{"id":165,"date":"2006-12-19T04:39:40","date_gmt":"2006-12-19T04:39:40","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/?p=165"},"modified":"2011-12-28T17:29:53","modified_gmt":"2011-12-28T17:29:53","slug":"schneemann","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/?p=165","title":{"rendered":"Schneemann"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">30.05.2003<\/div>\n<div align=\"left\">&nbsp;<\/div>\n<div align=\"left\">Vergewaltigung.<br \/>Das ist das einzige Wort das mir dazu einf&auml;llt.<\/p>\n<p>Ich war in einem Park. Wir trafen die beiden, die fehlten, damit wir sieben sind. Sieben Gei&szlig;lein und kein Uhrkasten weit und breit. Sei lustig Anna. Ein Spaziergang unter Freunden. Gleichgesinnten. Nicht von, aber wie dein Blut. Verbundenheit? Nein?<br \/>Wir bleiben zusammen, m&uuml;ssen zusammen bleiben, damit uns die Anderen nicht finden. Wir verstecken uns gegenseitig und wir verstecken uns selbst &#8211; ohne uns zu verlieren. Verbl&uuml;ffend. <br \/>An der Stadtmauer entlang, in der Ferne sehen wir die Zinnen des Hexenturms, G&auml;nsehaut. Erinnere mich an Katinkas M&auml;rchen.<\/p>\n<p>[&bdquo;Es war einmal ein kleiner Junge, der hie&szlig; Josef. Er war ein besonderer Junge, auch wenn er ganz klein und d&uuml;nn und unscheinbar aussah. Aber seine gro&szlig;en, dunklen Augen konnten Dinge sehen, die andere nicht sahen. Josef war der Sohn eines K&ouml;nigs. Der K&ouml;nig hatte noch viele andere Kinder, und er f&uuml;rchtete, dass sie eifers&uuml;chtig auf Josef sein w&uuml;rden, wenn sie merkten, das er etwas Besonderes war. Und er wollte keine Streitigkeiten unter seinen Kindern. Also schickte er ihn weit fort, in ein abgelegenes altes Haus mit einem hohen Turm, wo er ganz alleine war. Aber Josef war ein bescheidener Junge, und er war gl&uuml;cklich, niemanden zu st&ouml;ren, und seinen Unterhalt mit Schafe h&uuml;ten zu fristen. In der N&auml;he des Hauses gab es einen wundersch&ouml;nen See, und manchmal nahm Josef nachts ein Bad und l&auml;sst das Wasser seine Haut benetzen, l&auml;sst sich von den kleinen Wellen zerreisen, treibt in tausend Scherben im Wasser, versinkt und erblickt im Zerrspiegel des Wellenschlages&#8230;<br \/>&nbsp;Lange Zeit lebte Josef gl&uuml;cklich und allein mit seinen Schafen. Der K&ouml;nig zog seine anderen Kinder gro&szlig;, und auch sie lebten gl&uuml;cklich und zufrieden. Bis eines Tages ein anderer Sohn des K&ouml;nigs von Josef erfuhr. Er f&uuml;rchtete, dass Josef wieder auftauchen und ihm sein Erbe, den Thron streitigmachen k&ouml;nnte. Deshalb machte er sich auf die Suche nach seinem Bruder, um ihn zu t&ouml;ten. Zur gleichen Zeit geschah es, dass ein fahrender Ritter durchs Land zog. Er war ein gelehriger Mann, achtete Mensch und Tier gleicherma&szlig;en, und war stets bem&uuml;ht, sein Wissen zu mehren. Auf der Suche nach seinesgleichen war er schon an vielen fremden Orten gewesen und hatte die seltsamsten Dinge erlebt&#8230;.<br \/>Eines abends gelangte der Ritter an ein abgelegenes Haus mit einem hohen Turm. Vor dem Haus standen Schafe, und weil der Ritter ein h&ouml;flicher Mann war, zog er seinen Hut und begr&uuml;&szlig;te sie. &#39;Guten Abend, liebe Schafe. Ist dieses Haus bewohnt?&#39; Drei Schafe kamen zum Wegrand, um ihn zu begr&uuml;&szlig;en. &#39;Josef&#39;, m&auml;hte das erste Schaf. &#39;Josef&#39;, bl&ouml;kte auch das zweite. &#39;Josef&#39;, stie&szlig; das dritte hervor, und es klang f&uuml;r ein Schaf sehr besorgt.<br \/>Wenn die Schafe den Namen ihres Hirten aussprechen, so muss das ein sehr besonderer Mann sein, dachte der Ritter bei sich. Ich will sehen, ob ich nicht etwas von ihm lernen kann. <br \/>&#39;Wo ist euer Herr?&#39;, fragte er die Schafe, doch ihre Antwort war ein Muster, das er zun&auml;chst nicht erkennen konnte, denn er wu&szlig;te nichts von dem See, und sie konnten ihm nicht mehr sagen, ist doch ein Geheimnis&#8230;<br \/>Also betrat der Ritter das Haus mit dem Turm, und begann nach Josef zu suchen. Er lief durch die langen, dunklen G&auml;nge und sah in jedes Zimmer. Viele W&auml;nde waren mit wundersamen Bildern bemalt, und erz&auml;hlten Geschichten, die den Ritter mehr und mehr davon &uuml;berzeugten, dass er diesen Josef unbedingt kennenlernen musste. Doch dann fand er eine Zeichnung, die ihn sehr beunruhigte, denn sie war von jemand anderem, und sie war nicht sch&ouml;n und geheimnisvoll und klug und sanft, sondern klar und deutlich und bedrohlich: noch jemand war hier, und er wollte Josef nichts gutes.<br \/>Daraufhin nahm sich der Ritter keine Zeit mehr f&uuml;r die Wandgem&auml;lde, sondern lief so schnell er konnte von Gang zu Gang und von Zimmer zu Zimmer, und er glaubte Schritte von schweren Stiefeln hinter sich zu h&ouml;ren, die ihn verfolgten. Schlie&szlig;lich fand er das Zimmer, in dem Josef schlief, mit einem schlichten Bett und ein paar kargen Essensresten, und Spuren von einem Kampf. Er war zu sp&auml;t! Doch er war ein Ritter, und Ritter geben nicht so leicht auf. Er verlie&szlig; das Zimmer und dachte angestrengt nach. Wo w&uuml;rde er in diesem Haus hingehen, wenn er nicht gefunden werden wollte? Und weil der Ritter sehr gut nachdenken konnte, fiel ihm sofort der hohe Turm ein. Eilig lief er nach drau&szlig;en und gelangte an den Fu&szlig; des Turmes. Dort oben brannte Licht! Um nicht sofort entdeckt zu werden, beschloss er, nicht die Treppe zu nehmen, sondern an den Ranken des Efeus hochzuklettern, die die Turmmauer &uuml;berwucherten. Oben angekommen, stieg er &uuml;ber die Br&uuml;stung des Balkons, und dort sah er den kleinen Josef, den er gesucht hatte, und seinen gro&szlig;en, b&ouml;sen Bruder. <br \/>Schnell lief der Ritter auf die beiden zu, doch er war zu sp&auml;t, und der Bruder erschlug den armen kleinen Josef mit einem einzigen Streich seiner gro&szlig;en Hand. Der Ritter konnte nichts mehr tun, als den b&ouml;sen Bruder zur&uuml;ckzudr&auml;ngen und vom Turm zu sto&szlig;en. Doch Josef konnte er nicht mehr helfen, nur noch seinen kleinen, schmalen, toten K&ouml;rper vom Boden aufheben und nach unten tragen, um ihn zu begraben.<br \/>Unten angekommen, stellte er fest, dass der b&ouml;se Bruder bei dem Sturz vom Turm nicht gestorben war. Er hatte sich schon wieder aufgerappelt, und floh jetzt vor dem Ritter, doch er wandte sich noch einmal um, und schrie dem Ritter entgegen: &#39;Gegen mich hast du keine Chance!&#39; Seine Augen blitzen, und er sch&uuml;ttelte die blutbeschmutze Faust gegen den Ritter, und bevor er sich abwandte und davonging, fl&uuml;sterte er ihm zu &#39;Dich erwische ich auch noch&#39;&quot;]<\/p>\n<p>Uns erwischt er auch noch. Ich bekomme Angst.<br \/>Josef steht, Josef geht. Vorraus uns f&uuml;hrend. Wir folgen ihm. Tip.Tap. Trip.Trap. Trapped.<br \/>Warum sind wir hier? In Kaufbeuren? Im Bezirkskrankenhaus? Beim Nebengeb&auml;ude?<br \/>Because of. Georges, Josefa, Josef, Heinze und dem Schneemann.<br \/>Josef der mir fl&uuml;stert.<br \/>&ldquo;Ich bleibe hier!&rdquo;<br \/>Dass er nicht zur&uuml;ckkehrt, an den Ort seines Todes. Ich kann ihn verstehen. Ich empfinde Mitleid. Es ist gut, dass wir hier sind. Es wird Zeit, dass wir neu ordnen.<br \/>Ich HABE Angst. Egal.<br \/>Wir betreten das Geb&auml;ude. Es ist so dunkel. Ich lese Dunkelheit und finde die Seiten, die mir Licht bringen und ich sehe. Bilder. Ein gro&szlig;er Mann, mit weissem Kittel spitzen Z&auml;hnen und gro&szlig;en schwarzen Kn&ouml;pfen.<br \/>Auch er ist &#8211; wie &#8211; von meinem Blut. Das wei&szlig; ich. Das f&uuml;rchte ich. Unser Weg f&uuml;hrt weiter durch G&auml;nge, T&uuml;ren. Als w&auml;re alles vorbereitet. F&uuml;r uns. Man erwartet uns. <br \/>ER erwartet uns. Verbundenheit?<br \/>Eine Kerze. Puppen darum. Kleine s&uuml;&szlig;e Lockenkopfige Puppen. Wie kleine Kinder&#8230;ausgehungerte kleine Kinder, die uns bittend ansehen, anflehen. Es IST gut, dass wir hier sind?<br \/>Ein Wispern. Mein Blut wallt. Unruhe. Ich sehe mich um. Dort sitzen-liegen Menschen? Schlafend? Wachend?<br \/>Meine Mutter f&uuml;hlt den Puls einer Toten. Fast proffessionell. Ganz der Vater.<br \/>Tot. Tot sind sie. Alle sieben. <br \/>SIEBEN!<br \/>Auch sie hatten keine Uhrkasten. Ich finde es gruselig. B&ouml;ser Grusel &#8211; kein sch&ouml;ner.<br \/>Ich muss diesen absurden Wahnsinn auf mich wirken lassen. Auf jeder Stirn steht feins&auml;uberlich:&nbsp; E-DI&Auml;T. <br \/>Darf ich es sagen?<br \/>ICH KANN ES NICHT MEHR LESEN!<br \/>Dann Schreie. Tic. Tic. Tic. Toc<br \/>Katinka nimmt mich an der Hand und zieht mich weg. Dankbar bin ich daf&uuml;r. Will nicht mehr sehen.<br \/>Ein Gang. Ein Raum. Eine T&uuml;r. Verschlossen. Klar oder?<br \/>Alektro. Hie&szlig; sie so? Von- nein- wie mein Blut. Dietricht rum. Ohne Erfolg. Wir brauchen eine Schl&uuml;ssel.<br \/>Tic.Tic.Tic.Tac. Ich h&ouml;re die Stimme hinter der T&uuml;r.<br \/>Tic. Erinnere mich. Tac. N&uuml;rnberg. Der Malk, der Malekin so f&uuml;rchtet. Andreas.<br \/>&ldquo;Andreas?&rdquo;<br \/>&ldquo;Heinzelm&auml;nnchen!Heinzelm&auml;nnchen!&rdquo;Dort hinter der T&uuml;r. Vergi&szlig; die Panik, Vergi&szlig; die Leichen&#8230;.dort braucht jemand Hilfe.. Wir m&uuml;ssen ihm helfen. Verbundenheit?<br \/>&ldquo;Der Schl&uuml;ssel, wo ist der Schl&uuml;ssel?&rdquo; Rufe ich. Keine Antwort. Mir wird das zuviel. <br \/>Was tun?<br \/>Er leidet und ich steh da.<br \/>Die anderen nicht. Ich folge meiner Mutter. Wir suchen die Schl&uuml;ssel&#8230;<br \/>Dann wechselt die Realit&auml;t in einen schwarz wei&szlig; Film.<br \/>Willkommen im Reich der lebenden Toten.<br \/>Ich vergesse ganz, dass ich selbst ja nicht mehr wirklich lebendig bin und k&ouml;nnt schreien. Die sieben Leichen haben sich erhoben und ich..wir&#8230;sehen und umgeben von &#8230;ZOMBIES? E-Di&auml;t Zombies mit aufgeschlitzen Kehlen.<br \/>Muss ich noch mitspielen? Ich m&ouml;chte lieber nach Hause gehen.<br \/>Aber Andreas.<br \/>Die Blicke der Toten liegen auf uns. Leidend.Bittend. Mich schmerzt es im Herzen. Warum sie f&uuml;rchten? Sie haben mein Mitleid verdient, denn der Schneemann hat sie gefressen.<br \/>Sie wollen von uns. <br \/>Aber ich kann ihre W&uuml;nsche nicht lesen. Verstehe ihre Sprache nicht.<br \/>Ob es hilft, wenn ich ihnen in die Augen sehe? Ob sie dann zu mir reden? Ob wir ihnen DANN helfen k&ouml;nnen? Ob sie uns vielleicht helfen k&ouml;nnen?<br \/>Aber der Schneemann muss sie drapiert haben. Vielleicht ist es eine Falle. Doch dieses Leid kann nicht gespielt sein und ganz tief in meinem Herzen erwacht das Bed&uuml;rfnis ihnen zu helfen. Und&#8230;die Erkenntnis wie..ich ihnen helfen k&ouml;nnte.<br \/>Nat&uuml;rlich. So klar. Ich bin zu schwach. Alleine bin ich zu schwach. Aber wir sind sieben&#8230;sieben vom Blut..das wie meines ist.<br \/>Welche Macht muss in unserem Blute liegen&#8230; Tiberius&rsquo; Worte. Und jetzt verstehe ich, warum wir so viele sind. Wir m&uuml;ssen uns verbinden!<br \/>Dann haben wir die Kraft&#8230;dann haben wir die Macht.<br \/>Wir m&uuml;ssen voneinander trinken. Uns gegenseitig st&auml;rken.<br \/>Nat&uuml;rlich. Es ist so einfach. Ich erz&auml;hle es. Einem nach dem anderen&#8230;und&#8230;wie soll es anders sein. Sie&#8230;verstehen mich.<br \/>Nur meine Mutter, sagt diese Worte:<br \/>&ldquo;Aber das ist doch Voulderie!&rdquo;<br \/>Na und??????? Wir geh&ouml;ren zusammen. Das ist anders. Versteht sie denn nicht?<br \/>Und w&auml;hrend sie Disskutieren, und irgendjemand einen Kelch sucht..gehe ich ein paar Schritte beiseite.<br \/>Voulderie&#8230;egal&#8230;aber etwas anderes l&auml;sst mich zweifeln. <br \/>Ich h&ouml;re meiner Mutter Stimme. Ein Malekin trinkt nur Malekin. Als sie mich schimpfte, wegen Thomasso. Und pl&ouml;tzlich bin ich mir unsicher. Kann es richtig sein? Soviel fremdes Blut in meinem? In unserem? Sie sind nur ..wie..nicht von unserem Blut.<br \/>Schon will ich zu Katinka gehen und ihr sagen, dass sie Recht hat und ich Unrecht. Dass diese Idee schlecht ist. Falsch. <br \/>Aber ihr Blick trifft meinen. Sie zweifelt nicht mehr. Und dass sie nicht mehr zweifelt..l&auml;sst mich sicher sein&#8230;es ist gut was wir tun.<br \/>Habe diesen Kelch in der Hand und ergreife ihr Handgelenk. Noch w&auml;hrend sie erkl&auml;rt, dass es unsere einzige M&ouml;glichkeit ist um an den Schl&uuml;ssel zu kommen&#8230; Durchdringe ich ihre Haut und ihr s&uuml;&szlig;es Inneres quillt hervor, um von mir aufgefangen zu werden. Sie tut es mir gleich und wir flie&szlig;en in den Kelch. Dann Georges? Josefa?? Ein jeder gibt seinen Teil.<br \/>Ein jeder hier im Raum.<br \/>Irgendwie ist alles durcheinander und ich habe das Gef&uuml;hl, ich bef&auml;nde mich auf einer satanistischen-super-sex-orgie. Unerlaubte aufregende Dinge. Der Geruch der in der Luft liegt, l&auml;sst mich mein Denken verlieren. So viel zu versuchen. So viel zu erleben ..zu schmecken.<br \/>Dann trinken wir voneinander. Sieben mal.<br \/>Verbundenheit!<br \/>Und jetzt verstehen wir. Jetzt sprechen sie zu uns die Toten. Kommen auf uns zu. Betteln.<br \/>Ein Tropfen Blut nur. F&uuml;r jeden von Ihnen ein Tropfen Blut.<br \/>Aber ich weigere mich.<br \/>Erst den Schl&uuml;ssel.<br \/>Ich werde nichts von mir geben, bevor sie mir nicht den Schl&uuml;ssel gegeben haben. Reine Panik spricht aus mir,denn ich habe das Gef&uuml;hl, dass etwas schief l&auml;uft.<br \/>Obwohl wir so viele sind, obwohl wir uns verbunden haben. Bin ich allein.<br \/>Vage bekomme ich mit. Dass wir schon tun. Dass sie alle schon geben&#8230;und mehr. Ich wage nicht hinzusehen. Dann steht dieser&#8230;&#8230;Mann? Vor mir. Diese Leiche. Diese verdammte E-Di&auml;t Leiche.<br \/>&ldquo;Nur ein Tropfen. Nur ein Tropfen.!&rdquo; Seine Stimme schmeichelt mir. Will mich locken.<br \/>Aber keiner der anderen hat geantwortet, nachdem sie bekamen, was sie wollten.<br \/>&ldquo;Erst den Schl&uuml;ssel!&rdquo; Es tut MIR weh, sein flehen abzuweisen. In meinem Kopf herrscht ein Irrsinn&#8230;Chaos&#8230;ich kenn und seh nichts und halt mich nur an diesen Gedanken.<br \/>Erst den Schl&uuml;ssel. Erst den Schl&uuml;ssel. Erst den Schl&uuml;ssel.<br \/>Doch sein Leid ist so gro&szlig;&#8230;.sein bitten&#8230;trifft mich&#8230;vergiftet mich. Ich will, dass das aufh&ouml;rt. Ich kann es nicht mehr ertragen. So beisse ich auf meinen Finger und male seine Lippen rot.<br \/>Dann ver&auml;ndert er sich.<br \/>Die Schrift auf seiner Stirn verschwindet&#8230;seine Kehle war niemals aufgeschlitzt&#8230;.er scheint&#8230;fast adrett&#8230;fast nett&#8230;.so lebendig..so wahnsinnig lebendig&#8230;und fast gl&uuml;cklich.<br \/>Schon will ich lachen, mich freuen&#8230;zufrieden, dass ich ihm helfen konnte. Ihn erl&ouml;sen. Egal der Schl&uuml;ssel. Endlich Ruhe.<br \/>&ldquo;Und jetzt&#8230;..&rdquo; Sagt er leise. &ldquo;&#8230; Bring es zu Ende!&rdquo;&nbsp; Dann legt er seinen Kopf beiseite&#8230;und seinen Hals frei. In einer absurden fast z&auml;rtlich wirkenden Geste.<br \/>Und ich schw&ouml;re bei allem was mir heilig ist. Noch niemals&#8230;NIEMALS&#8230;wollte ich weniger von einem Menschen trinken, als in diesem Moment.<br \/>Nein.<br \/>&ldquo;Das tu ich nicht!&rdquo;ist alles was ich sage. Dann wende ich mich ab&#8230;setzte mich auf die n&auml;chste Bank, verstecke meinen Kopf zwischen meinen H&auml;nden und wiege mich sanft hin und her.<br \/>Ich tu das nicht. Ich tu das nicht. Ich tu das nicht&#8230;immer wieder ..nur f&uuml;r mich..wie ein Mantra. DAS tu ich nicht. Niemals. Ich werde ihn nicht t&ouml;ten.<br \/>Die Stimmen um mich herum. Beschw&ouml;ren mich? Befehlen mich? Lullen mich ein. Nur &lsquo;meiner&rsquo; fehlt noch. Dann sind alle sieben erl&ouml;st. Niemand der mir das abnehmen kann.<br \/>Niemand der ihn f&uuml;r mich t&ouml;ten kann. <br \/>Denn ich tu es nicht. Ich werds nicht tun. Nie. Nie. Nie.<br \/>Euthanasie? Erl&ouml;sung?&nbsp; Egal welche Worte sie verwenden. MORD. Es ist Mord.<br \/>Er kniet zu meiner Rechten &#8230;sich darbietend und wenn ich nicht damit besch&auml;ftig w&auml;re, mein Mantra zu fl&uuml;stern w&uuml;rde ich ihn wegpr&uuml;geln, daf&uuml;r dass er mich verf&uuml;hren will.<br \/>Eine Stimme in meinem Innere fl&uuml;stert mir zu, dass ich nicht umhin komme, dass alles was mir taten umsonst war, wenn ich es nicht zu E N&nbsp; D E bringe. Dass alle umsonst get&ouml;tet haben, wenn ich es nicht auch mache. Dass&#8230;&#8230;&#8230;.hat sogar Katinka get&ouml;tet?<br \/>Ich muss aufblicken.<br \/>Er kniet neben mir. So nah. Und alle Anderen stehen herum.<br \/>Josefa ist fertig.<br \/>Georges ist fertig.<br \/>RalF ist fertig.<br \/>Jean ist fertig.<br \/>Alektro ist fertig.<br \/>Und Katinka?<br \/>Auch sie steht hier. Auch sie hat ihren Teil beigetragen.<br \/>Meine Lippen zittern. Mein Kopf ist leer. Alles in mir schreit danach &#8230;ihn zu erl&ouml;sen(t&ouml;ten).<br \/>Ich blicke Katinka an, wenn SIE es tat, muss es richtig sein?<\/p>\n<p>Dann dreht sich mein Kopf zu ihm&#8230;streckt sich meine Hand nach ihm&#8230;greift in sein Haar&#8230;zwingt sein Haupt beiseite&#8230;spannt seine Haut und ich schlage meine F&auml;nge in ihn, als wolle ich ihn daf&uuml;r bestrafen, dass er mir dieses abverlangt.<br \/>W&auml;hrend ich ihn trinke&#8230;.ihn t&ouml;te&#8230;fl&uuml;stert er, nach was wir alle gieren&#8230;.des Schl&uuml;ssels Versteck&#8230;im roten Buch vom Blute.<br \/>Ruhe.<br \/>Ich habe get&ouml;tet.<br \/>Anna schl&auml;gt auf mich ein, beschimpft mich und ich spucke seine Reste aus. Angewidert.<br \/>Nein, dass wollte ich nicht.<br \/>&ldquo;Jetzt bist du mehr Wolf!&rdquo; Fl&uuml;stert RalF und ich zerbreche daran.<br \/>JA. Dreh den Dolch nochmal herum. Ich sp&uuml;rs noch nicht richtig.<br \/>Sie verfl&uuml;chtigen sich&#8230;weiter &#8230;den Schl&uuml;ssel suchend und findend.<br \/>Nur ich sitze da und betrachte unseren Erfolg. Sieben Leichen liegen dar am Boden. Eine f&uuml;r jeden. Tr&auml;nen laufen &uuml;ber meine Wangen.<br \/>Ich wollts doch nicht. Ich wollt nich t&ouml;ten.<br \/>(Get&ouml;tet hast du. M&ouml;rder. M&Ouml;RDER! Du hast mich umgebracht!)<br \/>Und Katinka steht zwischen ihnen. Sieht sich um. Verzweifelt. Umringt von den toten Leibern.<br \/>&ldquo;Man darf nicht &uuml;ber Leichen steigen&rdquo; murmelt sie. &ldquo; Was soll ich tun? Was soll ich denn jetzt tun?&rdquo; <br \/>Ich will schreien. Es scheint mir alles so falsch. Ich bin vergiftet. <br \/>Ich w&uuml;rde ihr so gern helfen, ihr den Weg frei r&auml;umen. Sie retten. Meine Liebste aus dem schwarzen Turm befreien&#8230;aber ich kann immer nur daran denken, wie ich nach ihm greife und ihn t&ouml;te t&ouml;te t&ouml;te.<br \/>Verkrampftes Herz. Verdammter Schmerz.<br \/>Schlie&szlig;lich ist sie es, die ihren inneren Kampf gewinnt. Aus dem Turm flieht und mich rettet. Ihre Hand schlie&szlig;t sich um meine und zieht mich hoch.<br \/>&ldquo; Sie waren schon tot. Wir haben sie erl&ouml;st!&rdquo;fl&uuml;stert sie mir zu.<br \/>&ldquo;Get&ouml;tet!&rdquo; Meine Worte klingen kalt..voller Abscheu f&uuml;r mich selbst und ich wei&szlig;, dass sie ihr weh tun. Weil sie wei&szlig;, dass ich Recht habe&#8230;und dass es sie schmerzt&#8230;l&auml;sst mich ihr folgen&#8230;weil wir eins sind&#8230; Weil sie f&uuml;hlt wie ich&#8230;weil sie wei&szlig;, was wir getan haben&#8230;weil sie mit-leidet.<br \/>Ich folge ihr, wie in einem Traum&#8230;durch den Raum (sieh nur wie sie da liegen&#8230;&#8230;eure erl&ouml;sten!) &#8230;durch die T&uuml;r&#8230;.den Gang&#8230;.(Tier das du bist&#8230;)&#8230;ein anderer Raum&#8230;die T&uuml;r, die nicht mehr verschlossen ist&#8230;.(M&ouml;rder!)..die Treppen hinab in den Keller!<\/p>\n<p>Tic.Tic.Toc.<br \/>&ldquo;Heinzelm&auml;nnchen. Heinzelm&auml;nnchen! Heinzes M&auml;nnchen!&rdquo;<br \/>Es ist alles so seltsam langsam, was um mich herum geschieht. Kann mich Katinka noch lieben, wo ich doch get&ouml;tet habe? Am Ende des Zimmers liegt Andreas. An dieses Bett fixiert und tict sich die Seele aus dem Leib. Wenn sich jemand n&auml;hert wird es nur noch schlimmer. Sie kennen ihn nicht. Er schreit und schl&auml;gt sich den Kopf gegen die Wand. Immer und Immer wieder. Ich will mitmachen. Bis dass mein Kopf platzt!<br \/>Dann eile ich zu ihm&#8230;..um ihn zu retten. So mag es f&uuml;r die anderen aussehen. In Wahrheit&#8230;sitzte ich an seinem Bett und halte ihn fest&#8230;weil er der einzige ist, der mich noch anders in Erinnerung hat. Sein Bild von mir muss mich heilen.Seine Fesseln sind schnell gel&ouml;st.<br \/>&ldquo;Heinzes M&auml;nnchen! Er kommt&#8230;.er KOMMT!&rdquo; Seine Stimme &uuml;berschl&auml;gt sich und hinterl&auml;sst Panik im Raum. Mir ist es egal. Ich will dich befreien. Befrei du mich&#8230;.(vom M&ouml;rder sein?) <br \/>Seine Medizin&#8230;er braucht seine Medizin, aber obwohl Katinka zu wissen scheint, wo sie ist, kann sie sich nicht aufraffen den Keller zu verlassen.<br \/>Da ist noch eine T&uuml;re die wir nicht ge&ouml;ffnet&#8230;nicht durch schritten haben.<br \/>Josefa tuts.<br \/>&ldquo;Gustav?&rdquo; Sind ihr Worte und sie verschwindet im Dahinter.<br \/>Ich sollte ergriffen sein. Aber &#8230;..<br \/>Dann klammere ich mich wieder an Katinka&#8230;sie an mich. Auch wir m&uuml;ssen dorthin. Zusammen bleiben. Damit er uns nicht findet.<\/p>\n<p>Das Szenario&#8230;w&auml;re r&uuml;hrig, wenn ich gerade denn Sinn daf&uuml;r h&auml;tte. Aber ich habe nur Sinn f&uuml;r Katinka, sie h&auml;lt mich, sie st&uuml;tzt mich.<br \/>Ein&nbsp; Mann in Ketten an die Wand gefesselt&#8230;.befreit&#8230;.h&auml;lt Josefa und Georges im Arm&#8230;sch&uuml;tzend. Gustav Adalbert Heinze. Ihr Vater&#8230;.Erschaffer. Beide haben sie nach ihm gesucht. So lange Zeit schon. Und endlich gefunden. Jetzt ist alles gut. Jetzt k&ouml;nnen wir gehen und mit unseren eigenen D&auml;monen k&auml;mpfen.<br \/>Ich glaube, es ist Alektro, die uns nach draussen f&uuml;hren will&#8230;mit ihrem Schwert voran.<br \/>Ich glaube, es ist Alektro, die markersch&uuml;tternd schreit&#8230;und zur&uuml;ckweicht, als h&auml;tte sie den Teufel gesehen.<br \/>Aber der Teufel ists nicht&#8230;.der Schneemann ists&#8230;.der in der T&uuml;r steht.<br \/>Ein gro&szlig;er Mann, <br \/>So wei&szlig; wie Schnee&#8230;mit spitzen Z&auml;hnen und schwarzen Kn&ouml;pfen an seinem Kittel.<br \/>Eiszeit.<br \/>Er befiehlt uns unsere Waffen zu senken und wir k&ouml;nnen nicht dagegen an.<br \/>Und das v&ouml;llig absurde ist&#8230;&#8230;obwohl ich eine G&auml;nsehaut bekomme&#8230;und ich mich f&uuml;rchte&#8230;finde ich ihn&#8230;&#8230;sympathisch? Es ist nicht&#8230;wie ich&#8230;.RalF sympathisch finde&#8230;oder Frau Damiroff&#8230;.es ist mehr&#8230;.die Zuneigung, die man f&uuml;r ein verirrtes Schaf empfindet&#8230;ein hilfloses kleines Schaf, dass doch nur einfach keinen hat&#8230;darum muss ich ihn&#8230;irgendwie&#8230;m&ouml;gen.<br \/>Hand in Hand&#8230;beobachten wir&#8230;.lauschen wir.<br \/>ER war es, der uns rief. Der Schneemann. Uns sieben. Seine Kinder sollen wir werden. Er unser Vater. Er will doch nur eine Familie. Mehr nicht.<br \/>Der verloren gegangene Bruder.<br \/>Sohn von Heinze. Heinzes M&auml;nnchen..nein?<br \/>Josefa ist diejenige, die tut, was ich nicht tun k&ouml;nnte&#8230;sie spricht mit dem Schneemann&#8230;zu ihm&#8230;.ihm zu helfen&#8230;auf dass nicht noch mehr sterben. Sie h&auml;tte doch schon einen Vater&#8230;so wie er einen Vater habe. Und w&auml;hrend sie spricht, geht sie auf ihn zu&#8230;.doch er zwingt sie zur&uuml;ck&#8230;.seine Worte die ihr befehlen sind so m&auml;chtig, dass sie uns alle zur&uuml;ckweichen lassen.<br \/>Warum sie ihn nicht lieben? Warum sie nicht wollen, dass er ihr Vater w&uuml;rde?<br \/>Seine Gestalt wiegt sacht hin und her&#8230;und seine Stimme klingt so verletztlich..so weich&#8230;ein armes Kind.<br \/>Er will doch nur eine Familie.<br \/>&ldquo; Ich will eine Familie&#8230;&rdquo;<br \/>Und Gustav l&ouml;st sich von seinen Kindern und geht mit offenen Armen auf den Schneemann zu&#8230;ganz langsam&#8230;Schritt f&uuml;r Schritt.<br \/>&ldquo;Ich bin deine Familie. Ich bin dein Vater.&rdquo;<br \/>&ldquo;Papa?&rdquo; So leise. So hoffnungsvoll. Kann der Schneemann nur ein verirrtes Schaf sein? Hilfesuchend? <br \/>Sie fassen einander an den H&auml;nden, und fast glaube ich&#8230;es ist durchgestanden, wir &uuml;berleben&#8230;da tut es ein grauenhaftes Ger&auml;usch&#8230;Gustavs Arm&#8230;er bricht&#8230;und er schreit schmerzerf&uuml;llt auf&#8230;weicht zur&uuml;ck.<br \/>Nein ein Schaf, dass bist du nicht.<br \/>Wie kann er seinem eigenen Vater weh tun?<br \/>Wie verdreht muss es in seinem Kopf sein?<br \/>Wieder dr&auml;ngen wir auf ihn ein.<br \/>Josefa und Georges vorraus.<br \/>Und wieder schl&auml;gt er uns mit WORTEN zur&uuml;ck.<br \/>Wir sind nichts im Vergleich zu ihm.<br \/>Sterben werden wir (verdient hast dus)<br \/>&ldquo; Ihr werdet meine Kinder&#8230;wir werden eine gro&szlig;e sch&ouml;ne Familie!&rdquo; Dieser schleichende Fanatismus in seiner Stimme macht mich widerwillig. Ich habe eine Familie!<\/p>\n<p>&ldquo;Was ist mit Vergi&szlig;meinnicht. Das ist dein Kind. Ist sie nichts?&rdquo; S&auml;uselt Josefa. <br \/>&ldquo;Sie ist nichts&#8230;sie ist nur Dreck.&rdquo; Dann kichert er&#8230;.und sein Blick entr&uuml;ckt ein wenig.<br \/>&ldquo;Vergi&szlig;meinnicht. Meine Tochter&#8230;h&ouml;rst du mich? Ja&#8230;.ja&#8230;.nimm das Streichholz&#8230;und entz&uuml;nde&#8230;.womit du dich begossen hast&#8230;.ja&#8230;.&rdquo; Er gluckst und kichert und mir wird klar..dass er seinem eigenen Kind den Tod befohlen hat.<br \/>So kalt kann nur ein Schneemann sein.<br \/>&ldquo;Sie ist nichts&#8230;.jetzt ist der Weg frei&#8230;frei f&uuml;r euch!&rdquo;<\/p>\n<p>Gustav will einschreiten. Auch er ist m&auml;chtig. Oder? Doch er wird auf die Knie gezwungen&#8230;sein Haupt vor seinem Sohn beugend.Der zu ihm kommt&#8230;ich streichelt&#8230;und dr&uuml;ckt&#8230;dann eine Spritze in seines Vaters Nacken ansetzt und injiziert.<br \/>Ach du die Natter an meiner Brust.<br \/>Gustav f&auml;llt nach vorne um&#8230;sein R&uuml;ckemark l&ouml;st sich vor unseren Augen auf&#8230;dann steht er nimmermehr auf. Nie wieder.S&auml;ure.<br \/>Wortlos. Empfindungslos. Wenn Katinka st&uuml;rbe. Ich krall mich an sie und erwarte irgendwie&#8230;dass Josefa und Georges austicken. Losgehen. Aber beide wirken nur&#8230;kraftlos&#8230;unwillig..sich weiter zu wiedersetzten.<br \/>&ldquo;Jetzt ist er tot. Jetzt kann ich euer Vater sein. Wollt ihr jetzt meine Kinder sein?Georges, du bist mir schon so &auml;hnlich. Komm zu mir!&rdquo;<br \/>Ich kann nicht lesen, was in den beiden vorgeht. Josefa versucht ein weiteres mal zu ihm zu gehen.<br \/>&ldquo;Geh weg!&rdquo; Verlangt er.<br \/>&ldquo;Aber wie soll ich dich lieb haben, wenn du mir nicht gestattest dir nah zu sein&#8230;wenn ich dich nicht in den Arm nehmen darf&#8230;.wie sollen wir dann eine Familie sein?&rdquo; Ihre Stimme ist die der Sirenen.<br \/>Aber der Schneemann traut ihr nicht.<br \/>&ldquo; Wollt ihr denn meine Kinder sein?&#8230;Jetzt ist Vater tot. Ich werd euer Vater. Erst Georges, da ist es leicht&#8230;er ist mir nah..dann &#8230;dann du Josefa&#8230;und dann..dann holen wir uns Argus&#8230;.ja..ich hol mir zur&uuml;ck, was mir geh&ouml;rt..und dann die beiden da hinten..und dann..die&#8230;die beiden Malekin-Huren!&rdquo;<br \/>Ich glaube zu h&ouml;ren, wie Josefa und Georges auf den Schneemann einreden&#8230;wir wollen deine Kinder sein&#8230;wir wollen deine Familie sein..und ich bef&uuml;rchte schon fast&#8230;er zwingt sie ihm zu Willen zu sein. Auch wenn ich nicht verstehe, was er davon hat&#8230;.aber als er uns Malekin Huren nennt, brennt die Wut in mir hoch.<br \/>Was wei&szlig; er denn.. Katinka bebt vor Zorn&#8230;as I do.<br \/>&ldquo;Dem zeigen wir, was es heisst, eine Malekin Hure zu sein!&rdquo; Ich bin mir nicht sicher ob sie es nur denkt oder mir auch zufl&uuml;ster&#8230;aber wir sind uns einig.<br \/>Hand in Hand, l&ouml;se wir uns von der Wand und schleichen&#8230;tanzen auf den Schneemann zu. Zusammen werden wir ihn fressen, er darf nicht beschmutzen was uns heilig ist. <br \/>Doch wir kommen nicht weit&#8230;und es ist nicht der Schneemann der uns aufh&auml;lt, sonder Josefa und Georges&#8230;die uns zur&uuml;ckdr&auml;ngen&#8230;ihren Vater sch&uuml;tzen. Ich bin verwirrt..und als es scheint..dass wir einandern loslassen m&uuml;ssen. Lassen wir unseren Plan fallen und dr&auml;ngen uns wieder zusammen an die Wand. <br \/>Wenn er Josefa und Georges hat, dann kriegt er auch den Rest.<br \/>Dann sind wir tot, denn wenn wir nicht mehr Malekin sind&#8230;sind wir nur tot.<br \/>So h&ouml;re ich auf auf die Dinge hinter mir zu achten&#8230;.und achte nur noch auf Katinka&#8230;h&ouml;re ihr zu..spreche zu ihr. Alles andere ist unwichtig.<\/p>\n<p>Hinter meinem R&uuml;cken.<br \/>Die neue Familie umarmt sich. H&auml;lt sich fest. Dr&uuml;ckt sich aneinander.<br \/>Dann ein unterdr&uuml;cktes Keuchen.<br \/>Ich wirbel herum.<br \/>Der Schneemann torkelt.<br \/>Georges hat ihm einen Pflock ins Herz getrieben. Von Hinten. Aber er ist zu schwach und&#8230;.Josefa legt noch einen drauf.<br \/>Doch er f&auml;llt nicht um&#8230;weigert sich..klammert sich&#8230;f&auml;llt zur&uuml;ck..uns entgegen. Ich erstarre und sehe&#8230;fast ungl&auml;ubig zu&#8230;wie Josefa einen neuen Pflock ansetzt&#8230;von vorne&#8230;und mit..einer Flasche?&#8230;zuschl&auml;gt..und zu schl&auml;gt und zuschl&auml;gt&#8230;bis er steckt&#8230;der Pflock.<br \/>Vorbei ist es nicht, so leicht l&auml;sst sich der Schneemann nicht fassen. <br \/>Wisst ihr nicht WIE m&auml;chtig er ist?<br \/>Georges&#8230;wirbelt rum&#8230;ich sehe in seinen Augen..dass sich etwas ver&auml;ndert hat&#8230;und er versucht den Pflock zu rauben&#8230;.und w&auml;hrend sie ihn davon abhalten&#8230;.muss ich mich niederknien&#8230;des Schneemanns Gesicht betrachten..und&#8230;.diesen h&auml;sslichen Pflock aus seinem Herzen ziehen&#8230;doch Katinka zieht mich weg&#8230;.ich glaube&#8230;mehr aus sorge um mich..als dass sie erahnte was ich tun wollte&#8230;<br \/>Josef greift das Schwert von Alektro&#8230;.legt es &uuml;ber des Schneemanns Hals..und als Jean&#8230;.schnell und kr&auml;ftig genug ist&#8230;.dem Ruf zu folgen&#8230;und den Pflock an sich zu nehmen&#8230;.<br \/>K&ouml;pft sich der Schneemann selbst&#8230;als er sich erhebt und das Schwert dabei im Weg ist.<br \/>Ashes to Ashes.<br \/>Jetzt&#8230;..ist es vorbei.<br \/>&nbsp;<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>30.05.2003 &nbsp; Vergewaltigung.Das ist das einzige Wort das mir dazu einf&auml;llt. 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