{"id":149,"date":"2006-12-19T04:21:54","date_gmt":"2006-12-19T04:21:54","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/?p=149"},"modified":"2011-12-28T17:29:52","modified_gmt":"2011-12-28T17:29:52","slug":"anna-toth-lebt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/?p=149","title":{"rendered":"Anna Toth lebt&#8230;"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">01.11.2002<\/div>\n<div align=\"left\">&nbsp;<\/div>\n<div align=\"left\">Samhain.<br \/>Sie wollen Samhain begehen heute Nacht. Die Toten. Die Vampire. Allerheiligen, wie sie es hier nennen. Bevor ich mich auf den Weg nach Freising machte, musste ich nachdenken. Nachdem der Abt starb, ver&auml;nderte sich alles. Andererseits, es ver&auml;ndert sich immer alles..immerzu. Doch was ich meine ist, meine Welt war so, wie ich sie mir fr&uuml;her &#8211; vor IHNEN &#8211; erw&uuml;nscht h&auml;tte. Intensiv. Echt. Und mir war &#8211; ist klar&#8230; Dass sie aufh&ouml;ren wird SO zu sein, wenn ich heute zu diesem Treffen fahre. Nachdenken&nbsp; ist nicht das richtige Wort. Ich denke nicht dar&uuml;ber nach OB&#8230;ich denke nur dar&uuml;ber nach&#8230; Mit einer leisen Sehnsucht die bedeutungslos ist. Alles vergeht. Asche zu Asche. Dust to Dust.<br \/>Und schon stehe ich hier. Ein Mensch, der ich bin. Wie vertraut sie mir innerhalb des letzten Jahres wurden. Diese Tiere. Wie verdreht muss mein Kopf sein, dass ich diese Gesellschaft, die der Lebenden vorziehe? <br \/>Ich bin vergn&uuml;gt. Heute werde ich endlich Zeit haben, um mit Katinka zu reden. Ihr meine Erlebnisse zu erz&auml;hlen, von meinen Gedankeng&auml;ngen zu berichten. Vielleicht erz&auml;hl ich ihr von&#8230; Demjenigen welchen, dem ich mich hingab&#8230; Oder von dem letzten Sonnenaufgang. DAS&#8230;das wird ihr gefallen.<br \/>Relativ unbeschwert biege ich also um die Ecke &#8211; und bekomm&nbsp; gleich den ersten D&auml;mpfer des Tages. Dort steht Gregor vor Duffraise und Josepha, seine Klauenhand &#8211; die ich schon von sehr sehr nah bestaunen durfte (&#8230;wie sie sich sacht durch lebend Fleisch ziehen, beinah z&auml;rtlich und doch t&ouml;dlich&#8230;)- erhebt sich, bewegt sich und Georges geht zu Boden. Sein Brustkorb aufgerissen. Ein abscheuliches Bild. Mein Blick ist auf die Klaue fixiert, an der noch Haut und Kleidungsreste h&auml;ngen. Pontes Sohn hebt seinen Kopf, blickt mich an und er muss nicht sprechen, damit ich verstehe. Ach zwei Seelen leben in meiner Brust. Dieses Bild hat etwas faszinierendes. Eigentlich f&uuml;hle ich mich nicht mal bedroht. Mir wird schwindelig bei der Vorstellung, wie es sich anf&uuml;hlen muss, DAS tun zu k&ouml;nnen. <br \/>In der n&auml;chsten Sekunde packt mich die Sorge, Georges bewegt sich immer noch nicht . Und obwohl er mir st&auml;ndig im Weg zu stehen scheint, will er mir doch nichts b&ouml;ses. Ich hab es wohl erkannt. So eile ich herbei, einen misstrauischen Blick auf Gregor werfend, der noch einen Brujah tr&auml;chtigen Satz losl&auml;sst und entschwindet. Josepha und ich bringen Georges hinein. Etwas unleben ist noch in ihm. Wegen mir&#8230; Sagt Josepha&#8230; Das eben geschah wegen mir. Weil Georges mich k&uuml;rzlich in Sicherheit bringen wollte. Super! (Sind sie sicher, dass sich die schlimmen Dinge nicht um Sie drehen?) PFFFF.<br \/>Etwas frustriert lasse ich mich auf einer Couch nieder. Man beachte. Neben mir ein halbtoter Vampir, dessen Inneres gut einsehbar ..vor mir dar liegt. Und ich nehme es, vergleichbar gelassen hin. Er hat das einkassiert wegen mir. Bin ich schuld? Nein. Er ist selbst schuld. Aber ich bin es ihm schuldig zu erkennen. Eigennutz hat ihn nicht getrieben bei unserem letzten Treffen&#8230;oder?<br \/>Josepha bringt ihn heim. Besser ist das.<br \/>Der Prinz ist anwesend und ich werfe mich artig in den Staub, obwohl sie gar nicht darauf zu bestehen scheint, dass wir alle vor ihr kriechen. Von ihr erfahre ich, dass Katinka heute kommen wird. Aber da ist sie noch nicht. Gregor lungert durch den Raum und ich mach mich lieber vom Acker und werde drau&szlig;en auf sie warten. Ihr entgegen sehen. Mich freuen wenn ich ihre Gestalt in der Entfernung sehe und mir langsam klar wird, dass sie es ist.<br \/>Meine obligatorische Dose Red Bull in der Hand steh ich da und harre vor mich hin. Guck nach links. Keine Katinka.<br \/>Guck nach rechts. Keine Katinka.<br \/>Wippe auf und ab, denke &uuml;ber sie und mich und &uuml;berhaupt nach. Ein warmer Schauer ergreift mich dabei. Sie f&uuml;hl sich so nah an und dennoch ist sie&#39;s nicht. Niemand der sich n&auml;hert. Aber geduldig kann ich schon sein. Ich bleib hier auch die halbe Nacht stehen. Hier drau&szlig;en auf sie zu warten ist besser als drinnen vor Gregor zu fl&uuml;chten. Ganz zu schweigen davon, wenn der Malfeis anwesend ist. <br \/>Geister begleiten mich, hat Josepha erz&auml;hlt. Und mein Haus w&auml;re nicht aufzufinden..hat sie erz&auml;hlt. Jemand sch&uuml;tzt mich&#8230;.oder sperrt mich weg? Ich denke wohl das Malekin das verursacht. Oder? W&uuml;rde er? K&ouml;nnte er? Gonzo ist wohl noch immer in meiner N&auml;he. Ich stelle mir das Bild vor, auf dem alles zu sehen ist, was mich umgibt und schmunzle. <br \/>Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde&#8230;.<br \/>(Was du liebst ist ganz nah.)<br \/>Ich seufze, sch&uuml;ttle meinen Kopf und warte, da kommt sie mir entgegen, vom..Eingang&#8230;(h&ouml;?)&#8230; Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie nicht dorthin gegangen ist. Egal.<br \/>Sch&ouml;n sieht sie aus. Gesund. Ihre Auge blitzen. Geheimnisvoll. Ein wenig schalkhaft. Kein Leid in ihr. Keine Schmerzen, die sie in diesem Moment qu&auml;len und es beschwingt mich. Nichts mehr zwischen ihr und Malekin. Ich kann es sehen. Wir gehen hinein und absolvieren die anstehenden Kniebeugen. Ich f&uuml;hl mich albern und mache.. Mehr oder weniger angebrachte Witze. Katinka kichert und es ist viel sch&ouml;ner als jeder Sonnenaufgang. Wir sitzen drinnen und reden, albern&#8230; Die Welt ist perfekt&#8230; Hin und wieder n&auml;hert sich der Schattenmann, aber ich ignoriere ihn weitgehend. Oder falsch. Er zwingt sich meiner Aufmerksamkeit nicht auf. Heute sind fast alle gn&auml;dig mit mir. Aus meine Augenwinkeln heraus sehe ich Thomasso ankommen. Er ist hier. Seit dem Malkavier Elysium habe ich ihn nicht mir (in echt) gesehen. Und mein Herz schl&auml;gt h&ouml;her vor Freude! <br \/>Katinka und ich eilen zu ihm. Schon f&auml;llt es mir auf. Schon wird es mir bewusst. Antonio.<br \/>Thomasso steht unter Strom und ich sollte einen Bogen um ihn machen. Aber ich m&ouml;chte ihn so gerne halten. Ihn dr&uuml;cken f&uuml;r das, was er Katinka geschrieben hat. Doch er schiebt mich von sich. Es f&auml;llt mir schwer, den Stich, den ich dabei versp&uuml;re, mit meiner Vernunft zu bes&auml;nftigen. In seiner N&auml;he bin ich in Gefahr. Denn er hat&#8230;..( &#8230;einen Mitesser ..nicht wahr?).<br \/>Erinnere man mich daran, werde ich jemals sein wie sie&#8230; Dann werde ich niemals&#8230;NIEMALS&#8230;diablarieren&#8230; (zumindest niemanden den du nicht aus ganzem Herzen liebst hm?) Hat man nur &Auml;rger mit. <br \/>Er spricht mit Josepha&#8230;er r&auml;uspert sich und mir stellt es die Nackenhaare hoch. Die beiden verschwinden nach drau&szlig;en. Ich bin hektisch.<br \/>&ldquo;Er hat sich ger&auml;uspert!&rdquo; Mache in Katinka eindringlich klar. &ldquo; Er hat sich ger&auml;uspert, ich hab&#39;s genau geh&ouml;rt! Genau hab ich&#39;s geh&ouml;rt!&rdquo; Ich erkenn das doch. Wenn Thomasso sich r&auml;uspert kommt Antonio. Und er ist mit Josepha allein. Sie versteht was ich meine und wir huschen flugs raus. Krell. Georges. Josepha. Katinka und ich um den Giovanni.<br \/>5 Freunde das sind wir.<br \/>Stein. Ins Wasser f&auml;llt ein Stein. Wasser. Ein See. Spiegel die zerbrechen. Ein Raum. Wieder Steine. Was soll das?<br \/>Alles verstehe ich nicht. Wir ziehen uns zur&uuml;ck. Dorthin, wo es ruhiger ist. Allein. Absprachen mit Leuten die Bescheid wissen m&uuml;ssen. Sollen. Und dann geht&#39;s schon los. Josepha geht in Thomasso und wir folgen gebannt.<br \/>Irgendwann, hat sich Antonio in Thomasso geregt. Hat sich aufgelehnt, in seinem Gef&auml;ngnis um das zu tun, was er schon immer am Besten konnte. Die Kontrolle haben. Und irgendwann, sah Thomasso der Verr&uuml;ckten zu tief in die Augen&#8230;und Antonio kroch hervor. So sollte nicht jeder sehen d&uuml;rfen, dessen er nicht gewachsen ist. Thomassos K&ouml;rper nicht mehr als ein Gef&auml;&szlig;. Er? Knapp unter der Wasseroberfl&auml;che. Alles sehend. Nicht Handlungsf&auml;hig. <br \/>Zur&uuml;ck durch ein Labyrinth, zur&uuml;ck durch die zerbrochenen Spiegel, zur&uuml;ck durch das Wasser&#8230; Die Wasseroberfl&auml;che durchbrechend&#8230; Aufsteigend&#8230;zur&uuml;ck zum Anfang. Zur&uuml;ck in sein Zimmer. Dort, wo er sicher ist. Dort, wo er allein ist. Die T&uuml;re hinter der Antonio lauert. Schlie&szlig;en. Geschlossen. Verschlossen. Den Schl&uuml;ssel weg geworfen und den Zugang vermauert. Auf das niemals mehr, jemand dieses Tor &ouml;ffnen k&ouml;nnte.<br \/>Obwohl ich nur dabei sitze. Zieht es an mir. Meine H&auml;nde liegen auf seinen und ich sp&uuml;re, wie W&auml;rme aus mir hinaus in ihn hinein flie&szlig;t. Ihm einen Grund mehr gebend zur&uuml;ck zu kehren. Alles was ich geben kann.<br \/>Dann darf ich ihn endlich umarmen. St&uuml;rmisch. Er lacht beinah verlegen und dann halten wir uns und es ist gut. Thomasso ist zur&uuml;ck. Jetzt ist meine Welt wirklich perfekt.<br \/>Thomasso ist wieder Thomasso.<br \/>Die Ordnung in Malekin hat sich wieder gefunden.<br \/>Der Malfeis schenkt mir keine schlechten Tr&auml;ume.<br \/>Sogar Gregor lies sich dazu hinrei&szlig;en, mir zu erkl&auml;ren, dass er das Band zwischen Katinka und mir respektieren w&uuml;rde.<br \/>WOW!<br \/>So leicht. So unbeschwert. Gl&uuml;ck. Wie beim Sonnenaufgang. Alles so wie es sein soll&#8230; Sterben mit der Gewissheit, dass nun alles gut w&auml;re. Ich k&ouml;nnte weinen&#8230; Weil sich Lasten von meinen Schultern l&ouml;sen.<br \/>Thomasso greift in seine Jacke und zieht eine Dose Red Bull hervor. Wie lieb von ihm!<br \/>Ich strahle d&uuml;mmlich und umarm ihn gleich noch mal. Er denkt an mich. Macht mir eine Freude.<br \/>&ldquo;Genie&szlig;e sie, es k&ouml;nnte die letzte sein!&rdquo;fl&uuml;stert er mir ins Ohr, w&auml;hrend ich in &uuml;bergl&uuml;cklich dr&uuml;cke.<br \/>Es dauert einige Momente bis ich mir seiner Worte so richtig bewusst werde.<br \/>Unsere Versammlung l&ouml;st sich auf. Ich tappere mit dieser Dose in der Hand herum.<br \/>Meine letzte. Es K&Ouml;NNTE meine letzte sein. Was w&auml;re, wenn es die letzte ist? Was w&auml;re, wenn ich heute mein Leben aushauchte? Was w&uuml;rde ich tun?<br \/>Wenn ich nur noch ein, wenn ich nur noch einen Tag&#8230;zu leben h&auml;tte?Was w&uuml;rd&#39; ich tun , was w&uuml;rd&#39; ich tun.<br \/>(Du w&uuml;rdest ganz fr&uuml;h aufstehen!)<br \/>Ich l&auml;chle Katinka an, schnappe mir meinen Mantel und fl&uuml;chte nach drau&szlig;en.<br \/>Was w&uuml;rd&#39; ich tun?<br \/>(Durch den Morgennebel laufen&#8230;leben&#8230;den Sonnenaufgang ansehen!)<br \/>Ich lehne mich gegen eine Hauswand. Dieses Kleine St&uuml;ck Chemie in Dose, in beiden H&auml;nden haltend. Beinah and&auml;chtig. Was w&auml;re wenn es die letzte w&auml;re?<br \/>Meine Finger streichen, ernstlich z&auml;rtlich &uuml;ber das k&uuml;hle Metall. Wenn es die Letzte ist, wenn es, das letzte Mal ist, dass ich..diese Drogenunart&#8230;ernstlich genie&szlig;en kann. Dann muss ich es bewusst tun. Nicht wahr? Mir alles merken. Auf dass ich mich sp&auml;ter erinnere.<br \/>Auf einen unbeteiligten w&uuml;rde dieses Bild eigenartig wirken. Ich atme tief ein und aus, hebe die Dose an, als w&uuml;rde ich sie segnen wollen. Dann schiebe ich meinen Zeigefinger unter die Lasche&#8230;halte die Luft an&#8230;und &ouml;ffne den, unter Druck stehenden Beh&auml;lter. Es zischt..und ich merke mir dieses Ger&auml;usch&#8230;rieche, die entweichende Kohlens&auml;ure, die diesen s&uuml;&szlig;lich k&uuml;nstlichen Duft mit sich nimmt. Langsam. Blech auf meine Lippen&#8230;dann die Fl&uuml;ssigkeit&#8230;k&uuml;hl..s&uuml;&szlig;&#8230;mir schon so lange bekannt&#8230;flie&szlig;t aus der Dose..in meinen Mund..&uuml;ber meine Zunge..in meinen Hals. Leichtes Kribbeln an den Geschmacksnerven. So vertraut. Ich schlie&szlig;e meine Augen und halte diese Eindr&uuml;cke fest. Auf immer und ewig. Always after.<br \/>Dann legt sich eine Hand um meine, entnimmt mir, was ich halte. Malekin. Er hat mir zugesehen. Und er versteht. <br \/>&ldquo;Ich trinke dieses Zeug schon mein ganzes Leben..&rdquo; Erz&auml;hle ich. (Und du wei&szlig;t, du wirst es nimmermehr so tun k&ouml;nnen wie jetzt. Nie wieder wird es dir auf diese Weise schmecken.)<br \/>(Das LETZTE Mal.)<br \/>Trauer. Wie kann man darum trauern. Wie kann man darum trauern das letzte Mal Red Bull zu trinken? Ich erinnere mich an Bruchst&uuml;cke &ouml;stlicher Philosophien. Alles ist dasselbe. Es macht keinen unterschied, ob ich k&auml;mpfe oder Tee trinke. Diese unscheinbare gef&uuml;llte Dose ist mein Leben. Ich leere sie Schluck f&uuml;r Schluck f&uuml;r Schluck&#8230;<br \/>Malekin zu meiner Linken. Er f&uuml;hrt den Red Bull an seine Lippen&#8230;.schnuppert&#8230;und ich glaube fast, er versucht..nein&#8230;er versteht was in mir vorgeht.<br \/>Malekin zu meiner Rechten. Wie sie mich ansieht. Gier in ihren Augen?<br \/>Leise.<br \/>&ldquo;Es zischt nicht so, wenn du deine Lippen auf die Haut legst und das Gef&auml;&szlig; &ouml;ffnest&rdquo; fl&uuml;stert er und gibt mir zur&uuml;ck was noch meins ist. Ich schlucke und blicke ihn an.<br \/>&ldquo;Aber es ist soviel mehr. Der Moment, in dem du deine Z&auml;hne auf die warme lebendige Haut dr&uuml;ckst&#8230;den Druck verst&auml;rkst und der Widerstand pl&ouml;tzlich nachgibt. Wenn du in das Fleisch dringst. Durch die Muskeln hindurch, das Nervengewebe zerteilend. Und du suchst, nach der Ader, die das Leben enth&auml;lt.&rdquo;<br \/>Er beschreibt es und ich f&uuml;hl es. Wie es mir geschieht. Wie ich es tu &#8230;und es giert mich. Mir ist hei&szlig;. Mir ist kalt. Ein seltsames Verlangen breitet sich in mir aus und jemand zieht mir den Boden unter den F&uuml;&szlig;en weg. Aber ich falle nicht. Seine Worte halten mich. Aber meine Umwelt verschwindet und wird unwichtig.<br \/>&ldquo;Du zwingst dich, die kleine Spannung der Ader &uuml;berwindend, hinein&#8230; Und dann&#8230;nimmst du das Leben in dich auf. Es erf&uuml;llt dich. Und du willst nie wieder aufh&ouml;ren. Kannst du das?&rdquo;<br \/>Beschwipst. Ich f&uuml;hl mich wie angetrunken. Ob ich t&ouml;ten kann? Jaha.<br \/>Ob ich aufh&ouml;ren kann? Sicher. Ich denke dar&uuml;ber nach. Doch nat&uuml;rlich k&ouml;nnte ich aufh&ouml;ren.<br \/>&ldquo;Alles eine Frage der Kontrolle.&rdquo;erwidere ich und sein Blick liegt fragend auf mir.<br \/>&ldquo;Hast du die Kontrolle ?&rdquo;<br \/>Nat&uuml;rlich.<br \/>&ldquo;Es ist nicht erlaubt..zu t&ouml;ten..nicht wahr? Ich w&uuml;rde es Katinka nicht antun. Ich &#8230;ich w&uuml;rde niemanden Schaden zuf&uuml;gen, der es nicht verdient h&auml;tte.&rdquo; W&uuml;rde ich wirklich nicht&#8230;wollen. Klingt alles logisch oder?<br \/>&ldquo; Und wie entscheidest du das?&rdquo;<br \/>Wie ich entscheide wer leben darf oder nicht&#8230;also..ich&#8230;&auml;hm&#8230; Bin &uuml;berfordert.<br \/>Ich w&uuml;rde es f&uuml;hlen nicht wahr?<br \/>Und nat&uuml;rlich k&ouml;nnte ich aufh&ouml;ren..(wenn du willst)<br \/>Malekin et Malekin blicken mich an und ich habe keine Antwort, die ehrlich genug w&auml;re.<br \/>Doch der Prinz hat einen Ank&uuml;ndigung zu machen und ich bekomme Aufschub.<br \/>Drinnen gibt es Blablatik. Jetzt interessiert es mich noch weniger wie sonst. Meine Gedanken drehen sich um Malekins Worte. Um meine Dose die sich nach und nach leert. Ich bin verloren in den unendlich&nbsp; Weiten des Raums. Meine Zeit l&auml;uft ab.<br \/>Die Feierlichkeiten f&uuml;r Samhain finden statt. Ein jeder gibt etwas. Ich beobachte und erinnere mich an ein Ritual, dass ich selbst im Kreise von so genannten echten Hexen vollzog.Kraftvoll. Echt&#8230; Ich rufe die M&auml;chte &#8230;. Doch der Prinz spricht andere Worte und ich blinzle und beobachte fasziniert. Andere Worte und dennoch liegt auch hier etwas Wahrheit darin. Obwohl nicht alle wissen was sie tun. Es macht keinen Unterschied. <br \/>Tod und Wiedergeburt, sagt sie und packt mich an meiner eigenen Nase.<br \/>Danach spricht Thomasso&nbsp; zu mir. Er wird sp&auml;ter eine kleine Rede halten. Die politisch klingen wird. Warum die Giovanni Anna freigeben. Er wird es erkl&auml;ren, so dass jeder versteht. Aber die Wahrheit w&auml;re eine andere und er w&uuml;nscht, dass ich mir dessen bewusst bin. Ich bin&#8230;denn mir ergeht es nicht besser. Sein Geschenk an mich. Das tun zu k&ouml;nnen, was ich will. Wie k&ouml;nnte ich ihn daf&uuml;r nicht lieben?<br \/>Dann seh&#39; ich diese verdammte Dose an. Hebe sie. Bewege sie. Kratze mit den Fingern&auml;geln &uuml;ber die Oberfl&auml;che und der Malfeis tritt hinzu, nimmt eine H&auml;lfte meines Sichtfeldes ein und spricht fast unh&ouml;rbar zu mir.<br \/>&ldquo;Ist sie schon leer?&rdquo;<br \/>Da sch&uuml;ttle ich meinen Kopf.<br \/>&ldquo;Ein wenig ist noch drin.&rdquo;<br \/>Er hat es mir angesehen. Nicht in meinen Gedanken gew&uuml;hlt. Nicht meine Gef&uuml;hle gef&uuml;hlt. Er hat&#39;s mir angesehen. Wenn diese Dose leer ist, werde ich sterben. Da wird mir ganz mulmig.<br \/>Zu viel Unleben um mich herum. Will allein sein.<br \/>Meine Zigaretten, den fast leeren Red Bull..der w&auml;rmende Mantel.<br \/>Irgendwo drau&szlig;en sitze ich da.<br \/>Rauche.<br \/>F&uuml;hre hundertmal die Dose an meine Lippen um nicht zu trinken.<br \/>Denke hundert Gedanken.<br \/>F&uuml;hle hundert Gef&uuml;hle.<br \/>Atme diese Nachtluft.<br \/>Genie&szlig;e das kratzen des Rauches in meinem Hals, in meiner Lunge.<br \/>Meinen letzten Tag hab ich schon gelebt.<br \/>Was mehr?<br \/>Ich wei&szlig; was ich will.<br \/>Ich wei&szlig; was geschehen wird.<br \/>Ich hatte genug Zeit und habe nie wirklich gezweifelt.<br \/>Auch jetzt Zweifel ich nicht.<br \/>Ich brauche nur, diesen Moment und mich&#8230;zu verabschieden?<br \/>Von dem Tag und meiner Droge.<br \/>Dann werfe ich meine Zigarette weg<br \/>Dann trinke ich den Red Bull aus.<br \/>Dann gehe in nach drinnen und lasse die leere leblose Dose zur&uuml;ck.<br \/>&nbsp;<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>01.11.2002 &nbsp; Samhain.Sie wollen Samhain begehen heute Nacht. 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