{"id":133,"date":"2006-12-19T04:00:31","date_gmt":"2006-12-19T04:00:31","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/?p=133"},"modified":"2011-12-28T17:29:52","modified_gmt":"2011-12-28T17:29:52","slug":"sonnenstrahlen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/?p=133","title":{"rendered":"Sonnenstrahlen"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">&nbsp;Fronleichnam hm? Wieder&nbsp; auferstanden von den Toten hm? <br \/>Wenn die alle w&uuml;ssten&#8230;<br \/>Wenn die alle, wie sie heute rumbeten und dem Herrn im Himmel danken, dass der ach so eingeborene Sohn auferstanden ist von den Toten&#8230; Wenn sie w&uuml;ssten, dass er bei weitem nicht der erste war. Ich sehe Werbebanner vor mir. <br \/>Lust auf Wiederauferstehung??? SIE k&ouml;nnen das auch!!!&nbsp; Bewerben sie sich jetzt 0800CAMARILLIA &#8230; Und sie werden sehen, sie m&uuml;ssen nicht Sohn eines Gottes sein, um mit dem ewigen Leben geschlagen zu sein.<br \/>Ich k&ouml;nnt mich scheckig lachen.<\/p>\n<p>Ich liege schmunzelnd in meinem Garten. Eine Zigarette, eine Dose Red Bull. Die Sonne brennt auf meiner Haut. Ich schlie&szlig;e die Augen und genie&szlig;e es, mehr als ich es fr&uuml;her getan habe. Eigentlich hielt ich es immer so, tags&uuml;ber zu schlafen und nur Nachts aus dem Haus zu gehen. Aber wenn man seine Zeit mit Wesen verbringt, die das scheinbar selbstverst&auml;ndlichste auf der Welt meiden m&uuml;ssen, weil es ihnen den Tod br&auml;chte &#8211; dann beginnt man, dann beginne ich damit, meine Welt mit neuen Augen zu betrachten&#8230;<\/p>\n<p>Meine Gedanken kreisen um Wolfenstein. Obwohl er so frei war, mir mitzuteilen, dass er mal wieder auf Reisen geht, hatte ich die heimliche Hoffnung, dass er vielleicht doch auf das Elysium letzten Samstag kommen w&uuml;rde. Nat&uuml;rlich war er nicht das. Und auch wenn ich es mir nur ungern eingestehe und schon gar niemand anderem, ich war entt&auml;uscht. Zu dumm. Ich wollte ja nur ein wenig mit ihm reden. Es tut gut mit ihm zu reden. Mehr will ich ja nicht. Wirklich nicht. Aber ich hatte Hemmungen jemanden zu erz&auml;hlen, dass ich ihn vermisse&#8230; (Ach vermissen wir ihn jetzt schon?). Sie h&auml;tten mir nur wieder die Ohren zuges&uuml;lzt. <br \/>Seufzend dr&uuml;cke ich meine Zigarette im Aschenbecher aus. Ich sollte fair bleiben. Wenn man mittendrin steht verliert man leicht den &Uuml;berblick, nicht dass ich das nicht w&uuml;sste.<\/p>\n<p>&ldquo;Sie ist ja so naiv&#8230; &rdquo; H&ouml;re ich Christophers Stimme. Blanker Hohn.<br \/>Aber Katinka, sie habe ich gefragt, was sie von Thomas h&auml;lt. <br \/>&ldquo;Der scheint mir ganz in Ordnung, oder? &rdquo; Hat sie gesagt. Wenigstens eine.<\/p>\n<p>Das halbe Elysium habe ich damit verbracht mit ihr so einen Fragebogen auszuf&uuml;llen. Die ganzen ach so schrecklichen Vampire, mit Bleistiften in der Hand, in Papierkram vertieft. Wie in der Schule. Zum Schreien komisch. Die anderen scheinen das mit gro&szlig;em Ernst zu betreiben. Katinka &#8211; nun, sagen wir sie betrachtet das ganze mit einer sehr eigenen Art der Ernsthaftigkeit. Welchen Rang sie unter den Kainiten einnimmt? Pechmarie &#8211; schreibt sie, kurz und schmerzlos. So geht das den halben Fragebogen lang. Wir hatten Spa&szlig; muss ich sagen.<br \/>Mitten drin unterbricht uns die, oder eigentlich, der Harpyer. Gibt es m&auml;nnliche Harpyen? Und wie schreibt man das? Auf jeden Fall donnert der uns, Severius Drake ( Ja Servus Drake) hei&szlig;t er, eine ganz sch&ouml;ne Ansprache hin. Von wegen, Traditionen, Ehrerbietung und so weiter&#8230; Sind wir auf einem Knigge Seminar? Trotz all der schalkhaften Dinge die mir durch den Kopf eilen, erkenne ich, dass das was er uns zu sagen versucht bei anderen Dom&auml;nen gang und gebe ist. Man nehme die Innsbrucker. Da wird kr&auml;ftig das Knie gebeugt, wenn Prinzen oder Ahnen oder so was um den Dreh, den Raum betritt. Ich frage mich nur, ob ich mich pr&auml;ventiv vor jedem in den Staub werfen soll, weil ich keinen blassen Schimmer habe, wer nun wichtig ist und wer nicht. Aber im Zweifelsfall h&auml;ng ich mich einfach an Katinka.<br \/>Die Rede dauert so ein Weilchen, ich denke es ist wohl wichtig und es kostet ja nicht die Welt, seiner Ehrerbietung mit ein paar Turn&uuml;bungen Ausdruck zu verleihen. Man demonstriert wie man sich verschieden Vorg&auml;nge vorstellt.<br \/>Malekin, wie spricht man den Prinzen an?<br \/>Und da geht er hin, buhlt sich etwas zwischen den Z&auml;hnen hervor &#8211;&nbsp; gerade dass er sich nicht demonstrativ am Hintern kratzt &#8211;&nbsp; und murmelt in einem etwas besserem Stefan und Erkan Dialekt.<br \/>&nbsp;&nbsp;&nbsp; &ldquo; Jo, Prinz&#8230;&rdquo; <br \/>Die Menge entsetzte, der Harpyer entgeistert, die Malkis&#8230;.johlend.<br \/>&nbsp;&nbsp;&nbsp; &ldquo;&#8230;.das w&auml;re M&uuml;nchen noch vor einem Jahr gewesen..&rdquo; Vollendet Malekin seinen Satz und bes&auml;nftigt damit die Gem&uuml;ter wieder. Um der Tradition gen&uuml;ge zu tun, f&uuml;hrt er uns noch vor, wie es denn richtig geht. Aber ich, ganz heimlich f&uuml;r mich, fand Variante No.:1&#8230;blumiger. <br \/>Als der Knigge Referendar mit seiner Ansprache fertig ist, st&uuml;rzt sich Katinka wieder auf ihren Fragebogen. Scheinbar ist ihr etwas zum Thema &lsquo;Was w&uuml;rden sie an Elysien &auml;ndern ?&rsquo; eingefallen.<br \/>Der Prinz nimmt sich noch Zeit. Er ehrt einige der Kainiten f&uuml;r ihren Einsatz im Kampf gegen die Sethiten&#8230;Schlangendinger. Von den gefallenen Namen sagt mir nur Sam was. Und Lasall. Lasall herzlos? DAS wussten wir schon vorher und ich sehe in dem ein oder anderem Blick, dass sie sich &auml;hnliches denken wie ich. UND&#8230;<br \/>Der Prinz stellt in der &Ouml;ffentlichkeit fest, dass Anna Toth unantastbar ist.<br \/>&nbsp;&nbsp;&nbsp; &ldquo;Und um das noch ein f&uuml;r allemal klar zu stellen, Wen jemand der Anwesenden etwas gegen Frau Toths Aufenthalt in der Dom&auml;ne zu sagen hat, dann m&ouml;ge er jetzt sprechen, oder f&uuml;r immer schweigen!&rdquo; <br \/>Mir bleibt glatt sie Luft weg. Mit klopfendem Herzen hebe ich meine Kopf und blicke zu Schlayer. Ich sehe ihn schon aufspringen und anklagend auf mich zeigen. Doch seine Mimik ist wie immer undeutbar. Und er schweigt!<\/p>\n<p>Noch eine Stunde zuvor, steht er wie ein Racheengel hinter mir, greift ohne zu fragen nach meinem Handgelenk und h&auml;lt es fest. Ich erspar mir die Schmach und versuche nicht mich loszurei&szlig;en. Ich blicke nur zur Seite, um ihn nicht sehen zu lassen, dass es mich &auml;rgert wenn er so mit mir umspringt.<br \/>&nbsp;&nbsp;&nbsp; &ldquo;Also noch immer! &rdquo; Ist alles was er sagt.<br \/>&nbsp;&nbsp;&nbsp; &ldquo;Wie? Du musst meinen Puls f&uuml;hlen um zu merken, dass ich noch lebe? &rdquo;&nbsp; Sag ich schnippisch, na ja, ich denke es zumindest, aber daf&uuml;r sehr schnippisch.<br \/>Schon ist Josepha da und dr&auml;ngt sich sch&uuml;tzend zwischen mich und den Oberst. (Schlagoberst), weist ihn ein weiteres Mal darauf hin, dass es in &Uuml;bereinkunft mit dem Prinzen so abgesprochen ist, dass ich lebe. Und Schlayer erwidert nur irgendetwas in der Richtung, alles andere w&auml;re auch inakzeptabel oder so. Dann l&auml;sst er mein Handgelenkt wieder los, als w&auml;re es etwas nutzloses &uuml;berfl&uuml;ssiges, dass er nicht l&auml;nger als notwendiger Weise ber&uuml;hren will.<br \/>Pfffffffff..<\/p>\n<p>Ich r&auml;kle mich in der hei&szlig;en Nachmittags Sonne und entz&uuml;nde eine weitere Zigarette. Wenn ich nur k&ouml;nnte wie ich wollte! Den bei&szlig;enden Rauch in der Lunge genie&szlig;end, g&ouml;nne ich mir den Spa&szlig; und male mir aus, wie es wohl w&auml;re den Schlayer&#8230; Heinrich (kicher)&#8230; Dann und wann aus der Fassung zu bringe. Nach dem Motto wenn ich mal gro&szlig; und stark bin werde ich&#8230; Ich grinsel schalkhaft vor mich hin. F&uuml;r ein paar Momente lass ich mal au&szlig;er acht, dass man einen Brujah wohl nicht piesacken sollte. Ungesund sagt man. Es macht mir diebische Freude, wenigstens in Gedanken, den Besen den er verschluckt haben muss, verschwinden zu lassen. Doch meine &Uuml;berlegungen finde ein j&auml;hes Ende, als ich versuche mir ein L&auml;cheln in Heinrich Schlayers Gesicht vorzustellen. Da hei&szlig;t es immer, bei Frauen und Technik w&uuml;rden zwei Welten auf einander prallen. Ha. Die haben ja keine Ahnung.<br \/>Ob schon mal jemand gewagt hat ihn Heini zu rufen? Ich spucke fast meinen Red Bull wieder aus bei dem Gedanken. Nein, an dummen Ideen w&uuml;rde es mir nicht fehlen.<br \/>Und dank dem Prinzen, darf ich ihm jetzt zumindest freundlichst ins Gesicht grinsen, wenn er sich dar&uuml;ber mokiert, dass ich lebe. Wenn ich mich denn trau.<\/p>\n<p>Meine Gedanken kehren zu dem Elysium zur&uuml;ck. <br \/>Das Elysium ging schon gegen Ende&#8230;<br \/>Ich sitze mit Katinka am Malkavianer Tisch. Meine Blicke folgen Nicolas Time. Was f&uuml;r ein kaltschn&auml;uziger &#8230;. Was weis ich, aber sehr ekelig auf jeden Fall. Also Time geht durch den Saal, da l&auml;sst der Ghul, der uns schon den ganzen Abend h&ouml;flichst bedient, alles Fallen , zaubert ein Maschinen Gewehr hervor und nieten den Kerle einfach um.<br \/>&nbsp;&nbsp;&nbsp; &ldquo;Tod dem Verr&auml;ter!&rdquo; Ruft er noch. Obwohl der L&auml;rm ohrenbet&auml;ubend ist kann ich nicht mehr tun, als mit gro&szlig;en Augen aufzuspringen und das Szenario ungl&auml;ubig anzustarren. Katinka ist es, die mich&nbsp; zu Boden wirft. Sie denkt mit.<br \/>Danach ist der Tumult gro&szlig;. Der Ghul wird gesichert. Time lebt und ich dr&uuml;cke mich an die Wand, nicht dass er auf die Idee kommt, seinen Blutverlust mit ein wenig Blut ala Toth auszugleichen.<\/p>\n<p>Wie in einem Ameisen Haufen wuselt alles durcheinander&#8230; Tausend fragen. Der Ghul wird rausgebracht. Katinka nimmt mich an der Hand und wir folgen. Will ich sehen was da gleich geschieht? Ich klebe an der Glasscheibe und blicke nach drau&szlig;en. Werden sie diesen Menschen jetzt einfach t&ouml;ten?<br \/>Ich bin verwirrt?<br \/>Wer zum Teufel versucht den eine Kainit mit einem Gewehr zu t&ouml;ten? Soviel hab doch sogar ich schon kapiert. Meine Ohren dr&ouml;hnen noch immer.<br \/>Ich sehe wie Nicolas vor dem Ghul steht. Nicolas &#8211; Ghul&#8230; Mir schwirren Gedankenfetzen von Gespr&auml;chen durch den Kopf und dass ganze mausert sich zu einer ungeheuerlichen Theorie. Fletchers Visionen sind ein Dreck dagegen. Ich habe meine Zweifel daran dass der Ghul lange genug leben wird um einer ordentlichen Befragung beizuwohnen. Ich w&uuml;rde&#8230; Sozusagen darauf Wetten.<\/p>\n<p>Ich dr&auml;nge Katinka meine Gedankeng&auml;nge auf und nein wir spielen nicht schwarzer Peter. <br \/>Only Time can tell&#8230;.. Sagt sie so passend. Aber ich sp&uuml;re, dass sie meine Bedenken nachvoll ziehen kann. <br \/>Andererseits wird es innerhalb k&uuml;rzester Zeit tausend Verschw&ouml;rungstheorien geben&#8230;<br \/>Mal sehen.<\/p>\n<p>Wenn Thomasso hier w&auml;re&#8230; <\/p>\n<p>Und da war noch das Gespr&auml;ch mit dem unausprechlichem, auch etwas, &uuml;ber dass ich in Ruhe nachdenken sollte&#8230;<\/p>\n<p>Ich lasse die mittlerweile verrauchte Zigarette in den Aschenbecher fallen.<br \/>Wann Wolfenstein wohl wieder zur&uuml;ck kommt?<br \/>Ob er an mich denkt?<br \/>Und warum interessiert mich das eigentlich&#8230;.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp;Fronleichnam hm? Wieder&nbsp; auferstanden von den Toten hm? 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