn wir verstehen uns noch immer &ndash; auch wenn wir uns, seit unserer&#8230;unserer&#8230;Trennung, nicht mehr gesehen haben. Von Angesicht zu Angesicht. Ich frage nicht, sie tut es nicht.<br \/>Ihre Kleidung ist schwarz. Noch immer. Vom Scheitel bis zur Sohle wird das Dunkle nie wirklich von ihr lassen, dennoch hat sie sich ver&auml;ndert. Sie l&auml;chelt, w&auml;hrend sie Richtung Bahnhof geht. Einfach so, vielleicht denkt sie etwas sch&ouml;nes? Ein &auml;lterer Herr der ihr entgegen kommt,wendet sich nach ihr um und kollidiert mit einer Jugendlichen. Anna merkt es gar nicht.<br \/>Anna. Von Hinten wie von Vorne.<br \/>Eigentlich sollte ich sie ansprechen, warum auch nicht &ndash; doch meine F&uuml;&szlig;e wollen sich nicht regen. Sie verschwindet in einem Gesch&auml;ft f&uuml;r Mobilfunkger&auml;te und ich nutze die letzten Sekunden und &uuml;berquere die Ampel doch noch.&nbsp; Vielleicht unterhalte ich mich einfach mit ihr, wenn sie wieder rauskommt.<br \/>Meine Schritte sind langsam, als ich mit dem Laden n&auml;her. Noch w&auml;hrend ich gehe hole ich eine Zigarette aus meiner linken Jackentasche und mein Zippo aus der Rechten. Es klackt einmal, dann knistert der Tabak beim ersten Zug und ich sauge das stechende Nikotin in meine Lunge.<br \/>Ich genie&szlig;e dieses Gef&uuml;hl, es befreit mich, es beruhigt mich, es erinnert mich daran, dass ich nicht alles aufgeben kann, was mir nicht gut tut &ndash; doch ich bin der Herr und will es nicht anders&#8230;nein?<br \/>Anna hat aufgeh&ouml;rt zu rauchen, als wir zusammen waren. Eines der Dinge in ihrem Leben, die nicht gut f&uuml;r sie waren und &uuml;ber welches sie hinweg ist.<br \/>Eines der Dinge in Annas Leben von vielen.<br \/>So wie in den Leben all meiner Partnerinnen. Noch nie war ich mit einer Frau zusammen die unbeschwert war, viele von ihnen wirken nicht einmal zerr&uuml;ttet &ndash; doch sie finden mich zielsicher und ber&uuml;hren mich. Insgeheim vermute ich, es geh&ouml;rt zu meiner Lebensaufgabe. Menschen die Wert f&uuml;r mich haben zu retten. Ehrenhaft will da einer sagen, doch mir ist oft mehr B&uuml;rde als Genugtuung. <br \/>Anna steht im Laden und unterh&auml;lt sich anhand gro&szlig;er Gesten mit einem Verk&auml;ufer. Ich muss l&auml;cheln, es macht Freude sie so zu beobachten. Sie wirkt so frei, trotz ihrer dunklen Art. <br \/>Meine Gedanken entgleiten mir.<\/p>\n<p>Was ist es nur, da in meinem Leben, dass mich zielsicher ein um das Andere mal zu jenen Frauen f&uuml;hrt, die geschlagen wurden oder vergewaltigt&#8230;jene die mich im J&auml;hzorn hassen, um mir unter Tr&auml;nen zu versichern wie sehr sie mich lieben und jene die mir ihre Liebe beweisen indem sie mich einsperren wollen. Und ich&#8230;..immer wieder&#8230;verstehe sie..helfe ihnen, erst wenn es nicht mehr weiter geht erhebe ich Einspruch. Nein, ich lass mir nicht alles Gefallen, doch weil ich so gut verstehe warum sie sind, wie sie sind f&auml;llt es mir schwer, ihnen daf&uuml;r b&ouml;se zu sein. Und eine jede von ihnen hat ebenso zahllos Gutes an sich. Ich bin ein guter Mann, mit einem guten Herz. Jede von ihnen hat es mir hundertfach versichert, solange sie sich meiner sicher waren. Solange ich ihre Hand hielt. Solange ich an ihrer Seite stand und sie mit meiner scheinbar unersch&ouml;pflichen Energie n&auml;hrte und so seltsam es anmuten mag. An manchen Tagen, wenn ich eine von ihnen in meinem Arm hielt und sie leise fl&uuml;sterten, dass sie nicht w&uuml;ssten, was sie ohne mich tun w&uuml;rden&#8230;dass ich ihnen ungeheuerlich helfen w&uuml;rde&#8230;.da war ich erf&uuml;llt von einer gewissen Zufriedenheit. Einer seltsamen Zufriedenheit.<br \/>Sie mag einem K&ouml;nig gleichen, der im Krieg einen Teil seines Volkes opfert um zu gewinnen. Und so dies geschieht, ist er zufrieden, weil der Krieg gewonnen und die Opfer nicht umsonst waren und nicht zufrieden, weil diese Opfer nimmer mehr wieder kommen.<br \/>Es ist eine seltsame Zufriedenheit.<br \/>Es sind seltsame Gedanken.<\/p>\n<p>Ich habe die F&auml;higkeit zu Verstehen und zu Begreifen, mich einf&uuml;hlen und jene Worte zu sagen, die ankommen und verstanden werden. Worte die Bewegen, Gesten die sch&uuml;tzen. Dies ist ein Geschenk an mich. Ein&#8230;.Geschenk.<br \/>Ob ich es will oder nicht, doch egal mit welcher ich meine Zeit teilte, ich war immer dazu in der Lage ihnen gut zu tun. Ich gab ihnen Kraft und viele Kleinigkeiten &auml;nderten sich. In ihrer aller Leben. Manchmal nicht gravierend, aber da war immer etwas, dass mir Hoffnung gab, dass mein streben nicht umsonst ist.<br \/>Mein lieben nicht umsonst ist.<br \/>Mein tun nicht umsonst ist.<\/p>\n<p>Meine erste Freundin &ndash; heute verstehe ich mich gut mit ihr&#8230;sie lies mich wissen, wie sehr sie aus unserer Beziehung gelernt hat. Dass ihr, ihre Fehler leid tun, und sie diese jetzt nicht mehr macht. Die Zeit mit ihr sitzt mir heute noch in den Knochen. Gepr&auml;gt von Verlustangst, Angst, Hilflosigkeit, Verzweiflung&#8230;stures gew&auml;hren, verzweifeltes aufopfern und nur noch immer mehr Wasser in das Loch im Boden sch&uuml;tten, ohne dass sich der Brunnen f&uuml;llen wollte. Zumindest f&uuml;hlte ich mich so&#8230;damals&#8230;als ich begriff, dass ich mit ihr nicht gl&uuml;cklich werden w&uuml;rde. Als ich begriff, dass sie mich zerst&ouml;ren w&uuml;rde, dass ich nicht in der Lage war ihr wirklich zu helfen. Damals, als ich verstand, dass sie mich zu einem Gro&szlig;teil leer getrunken hatte und das wenige Blut, dass mir noch bleibt alles w&auml;re, was mir blieb um zu fliehen. Mein &Uuml;berlebensinstinkt erhob sich und anstatt mich an ihr zu Grunde zu richten floh ich&#8230;.und &uuml;berlebte.<br \/>Heute geht es ihr besser. Sie f&uuml;hlt sich besser. Erwachsener wohl. Sie hat sich ver&auml;ndert.<br \/>Wie f&uuml;hle ich mich heute?<br \/>Anna sch&uuml;ttelt entschieden ihren Kopf, kramt aus ihrer Handtasche ein Handy hervor und deutet viel sagend darauf. Ich nehme einen Zug von meiner Zigarette und beobachte sie und finde mich in der Spiegelung der Fensterscheibe. Wie ich dort stehe und rauche. Optisch habe ich mich ver&auml;ndert. Ich bin &auml;lter geworden, wirke marzialischer ein Bild das mir durchaus gef&auml;llt.<br \/>Da war eine Frau in meinem Leben nicht wirklich viel sp&auml;ter. Sie schnitt sich die Arme von oben bis unten&#8230;liebte und hasste mich. Weinte um mich und schlug nach mir. Quietschvergn&uuml;gt, um durch ein einziges Wort in tiefen Zweifel zu fallen. Vieles an ihr, war so voll Angst und Zweifel, dass es mir schwierig war ihr zu folgen. Ich ertrug ihre Phasen, ihre Launen, ihre Beschimpfungen und ihre Zweifel&#8230;ich hielt sie viele N&auml;chte in meiner unersch&uuml;tterlichen Zuneigung und empfand eine seltsame Genugtuung, wenn sie in meinen Armen einschlief&#8230;wissend&#8230;dass sie ohne meine N&auml;he leiden m&uuml;sste. Doch auch ihr Brunnen lie&szlig; sich nicht f&uuml;llen, ich hatte nicht genug Liebe um ihren Hunger zu stillen. Nicht genug Blut in den Adern um ihren Durst zu l&ouml;schen. Ich erkannte die Zeichen, sah die Zukunft und verstand, dass ich ihr nicht helfen k&ouml;nnen w&uuml;rde. Sie w&uuml;rde jemanden brauchen, der nicht zu ihrem Leben geh&ouml;rte. Jemand der nicht unter ihrem Verhalten litt und sie so objektiver Betrachten w&uuml;rde. So fand auch dieser Weg sein Ende. Wir sehen uns heute nur noch zuf&auml;llig, ich habe geh&ouml;rt es geht ihr gut. Ich stelle mir vor, wie ich meinen Teil dazu geleistet habe. Vielleicht? Ist es eingebildet dar&uuml;ber nachzudenken? Vielleicht.<br \/>Sie hat sich ver&auml;ndert.<br \/>Ich auch?<br \/>Es bleibt nie viel Raum zwischen einer Frau und der n&auml;chsten..als w&auml;ren sie meine Luft zum atmen, als st&uuml;nden sie an, damit ich in ihrem Leben jenes richten kann, was falsch l&auml;uft. Oder wenigstens einen Schubs in die richtige Richtung gebend? Auch nach dieser letzten verging nicht viel Zeit, dann war da schon diesen sch&ouml;ne lebhafte M&auml;dchen&#8230;fast schon Frau. Auch ihre Welt war schwierig. Mit ihr umzugehen war schwierig. Viel schlechte Taten an ihr, und ich war derjenige der die Erinnerungen daran verblassen lies. Sie brauchte mich so sehr und liebte mich so sehr. Derart mit Haut und Haar, dass ich an manchen Tagen Angst hatte zu ersticken. Sie wollte mich f&uuml;r ihr Leben an sich binden. Ich hatte Angst. Aber blieb ihr treu, ich erlebte wie sie erwachsen wurde..erwachsener..wie sich Kleinigkeiten an ihr ver&auml;nderten..besser wurden..wie ihre kleinen &Auml;ngste einem Selbstbewusstsein wichen. Lange blieben wir zusammen, lange Zeit in der ich ihr Halt war, auch wenn sie mich Kraft kostete. Lange Zeit, in der ich sie nie daran zweifeln lies, zu wem ich geh&ouml;re und sie nahm ihr Selbstbewusstsein und schmiedete Pl&auml;ne..ging in eine fremde Stadt ohne mich und ohne Zweifel, dass wir das schaffen w&uuml;rden. Sie ging mit erhobenen Kopf und ich begann mich nutzlos zu f&uuml;hlen, vielleicht sogar etwas ungeliebt? Ich wei&szlig; es nicht mehr, es war, als w&uuml;rde sie mit ihrem erwachsen werden, auch meinem ..unserem Leben entwachsen&#8230;doch nat&uuml;rlich war mir klar, dass es nur der Abstand zwischen uns war, der mich ungeliebt f&uuml;hlen lies und der mich Anna sehen lies und sie mich finden.<br \/>Diese Freundin treffe ich nicht mehr, sie hat mir Anna nicht verziehen, aber ihre Wut auf mich, gab ihr Kraft neue Wege zu gehen und so hat auch dieses letztendlich etwas gutes in ihrem Leben bewirkt? Ich tu das, ob ich will oder nicht?<br \/>Ich denke, ihr geht es es heute besser&#8230;<br \/>Und wie geht es mir?<br \/>Anna legt ihren Kopf in den Nacken und lacht vergn&uuml;gt&#8230;ansteckend. Auch der Verk&auml;ufer muss lachen und zieht seine Schultern hoch.<br \/>Ich ziehe an meiner Zigarette.<br \/>Anna&#8230;schien weniger zerst&ouml;rt als meine Frauen davor, doch mit der Zeit und mit allerlei Gespr&auml;chen er&ouml;ffneten sich mir Einsichten&#8230;dass auch sie sich einreihte in dieses Schema&#8230;der Frauen, denen ich half..helfe.&nbsp; Annas K&auml;lte kannte keines gleichen, doch ich ertrug sie und liebte sie hei&szlig;, auf dass sie sp&uuml;rte &ndash; dass ich mich nicht abschrecken lie&szlig;. Sie floh. Erbaute Mauern, schloss mich aus und sprach nicht mit mir und ich nahm es ihn, liebte sie umso mehr und blieb ihr treu an ihrer Seite, ohne Zweifel. Ich&nbsp; gab ihr Kraft, die sie nicht hatte und Anna&#8230;Anna frass sie nicht sinnlos weg&#8230;Anna ver&auml;nderte Kleinigkeiten. Kleine Schritte nur, aber es wurden mehr. Sie ver&auml;nderte sich mir zu liebe..aus eigenen St&uuml;cken. Aus liebe zu mir. Wurde weicher, wurde w&auml;rmer und zum ersten Mal sah ich meine Energie nicht sinnlos verschleudert. Sicherlich geschah kein Wunder und sicherlich gab es R&uuml;ckf&auml;lle, aber ihr Weg mit mir schritt stetig aufw&auml;rts. Nach und nach r&uuml;hrte sie an all ihren Macken, arbeitete auf, verdrehte und bewegte..zog mich mit und lies mich manchesmal stehen, weil ich ihr nicht folgen konnte. Sie sprach mit mir, versicherte mir, dass ich der Punkt in ihrem Leben w&auml;re, der es ihr erm&ouml;glichte sich zum Guten zu entwickeln. Dass meine Liebe sie befreite, dass ich der Mann w&auml;re, mit dem sie leben k&ouml;nnte, leben wollte. Und irgendwann gab es diese Sekunde in der ich sie ansah und erkannte, dass mein Streben Bl&uuml;te trug. Dass der Brunnen sich f&uuml;llte, dass ich auf ein Leben mit ihr hoffen konnte, in welchem ich keine K&auml;lte und keine Distanz ertragen musste&#8230;..ein Leben in dem sie mich gleichberechtigt lieben w&uuml;rde ohne meine Entwicklungshilfe ohne meine Energie zu ver\/brauchen&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;und ich f&uuml;hlte mich verunsichert. Mir war, als w&auml;re mir etwas verloren gegangen, ich wusste nicht mehr, ob das was ich f&uuml;hlte Liebe war, oder nur Sorge um Annas Wohl. Ich wusste es nicht mehr. Ich f&uuml;hlte es nicht mehr. Es machte mir Angst, doch ich konnte es nicht &auml;ndern, ich konnte es nicht sprechen&#8230;egal wie oft sie fragte. Ich bin so ungeheuerlich gut im helfen&#8230;und so erb&auml;rmlich schlecht im helfen lassen.<\/p>\n<p>Meine Handy piept. Ich nehmen den letzten Zug von meiner Zigarette, lasse sie zu Boden fallen und hole es raus. Eine Nachricht von meiner Freundin. &bdquo;Wann kommst du? :-)&ldquo; <br \/>Sie fragt ganz freundlich, aber ich wei&szlig;, dass es ihr gerade nicht so gut geht. Der Job ist anstrengend und im Freundekreis sind ein paar Dinge schief gelaufen. Ihr Leben war nicht einfach. Meine Finger huschen schnell &uuml;ber die Tastatur. &bdquo;Bin gleich da. Hab dich lieb :-)&ldquo;<\/p>\n<p>Ein letzter Blick in das Schaufenster. Anna macht sich gerade auf dem Weg nach draussen. Ich wusste dass es ihr gut geht, sie hat es mir erz&auml;hlt. Sie ist die Einzige meiner Freundinnen, die mich nach unserer Trennung nicht hasste. Die mir keine haltlosen Vorw&uuml;rfe machte, die mir nichts nachwarf. Anna litt leise und es gab manche Nacht, da ich mir w&uuml;nschte sie h&auml;tte mich angeschrien, anstatt zu nicken, wenn ich ihr sagte, dass ich mir w&uuml;nschte es w&auml;re anders. Ich log nicht, und doch f&uuml;hlte ich mit aller Gewissheit, dass unsere Zeit gekommen war. Meine und Annas.<\/p>\n<p>Sie kommt aus dem Laden und f&uuml;r einen Augenblick bin ich &uuml;berw&auml;ltigt. Sie strahlt Leben aus und Gl&uuml;ck und sie sieht mich..stockt kurz und kommt auf mich zu. Ich l&auml;chel ihr entgegen.<br \/>Es ist dieser kurze Moment in dem wir Beide &uuml;berlegen, warum wir nicht mehr zusammen sind, wie wir uns seit dem ver&auml;ndert haben, in dem wir Punkte aneinander finden, die wir immernoch lieben w&uuml;rden und Punkte die uns sicher sein lassen, nicht mehr zusammen zu geh&ouml;ren.<br \/>Ich wei&szlig; nicht, welche Punkte sie an mir benennt.<br \/>Ich wei&szlig; nicht, welche ich an ihr benennen k&ouml;nnte.<br \/>Sie ist sch&ouml;n, feinf&uuml;hlig&#8230;weich&#8230;alles andere als dumm. Sie verletzte mich nie mit Absicht und hat ein so gro&szlig;es Herz, das soviel verzeiht und doch &#8230;.und doch fehlt dieser Punkt der mich lieben lassen k&ouml;nnte&#8230;..ich kann es fast nicht verstehen.<br \/>&bdquo;Na?&ldquo; sagt sie mit einem L&auml;cheln, dass mich wissen l&auml;sst..dass es ihr ein wenig &auml;hnlich geht wie mir und dass mir sagt, dass sie mich gern hat. Ihre Augen leuchten. Sie wirkt gl&uuml;cklicher, als damals&#8230;.bevor wir zusammen kamen. <br \/>&bdquo;&#8230;was tust du hier?&ldquo;erwidere ich freundlich, wo ich doch wei&szlig;, dass sie ganz woander wohnt.<br \/>&bdquo;&#8230;einkaufen..wie wir Frauen so sind.&ldquo; antwortet sie und l&auml;chelt mehr. Dann wird ihr Blick nachdenklicher und ich wei&szlig;, dass sie mich mustert, dass sie mich durchschaut.<br \/>&bdquo;Gut siehst du aus.&ldquo; Kann ich ohne zu l&uuml;gen behaupten.<br \/>&bdquo;Ich wei&szlig;&#8230;&ldquo;lacht sie und nickt. &bdquo;&#8230;ich bin dein Meisterst&uuml;ck.&ldquo;<br \/>Es klingt wie ein Scherz, doch bevor ich nachfragen kann guckt sie auf die Uhr, bekommt Untertassen gro&szlig;e Augen und wirkt belustigend hektisch.<br \/>&bdquo;Mein Zug, ich muss los&#8230;wir sehen uns ja?&ldquo; Eine Handtasche fliegt, sie k&uuml;sst mich auf die Wange und ist schon los&#8230;und ich..ich sehe ihr nach. Mit ihr, verschwindet ihre Lebendigkeit und&nbsp; Ruhe kehrt wieder ein&#8230;in mich..um mich herum.<br \/>Mein Meisterst&uuml;ck<br \/>Wir haben &ouml;fter dar&uuml;ber geredet, dass ich nie alleine war in meinem Leben. Nie ohne eine Frau an meiner Seite und stets waren es Frauen die meine Hilfe brauchten. Sie wusste das. Sie wusste, das sie so eine Frau&#8230;.war.<br \/>Meine Arbeit an ihr war erfolgreich.<br \/>Mein Meisterst&uuml;ck.<br \/>Ich erhasche noch einen Blick auf ihren R&uuml;cken bevor sie Richtung U-Bahn verschwindet. Tats&auml;chlich gedieh sie in der Zeit mit mir, mehr als alle meine Freundinnen davor. Was bei ihr begann, wie bei allen Anderen fand ein Ende. Sie saugte mich nicht aus bis zu letzte, sie qu&auml;lte mich nicht bis zuletzt, sie lies mich nicht lieblos zur&uuml;ck oder sperrte mich sinnlos ein. Sie wandelte sich mit meiner Liebe zu diesem Menschen, der sie sicher schon immer wahr, aber der vorher nie nach oben kam.<br \/>Wahrlich..sie ist mein Meisterst&uuml;ck. Eine Frau der ich endlich so helfen konnte, wie es nur w&uuml;nscheswert sein kann.<\/p>\n<p>Ich fingere eine Zigarette aus meiner linken Jackentasche und ein Zippo aus meiner Rechten.<br \/>Ich sollte sie mit Zufriedenheit betrachten.<br \/>Das Zippo klackt, der Tabak entz&uuml;ndet sich leise knisternd, dann nehmen ich einen tiefen Zug von meiner Zigarette.<br \/>Ich g&ouml;nne ihr, ihr gl&uuml;cklichsein aus ganzem Herzen. Wirklich.<br \/>Dennoch frage ich mich einen Moment: Ich verlasse die Frauen, denen ich nicht helfen kann..weil es mich sonst zerst&ouml;rt. Ich verlasse die Frauen, denen ich helfen kann, weil ich &#8230;.weil ich?<br \/>Irgendwie&#8230;geht es jeder von ihnen sp&auml;testens nach mir besser.<br \/>Was ist eigentlich mit mir?<\/p>\n<p>Mein Handy piept.<br \/>&bdquo;Ich hab dich auch lieb. Bis gleich :-)&ldquo;<br \/>Ich stecke es ein und mache mich auf dem Weg nach Hause..da ist ein Mensch&#8230;der mich braucht.<br \/>Wie immer.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Meine Schritte werden langsamer. Der L&auml;rm um mich herum tritt in den Hintergrund. Ich habe sie sofort erkannt.Anna.Die Autos fahren einfach weiter, die Fu&szlig;g&auml;nger Ampel an der ich g&auml;nzlich innehalte schaltet um auf Gr&uuml;n, doch ich bleibe weiterhin stehen und &hellip; <a href=\"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/?p=13\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-13","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kurzgeschichten"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":235,"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13\/revisions\/235"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}