{"id":148,"date":"2006-12-19T04:20:20","date_gmt":"2006-12-19T04:20:20","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/?p=148"},"modified":"2011-12-28T17:29:52","modified_gmt":"2011-12-28T17:29:52","slug":"ein-geschenk","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/?p=148","title":{"rendered":"Ein Geschenk"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">27.10.2002<\/div>\n<div align=\"left\">&nbsp;<\/div>\n<div align=\"left\">Ein k&uuml;hler Hauch stiehlt sich durch mein gekipptes Schlafzimmerfenster, legt sich &uuml;ber mein Gesicht, wie eine Liebkosung. Frisch riecht es. Unber&uuml;hrt. Ich blinzle, r&auml;kle mich ein wenig, um festzustellen wie einsatzfreudig mein K&ouml;rper schon ist. Entspannt. Ausgeschlafen. Ich f&uuml;hl mich gut! So gut, dass ich gerade weiter schlafen k&ouml;nnte, aber die kleine Briese kitzelt mich in der Nase &#8211; neckt mich und l&auml;sst meinen Geist erwachen.<br \/>Dunkel ist es. Schon? Noch?<br \/>Das leise einsetzende Vogelzwitschern gibt mir Antwort. Es ist Morgen. Ein Herbstmorgen. <br \/>Der Radiowecker dudelt ungefragt los, nicht allzu laut, eher angenehm.<br \/>&ldquo;Close your eyes, just feel and realize It is real and not a dream I&#39;m in you and you&#39;re in me It is time, To break the chains of life If you follow you&#39;ll see What&#39;s beyond reality&rdquo; singt Enigma und entlockt mir ein L&auml;cheln.<br \/>Just feel and realize&#8230; H&ouml;rt sich gut an. Langsam sch&auml;le ich mich aus der Bettdecke, vergn&uuml;gt dabei kichernd. Vor Sonnenaufgang aufstehen ist echt keine Uhrzeit! Gut, dass mich niemand&nbsp; dabei beobachtet, wie ich so unartige Dinge treibe. <br \/>Eine warme kuschelige Jogging Hose, Turnschuhe und ein m&auml;chtig dicker Pulli&#8230;.na und ein Schal f&uuml;r um den Hals und um die Ohren. So richtig warm ist es sicherlich nicht mehr drau&szlig;en. <br \/>Kurze Zeit sp&auml;ter befinde ich mich auf dem Weg in die Isarauen. Gute G&uuml;te&#8230;wie lange war ich hier schon nicht mehr? Der Weg f&uuml;hrt an einem kleinen M&ouml;chte-Mal-Ein-Echter-Bach werden entlang. Dort habe ich als Kind, mit meinen Sandalen, im Schlamm Kaulquappen gefangen, um kleine Haustierfr&ouml;sche f&uuml;r mein Planschbecken zu z&uuml;chten. Oh je! Ich sch&uuml;ttle meinen Kopf&#8230; Der Wanderweg f&uuml;hrt unter einer Schnellstra&szlig;e durch, aber es ist noch niemand&nbsp; unterwegs. Nicht viele zumindest. Dann kommt eine Br&uuml;cke, die &uuml;ber besagten Bach f&uuml;hrt und ich bin im Nimmerland. <br \/>Einige Felder, &uuml;ber denen auf halber H&ouml;he der Morgennebel steht und der Wald in den Auen. Den Waldweg k&ouml;nnte ich blind gehen, so oft bin ich ihn schon gelaufen. Im Hellen, im Zwielicht, im Dunklen. Aber noch nie schien er mir so echt wie gerade Jetzt. Es ist angenehm k&uuml;hl, mein warmer Atem hinterl&auml;sst kleine Nebelschwaden und meine Nasenspitze ist so kalt und feucht, wie die eines Hundes. Aus einer Laune heraus falle ich in einen lockeren Laufschritt. Mein Herz schl&auml;gt so regelm&auml;&szlig;ig und kr&auml;ftig, pumpt das Blut durch meinen K&ouml;rper. Aus ganzer Lunge atmend&#8230;der Sauerstoff belebt mich und gibt mir nur noch mehr Antrieb&#8230;noch schneller Laufen. Jedesmal, wenn meine F&uuml;&szlig;e den Boden ber&uuml;hren, knirscht der feuchte Kies unter meinen Schuhen. Ein monotones beruhigendes &lsquo;krisch&rsquo; &lsquo;krasch&rsquo;&rsquo;krisch&rsquo;&rsquo;krasch&rsquo; immerzu&#8230; Meine Wangen werden rot und hei&szlig; von der Anstrengung und ich genie&szlig;e es ungemein. <br \/>In der Entfernung tut sich etwas auf&#8230;eine Spiegelung am Boden, die den halben Weg einnimmt. Eine gro&szlig;e Regenpf&uuml;tze wie es aussieht. Der Schalk in meinem Nacken piesackt mich. Deine F&uuml;&szlig;e werden schon nicht zu nass. Du wirst schon nicht krank. Ist doch nur Wasser. Wie viel Siffe kriegst du wohl mit einem Mal reinspringen da raus?? Deine Jogging Hose ist SO hell auch wieder nicht&#8230; Die wird schon nicht dreckig!!!<br \/>&#8230;.und was soll ich sagen.<br \/>Nat&uuml;rlich nehme ich extra Anlauf. Und lande mit derart viel &#39;&Uuml;berzeugung&#39; in dem schlammigen Mini Pfuhl, dass mir der Dreck im Gesicht h&auml;ngt&#8230;und ich lache mit einer Inbrunst, die Tote lebend machen w&uuml;rde. Kinderlachen. Rein und ehrlich. So ein stiller Wald hat enorm viel Echo und ich lausche verz&uuml;ckt den Resten meines eigenen Lachens. Fr&uuml;her stellte ich mir vor, das Elfen in diesem Wald hausen. Wie das Gl&ouml;ckchen in Peter Pan. Wie sie leise die Menschen auslachen&#8230;und nur mit den Kinder reden, die noch nicht verlernt haben zu leben&#8230;zu ihrer Fantasie zu stehen. <br \/>Mein Weg f&uuml;hrt mich weiter, bis ich diesen ollen Teich erreiche. Wer sich da jetzt einen romantischen verzauberten Ort vorstellt, der irrt! Es ist so ein T&uuml;mpel kurz vorm Umfallen&#8230;ach nein..umkippen. Aber eben nur kurz davor, und das schon seit bestimmt 10 Jahren. Ein K&auml;mpfert&uuml;mpel! V&ouml;llig einges&auml;umt von diversen Pflanzen, die mindestens genauso kaputt aussehen, wild ineinander verwachsen. Ich find&rsquo; es genial!<br \/>Um ihn zu erreichen muss man sich etwas durchs Gestr&uuml;pp k&auml;mpfen. Die Zweige und &Auml;ste ziepen an meinen Haaren, als h&auml;tten sie gewettet, wer von ihnen am Meisten aus meiner Kopfhaut rupfen kann. Ich bin da nicht b&ouml;se drum &#8211; habe ja genug davon. Das Gras um den Teich rum steht hoch,&nbsp; meine Hosenbeine haben sich schon mit dem Morgendlichen Tau vollgesogenes&#8230; But what Shalls&#8230;sprach die Scholle. Es Zwielichtet langsam und ich lauf beinah in ein unglaublich gro&szlig;es Spinnennetz, welches zwischen&nbsp; einem verkorksten Strauch und ner Mini Birke steht. Der Tau glitzert darin. Kennt man ja von Bildern. Aber live. So wie ich da jetzt steh, isses sicherlich DAS genialste Bild &uuml;berhaupt. Wie Silber&#8230;wie Diamanten&#8230; Wer br&auml;uchte schon teuren Schmuck, wenn man sich mit derartigem bekleiden k&ouml;nnte. Ich w&uuml;rds gern anfassen&#8230;aber dann geht&#39;s kaputt. Darum lass ich&#39;s. Seh&#39; mich nicht satt daran, bis es hinter mir platscht.<br \/>Was das?<br \/>Vorsichtig&#8230; Als w&auml;re ich ein Geheimagent auf wilder Mission schleiche ich mich ans Wasser. Blicke mich um. Suchend. Auch &uuml;ber die Wasseroberfl&auml;che h&auml;lt sich wacker der Nebel, ganz leicht&#8230;wie eine d&uuml;nne Decke, damit der Teich nicht friert. Auch er schimmert schon leicht silberig. Morgen wird&#39;s. Die Sonne geht bald auf!<br \/>Ein Blatt schiebt sich in meine Nase&#8230;selbige kr&auml;uselt sich&#8230;.Gott&#8230;ich hab NASENHAARE..ist ja schrecklich! Ich schneide eine Grimasse und schieb\/dr&uuml;ck\/dr&auml;ngel das vorwitzige Blatt beiseite.<br \/>Psssst.<br \/>Da war&#39;s wieder. Aus meinen Augenwinkeln sehe ich etwas durchs den T&uuml;mpel ziehen. Ned gro&szlig;, ganz still..und dann&#8230;.?&#8230;dann quakt es leise durch den Nebel.<br \/>WAH!! ENTEN!!<br \/>Ich kichere, halte mir die Hand vor den Mund, doch die Tierchen haben&#39;s geh&ouml;rt..schlagen aufgeregt mit den Fl&uuml;geln, b&uuml;rzeln geradezu bedrohlich und protestieren lautstark.<br \/>Ich k&ouml;nnt mich wegwerfen vor Lachen. So ein echter Erpel kann bemerkenswert vorwurfsvoll drein schaun. Ich schw&ouml;rs!<br \/>Aber wir arrangieren uns. Ich jage sie nicht und sie begn&uuml;gen sich damit, mir hin und wieder einen entnervten Blick zu zuwerfen&#8230; Als mir das am Wasser knien zu &ouml;de wird, lass ich mich auf einem Bauchstumpf nieder, den hat&#39;s vor Jahren mal bei einem Gewitter umgenietet und man sitzt dementsprechend unbequem darauf. WIRKLICH unbequem. Es sticht und piekt mich in meinen Hintern, aber&#8230;nun ja&#8230;es geh&ouml;rt wohl dazu, wenn man Mutterseelen allein, um diese Uhrzeit durch den Wald d&uuml;mpelt. <br \/>Das Wetter ist gemischt, halb bew&ouml;lkt, halb frei&#8230; Ganz links von mir ist es noch richtig duster und rechts kann ich an den Wolken schon den ersten goldenen r&ouml;tlichen Schimmer entdecken&#8230;na ja..zugegeben, der Schimmer ist mehr rosa. Aber wer mag schon rosa?<br \/>Ich halte mit allem inne..ausser atmen vielleicht..h&ouml;re auf zu denken und blick blo&szlig; verz&uuml;ckt in den Himmel&#8230;die Wolken die flux vorbeihuschen&#8230;einige dick und dunkel..andere..die tiefer liegen&#8230;leicht und wei&szlig;&#8230;ein wundervoller Kontrast. <br \/>Ich sitz einfach nur da und lasse die Umwelt auf mich wirken. Bin simply here. Ich atme&#8230;frische &#8211; lebendige Luft. Leben. Und ich f&uuml;hle&#8230; Den Baumstumpf unter mir&#8230;die feuchten F&uuml;&szlig;e&#8230;und die Stellen auf meinem Kopf&#8230;an denen sich die frechen B&uuml;sche an meinen Haaren bedient haben. Ich h&ouml;re.. Die immerzu leise quasselnden Enten&#8230;die dazwischen zwitschernden V&ouml;gel&#8230;mich selbst atmen. Und sehe dieses Naturschauspiel, dass man so gerne &uuml;bersieht, weil die Sonne jeden Morgen erneut aufgeht und der Mensch dazu neigt, Dinge die ihm immer zur Verf&uuml;gung stehen zu vernachl&auml;ssigen.<br \/>Man kann der Sonne beim aufgehen zugucken. <br \/>Was f&uuml;r ein Wahnsinn! Als h&auml;tte ich&#39;s noch nie zuvor gesehen!<br \/>Die Welt schweigt f&uuml;r eine Sekunde und es gibt nur noch mich, die Eins ist mit dem Alles um sich herum und gl&uuml;cklich. Gl&uuml;cklich bin ich&#8230; <br \/>Mein Herz will fast springen&#8230;zerst&auml;uben und sich mit allem hier vermischen&#8230;verbinden. Ergriffenheit. Tr&auml;nen. Tr&auml;nen, weil etwas, dass du siehst..so wundervoll ist&#8230;so unbegreiflich wundersch&ouml;n, dass du in diesem Moment sterben k&ouml;nntest und w&uuml;sstest&#8230;du hast alles gesehen und gef&uuml;hlt, was du sehen und f&uuml;hlen musstest. Es gibt kaum einen sch&ouml;neren Grund zu weinen. Die Tr&auml;nen ziehen warme Spuren auf meine k&uuml;hlen Wangen. Das darin enthaltet Salz kristallisiert aus&#8230;und die Haut darunter spannt leicht. Details. So viel Details und ich kann sie wahrnehmen. Wie Einzigartig.<br \/>Die Sonnenstrahlen bedecken mein Gesicht, w&auml;rmen es liebevoll, wie die z&auml;rtliche Hand einer Mutter. Ich bleibe lange so sitzen. Beobachte, wie der Nebel der Sonne weicht&#8230;wie die Tautropfen scheinbar im Nichts verschwinden. Und daf&uuml;r die Farben kr&auml;ftiger werden. Lebendiger. Und mehr Ger&uuml;che. Viel mehr Ger&uuml;che! Der T&uuml;mpel&#8230;DER gibt sich besonders viel m&uuml;he beim duften&#8230;.ehrlich! Die Besitzerin des gigantischen Netzes hat sich auch aufgerafft und klettert beh&auml;nde an ihrem Werk entlang. Ausbesserungsarbeiten wie ich vermute. Vielleicht nachgucken, welche Beute die Nacht so mit sich gebracht hat. <br \/>Mit der Zeit wird es richtig warm und ich wage es, mich in dem Gras langzulegen. D&ouml;sen in der Sonne. Vom Boden her zieht es schon ein wenig k&uuml;hl&#8230;aber egal. Man lebt nur einmal.<br \/>Apropos.<br \/>Mein Magen knurrt.<br \/>W&auml;hrend ich wohlgemut den Weg nach Hause beschreite, bin ich gedanklich beim Chinesen, beim Japaner, beim Griechen&#8230; Beim Jugo um die Ecke, beim T&uuml;rken und beim Italiener&#8230; Ich kann mich so gar nicht entscheiden was ich will. Soviel viele leckere Sachen. Ich mache daheim einen Abstecher, nehme meinen Geldbeutel mit und bleibe letztendlich im Supermark h&auml;ngen. Hab da so eine Idee.<br \/>Ein St&uuml;ndchen sp&auml;ter, es k&ouml;nnte schon Mittag sein, steht es da auf dem Tisch.<br \/>Dieses Steak&#8230;vom Rind&#8230;englisch nat&uuml;rlich&#8230;mit der richtigen Portion Kr&auml;uterbutter&#8230;der obligatorischen Kartoffel mit Sauerrahm und dem Anna Spezial Matsch-Salat. Matsch-Salat ist alles was man an Gem&uuml;se leiden mag..ganz klein geschnippelt&#8230;nebst K&auml;se&#8230;nebst Schinken&#8230;ein paar N&uuml;sse und so Sachen&#8230; Fein angemacht. Sieht fies aus &#8211; schmeckt aber lecker. Der Anblick allein l&auml;sst mir das Wasser im Munde zusammenlaufen. Es lebe Pavlos Dog.<br \/>Ich bin ein Fleischnarr. Kann mir gar nicht vorstellen, dass mir das nie wieder schmecken soll. Mit der Gabel ist das weiche Filetfleisch mit dem knusprigen &Auml;u&szlig;eren gestochen&#8230; Bratensaft, gemischt mit Blut&#8230;&#8230;das Messer gleitet durch das Fleisch als w&auml;re es Butter&#8230; Und ich kann mir genau vorstellen, wie ich es mit der Zunge am Gaumen zerdr&uuml;cken werde und es sich hemmungslos hingeben wird.<br \/>Wer sagte da&#8230;egal ob Sex, Essen oder Tanzen&#8230;es w&auml;re das gleiche? Ich glaub fast.<br \/>Nach einer weiteren Stunden, habe ich mein kleines Men&uuml; vernichtet&#8230;mit Vorsatz und Genuss!<br \/>Nachmittags erlaube ich mir Klamotten einkaufen zu gehen&#8230; Mich durch die Menschenmassen zu dr&auml;ngen. An und f&uuml;r sich mag ich es nicht leiden, aber ich habe heute so ne unkomplizierte Laune, das muss ich ausnutzen.<br \/>Nach dem Einkaufen&#8230;ein kleines Cafe&#8230; Ein Kaba..mit Milch&#8230;nicht zu s&uuml;&szlig;e aber viel Sahne! Ich bin so gut gelaunt, dass ich sogar dem Kellner vorwitzig zu zwinker&#8230;und der l&auml;chelt zur&uuml;ck. Meine G&uuml;te&#8230;was f&uuml;r ein wundervoll normaler Tag. Beim besten Willen kann ich mich nicht entsinnen, wann ich so was fr&uuml;her gemacht habe. Einfach einen Tag so leben. Nicht hinter sich bringen, mit Dingen die nicht wirklich wichtig sind, sondern&#8230;wirklich zu tun was man will&#8230; Sich beschwingt f&uuml;hlen&#8230; Zufriedenheit finden in dem was man tut&#8230;ganz egal wie banal. <br \/>Mann&#8230;. Kaba schmeckt schon verdammt lecker!<br \/>Als ich wieder nach Hause komme, d&auml;mmert es schon wieder. Auf meinen Lippen liegt ein L&auml;cheln. Ich summe vergn&uuml;gt, habe mir vorgenommen noch ein richtig sch&ouml;nes hei&szlig;es Bad zu nehmen, mit viel Geruch drin&#8230; Und Milch. Ich will in Milch baden! <br \/>Das Wasser dampft freundlich vor sich hin&#8230;das ganze Bad riecht nach Melisse&#8230;ich find Melisse toll! Liebevoll verteilt stehen Teelichter auf dem Wannenrand, dem Fenstersims und dem Waschbecken, ansonsten ist es dunkel und mein Laptop spielt Musik die ich leiden mag. <br \/>Dieser Moment, wenn der K&ouml;rper in das etwas zu hei&szlig;e Wasser gleitet und man den Eindruck hat, es w&auml;re kalt, statt heiss&#8230;und dann..dringt die Hitze durch und du lehnst dich zur&uuml;ck, schlie&szlig;t die Augen und h&auml;ltst ganz still. Eingelullt in das warme Nass, erf&uuml;llt von dem Geruch. SO muss Baden sein.<br \/>Meine Gedanken schweifen dahin. Alles erw&auml;hnend, sich an nichts haltend. <br \/>Bjelovar, mein Geburtsort.<br \/>Maria, meine Mutter&#8230;deren Grab ich nicht einmal sah.<br \/>Mato, mein Onkel.<br \/>Wie ich durch die Schule wandere, abseits von allem was mich wirklich ber&uuml;hrt.<br \/>Wie ich mich entwickle, &auml;lter werde und erkenne, dass mein Leben nicht echt ist.<br \/>Nicht echt genug.<br \/>Meine Lehre in der Werkstatt. Susanne.<br \/>Mein Onkel stirbt und ich bin diejenige, die ihn zurechtmacht. W&auml;scht.<br \/>Anna die Leichenw&auml;scherin.<br \/>Der Tanz. Tanzen. Ich sehe mich, wie ich tanze. Ich tanze &uuml;ber die Tanzfl&auml;che, durch den Raum hinweg zu dieser U-Bahn Station.<br \/>Katinkas Spiegelung. Malekins Augen. Thomassos Zauberbeschw&ouml;rung. Die Tr&auml;ume von Hvar. Tausend Briefe. Wolfensteins L&auml;cheln. Und Sams Art mich anzusehen. Der Schlayer, wie er das erste Mal mein Handgelenk packt und ich dachte der Schlag trifft mich. Ich l&auml;chle, so kurz und schon ein halbes Leben. Josephas Mutterblick. Georges Stimme wenn er tickt. Dieses Zeichen in Christophers Gesicht und Lyra die besorgt seine Hand h&auml;lt. Der Malfeis im Schatten. Der Abt wie er f&auml;llt, Malekin der ihn fallen lies und Katinka wie sie mich anblickt.<br \/>Ihre Augen, sind meine Augen sind&#8230;<br \/>Ich l&auml;chele und genie&szlig;e das warme Kribbeln in meinem K&ouml;rper wenn ich an sie denken&#8230; Lasse mich langsam&#8230;so tief in die Wanne gleiten, dass nur noch die Nase rausguckt zum atmen.<br \/>&#8230;<br \/>Als ich ins Bett gehe zeigt die Uhr 00:10.<br \/>Heute ist der erste Tag vom Rest deines Lebens. Ich wickle mich in die Decke, bin immer noch ganz kuschelig und weich vom baden. Bald werde ich schlafen&#8230; Tief und fest und traumlos.<\/p>\n<p>Alles beginnt<br \/>Und Alles endet<br \/>Zur richtigen Zeit<br \/>Am richtigen Ort<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>27.10.2002 &nbsp; Ein k&uuml;hler Hauch stiehlt sich durch mein gekipptes Schlafzimmerfenster, legt sich &uuml;ber mein Gesicht, wie eine Liebkosung. Frisch riecht es. Unber&uuml;hrt. 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