{"id":170,"date":"2007-02-12T20:54:58","date_gmt":"2007-02-12T20:54:58","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/?p=170"},"modified":"2011-12-28T17:29:53","modified_gmt":"2011-12-28T17:29:53","slug":"coh-something-i-can-never-have-part-i","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/?p=170","title":{"rendered":"COH &#8211; Something i can never have  Part I"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">&bdquo;Was guckst du so melancholisch?&ldquo; fragte Syra leise und tat einen Schritt auf den gro&szlig;en Eisklotz zu. Dieser stand am Rand der Klippe und blickte in das Wasser. Sie waren nun schon den f&uuml;nften Tag in Folge hinter dem Damm der Faultlines. Dort wo Arachnos noch die &Uuml;berhand inne hielt. <br \/>F&uuml;nf Tage in denen sie nichts anderes getan hatten als k&auml;mpfen, schlafen, Wache halten, k&auml;mpfen, schlafen..<br \/>Jetzt waren es Cold Crusher und Syra Green die Wache hielten, w&auml;hrend der Rest schlief. Ansich geh&ouml;rte Syra nicht zu Havocs Team, sie war noch jung und sollte ihre Zeit der Schule widmen, anstatt ihr Leben in Gefahr zu bringen. Doch als sie erfahren hatte, das seine Leute zu diesem Einsatz ohne Heilf&auml;hige Unterst&uuml;tzung losziehen wollte, lies sie nicht mehr locker und Havoc ahnte, dass es mehr Aufwand machen w&uuml;rde, Syra von diesem Vorhaben abzubringen, als die Faults im Ganzen zu reinigen. Schlussendlich, war ihm auch wohler bei dem Gedanken &ndash; er hatte Syra als f&auml;hige Heldin und gewissenhafte Heilerin kennen gelernt. Wenn auch das heilen nicht ihr haupts&auml;chliches Talent war, gab sie eine wertvolle Unterst&uuml;tzung ab.<br \/>&bdquo; Hm.&ldquo; brummte Cold und zog seine Schultern hoch, bis ihm wieder einfiel, das Syra das vermutlich nicht bemerken w&uuml;rde. Diese sprang leichtf&uuml;&szlig;ig &uuml;ber einen kleinen Graben um neben ihm zum stehen zu kommen.<br \/>Kurz durchzuckte es ihn, als sie an dem Abgrund lang tanzte, den sie vermutlich gar nicht sah &ndash; doch dann beruhigte er sich mit dem Gedanken, dass sie schon bei mehr als nur einer Gelegenheit bewiesen hatte, die Welt um sich herum auf ihre ganz eigene Weise wahrnehmen zu k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Kurzes schweigen, dann griff sie nach dem Helm ihres Schutzanzuges und zog ihn ab. Keine Bandage, kein Stacheldraht &ndash; nur langes gr&uuml;nes Haar, geschlossene Augen und ihr L&auml;cheln.<br \/>&bdquo;Hm?&ldquo; fragte sie nach und lies nicht locker.<br \/>&bdquo;Woher willst du wissen ob ich melancholisch drein seh&#8230;&ldquo;murmelte er. Einerseits f&uuml;hlte er sich bei seinen Gedanken ertappt, Andererseits wollte er Syra nicht daf&uuml;r anpampen, dass sie auf ihn einging.<br \/>Ihr Blick w&auml;re jetzt bestimmt nekisch, aber ihre Augen blieben eisern geschlossen als sie sich ihm zuwandte und so arg l&auml;chelte, dass ihre Nase sich kr&auml;uselte.<br \/>&bdquo;..ich wei&szlig; ja, dass du ein cooler Typ bist&#8230;&ldquo; begann sie und weil sie es so locker betonte, wie sie es betonte, musste auch er l&auml;cheln, obwohl es ihn bisweilen bis ins Mark traf&#8230;.cool zu sein. Syra sprach indess unbeirrt weiter. &bdquo;&#8230;aber in den letzten 10 Minuten ist die Temperatur um dich herum bestimmt noch 4 Grad gefallen&#8230;&ldquo;<br \/>Cold sah sie einen Augenblick verst&auml;ndnislos an, dann sch&uuml;ttelte er seinen Kopf.<br \/>&bdquo;..das ist jetzt nicht dein Ernst?&ldquo;<br \/>Syra kichert vergn&uuml;gt.<br \/>&bdquo;Ne&#8230;&ldquo; erwiderte sie.&ldquo;..du hast geseufzt&#8230;&ldquo;<br \/>Wieder schwiegen beide, dann ert&ouml;nte ein weiteres leises..<br \/>&bdquo;..Hm..&ldquo; von dem Eistank.<\/p>\n<p>Syra plazierte ihren Helm taktisch auf dem Boden. Gr&uuml;n. Gr&uuml;n wie ihr Anzug. Gr&uuml;n wie ihr Haar. Eines Nachts hatte sie ihm davon erz&auml;hlt, dass ihr Vater sie liebevoll Greeny genannt hatte, danach hatte sie geweint und Cold&nbsp; hatte sich hilflos gef&uuml;hlt, weil er sie nicht einmal in den Arm nehmen konnte zum tr&ouml;sten.<br \/>Aber auch das lag schon ein Weilchen zur&uuml;ck. <br \/>Sie tat es ihm nach und blickte scheinbar in den Abgrund, so standen sie eine ganze Weile, bis er schlie&szlig;lich doch mit der Sprach rausr&uuml;ckte.<br \/>&bdquo;..es ist nichts wichtiges&#8230;.ich hock hier nur im Nirgendwo, hab Leistungspellets gefr&uuml;hst&uuml;ckt, das Wetter ist bescheiden und ein Ende des Ganzen ist nicht abzusehen&#8230;&ldquo;<br \/>W&auml;hrend er sprach, wandte Syra sich ihm wieder zu, ohne ihm ins Wort zu fallen.<br \/>&bdquo;&#8230;es ist ja auch das was ich tun will, aber heute..&ldquo; Ein erneuter Seufzer verlie&szlig; seine Lippen und seine Zuh&ouml;rerin stellte ihren Kopf schr&auml;g. &bdquo;&#8230;.ich hab Geburtstag und im Vergleich zu all dem hier ist das l&auml;cherlich unwichtig&#8230;&ldquo; Seine Schulter zuckten ein weiteres Mal nach oben.<\/p>\n<p>F&uuml;r einen Moment sah es aus, als w&uuml;rde Syra vor lauter &Uuml;berraschung die Augen &ouml;ffnen, statt dessen presste sie diese fest zusammen und begann &uuml;ber das ganze Gesicht zu grinsen.<br \/>&bdquo;Oh mein Gott , du hast Geburtstag?&ldquo; rief sie aus und klang im Gegensatz zu Cold restlos begeistert ob diesem Umstands.<br \/>&bdquo;&#8230;Hm..&ldquo;brummte Cold, noch ein wenig d&uuml;sterer, aber zustimmend. Er wollte es eigentlich niemanden auf die Nase binden, andererseits&#8230;<br \/>&bdquo; Oh dann lass mich dir gratulieren&#8230;&ldquo; wann immer sie sich freute wurde ihre Stimme eine schlappe Oktave h&ouml;her, alle zogen Syra damit auf, wenn auch auf liebevolle Art. Einmal h&uuml;pfte sie auf der Stelle und erinnerte ihn einmal mehr daran wie jung sie noch war, dann ein Schritt in seine Richtung, noch einer und ihre rechte Hand die sich nach ihm strecke.<br \/>Mit einem Schlag wich all das Vergn&uuml;gen, dass sie ihm gerade erst aufgedr&auml;ngte hatte aus seinen Knochen und seine Stimme klang sehr ernst.<br \/>&bdquo;Nicht.!&ldquo; warnte er sie und tat selbst einen Schritt r&uuml;ckw&auml;rts.<br \/>Dancing on the Edge.<br \/>Syra hielt in ihrem Tun inne und er sah wie sie lauschte, als vermutete sie, er habe jemand geh&ouml;rt. Jemand der vielleicht angreifen w&uuml;rde. Doch sie konnte niemanden ausser Cold in ihrer N&auml;he ausmachen, so legte sich ihre Stirn in Falten und sch&uuml;ttelte fragend ihren Kopf.<br \/>&bdquo;&#8230;was nicht?&ldquo;<br \/>&bdquo;&#8230;Du wolltest mich ber&uuml;hren, du sollst mich aber nicht ber&uuml;hren&#8230;&ldquo;antwortete er knapp.<br \/>&bdquo;&#8230;ach Cold&#8230;.&ldquo; erwiderte sie leiser, vollendete den einen Schritt und stand so vielleicht einen weiteren von ihm entfernt. Ihre Arme hingen tatenlos an ihrer Seite und sie l&auml;chelte milde in seine Richtung.<br \/>&bdquo;Nein.&ldquo;<br \/>Wieder zog sich ihre Stirn zusammen, diesmal etwas &auml;rgerlich.<br \/>&bdquo;&#8230;ich werde doch wohl einem Freund zu seinem Geburtstag einen Kuss geben d&uuml;rfen&#8230;&ldquo; erkl&auml;rte sie w&auml;hrend sie ihre Arme hob, als ob das gestikulieren ihre Argumentation verst&auml;rken w&uuml;rde &#8211;&nbsp; in ihrer Stimme lag dieser Hauch von zickiger Unterton, den viele Teenager inne hatten. Oder auch erwachsene Frauen. Er &uuml;berh&ouml;rte den Ton v&ouml;llig, weil er f&uuml;r eine Tagtraumsekunde ihren Worten erlag.<br \/>Einem Freund.<br \/>Einen Kuss.<br \/>Seine Augen schlossen sich und wieder sch&uuml;ttelte er seinen Kopf.<br \/>Diesmal jedoch klang seine Stimme sanfter.<br \/>&bdquo;Tut mir leid Syra&#8230;.das geht nicht..du wei&szlig;t doch&#8230;.ich bin eben ein cooler Typ..&ldquo;<br \/>Er lachte &ndash; doch es wurde rauher, als er beabsichtigt hatte und f&uuml;r seinen Geschmack klang es deutlich zu schmerzlich.<br \/>Und ihr war es nicht entgangen, Nat&uuml;rlich nicht. Was sie nicht zu sehen vermochte glich sie zur Gen&uuml;ge mit Anderen Antennen aus. Ihre Lippen sch&uuml;rzten sich schmerzlich mitf&uuml;hlend.<br \/>&bdquo;Du k&ouml;nntest mir ruhig etwas Vertrauen entgegen bringen&#8230;&ldquo;forderte sie leise.<br \/>&bdquo;&#8230;ich vertrau dir doch &#8230;.&ldquo; erwiderte und w&uuml;nschte sich, sie w&uuml;rde aufh&ouml;ren ihn um etwas zu bitten, was ihm so schwer fiel abzulehnen. &bdquo; &#8230;aber..&ldquo;<br \/>&bdquo;&#8230;aber du kannst nicht glauben, dass ich genug Energie, genug W&auml;rme f&uuml;r uns beide habe?&ldquo; fiel sie ihm ins Wort.<br \/>Genug f&uuml;r uns.<br \/>Genug f&uuml;r Beide.<br \/>Sie hatte &#39;uns&#39; gesagt.<br \/>F&uuml;r einen absurden Augenblick &uuml;berlegte er, ob sie ihn mit Absicht qu&auml;lte. Oder ob er vielleicht dem Alptraum einer Blutwitwe erlegen war.<br \/>&bdquo;&#8230;nein..aber&#8230;&ldquo; setzte er abermals zur Verteidigung an. In einem Teil seines Hinterkopfes sa&szlig; ein Mann und lachte sich schlapp. Cold stellte sich ohne Z&ouml;gern, ohne Furcht in die feindlichen Reihen und hielt sie unter seiner Kontrolle. Er konnte Pr&uuml;gel einstecken wie kein Zweiter und es gab schon manchen Moment in dem er einem deutlich st&auml;rkeren Gegner frech ins Gesicht lachte, weil er wusste, weil er wusste, dass er die Kontrolle behalten w&uuml;rde.<br \/>Aber niemand.<br \/>Kein Kampftrainig und keine Mutation der Welt machten einen Immun gegen das Bitten einer Frau und so lie&szlig; er sich wieder von ihr das Wort klaun.<br \/>&bdquo;&#8230;..aber..?&ldquo; fragte sie leise nach, noch bevor er weiter sprechen konnte und irgendwie versagten ihm bei ihrem fast verletz anmutenden Ton die Argumente.<br \/>Sie wusste schlie&szlig;lich, wer und was er war.<br \/>Sie hatte oft genug gesehen, was mit jenen geschah, die ihm zu Nahe kamen.<br \/>&bdquo;..Greeny..&ldquo; antwortete er nur leise, fast hilflos und dass er sie bei ihrem Kosenamen nannte lies sie schlucken.<br \/>&bdquo;&#8230;vertrau mir doch&#8230;&ldquo;hauchte sie&nbsp;&nbsp; und biss sich auf die Unterlippe. Und das war es, was er wollte. Er wollte ihr glauben, er wollte ihre Sicherheit , ihre Zuversicht teilen. Er wollte diese Stimme in seinem Kopf zum schweigen bringen, die ihm unabl&auml;ssig erz&auml;hlte, dass Syra einfach nur erfrieren w&uuml;rde, in Sekundenbruchteilen. So wie jeder Andere auch, der ihm zu Nahe kam. Und Syra war ganz gewiss einer jener Menschen, denen er im Leben nie etwas antun wollte.<br \/>K&auml;me sie ihm zu Nahe, w&uuml;rde er das bl&uuml;hende Leben, ihr Lachen, all das wundervolle an ihr mit seiner K&auml;lte ersticken. Der Gedanke allein versetzte ihm einen Stich.<br \/>Einem Freund.<br \/>Ein Kuss.<br \/>Uns.<br \/>Es stach ihn, sich vorzustellen &uuml;berhaupt jemanden nah zu sein.<br \/>Es stach ihn, sich vorzustellen ihr nah zu sein.<br \/>Alles sinnlos.<br \/>&bdquo;&#8230;.bitte&#8230;vertrau mir&#8230;&ldquo;wiederholte sie fast zu leise und er glaubte in ihrer Stimme etwas zu h&ouml;ren, was danach klang, als w&uuml;nschte auch sie sich, ihm nur einmal nah zu sein.<br \/>Er sch&uuml;ttelte seinen Kopf. Diese Nacht machte ihn melancholisch.<br \/>Er uns Syra waren Freunde, mehr nicht.<br \/>Schmerzlich genug, einem Freund nicht nah sein zu k&ouml;nnen.<br \/>&bdquo;&#8230;vertrau mir..&ldquo; hatte sie es nochmal ausgesprochen oder hatte er das nur in seinem Kopf geh&ouml;rt?<br \/>Cold betrachtete sie.<br \/>Ihr vertrauen. Ihre Worte klangen in seinen Gedanken nach, als wollten sie ihm umgarnen, bet&ouml;ren. Wie sie so dastand. Wortlos um eine Chance bittend. Sie bat um etwas, dass er sich von Herzen w&uuml;nschte. W&auml;hrend er sie so ansah, begann sich sein Denken zu teilen. Im Hintergrund wetterte die Vernunft, das Gewissen.<br \/>An der Oberfl&auml;che schwammen Bilder von ihr. Sie war jung, aber kein Kind mehr. Er hatte mehr als einmal gesehen, wie M&auml;nner, doppelt so hoch und doppelt so breit wie sie, &auml;ngstlich schlotternd vor ihr auf die Knie gingen&#8230;ohne dass sie auch nur ein Wort gesprochen oder einen Finger bewegt hatte. Ein zwei Kleinigkeiten aus ihrer Vergangenheit. Syras Potential war ihre Gedankenwelt. Manchmal schien es ihm absurd, dass diese junge Frau eine Horde an B&ouml;sewichten mit einem Gedanken vollkommen l&auml;hmte, vielleicht&#8230;vielleicht untersch&auml;tze er sie wirklich. Vielleicht vertraute er ihr wirklich nicht genug. Vielleicht war sie diejenige, die Kraft ihrer Gedanken dazu in der Lage war, sich vor seiner K&auml;lte zu sch&uuml;tzen. Geist &uuml;ber K&ouml;rper?<br \/>Vielleicht war sie diejenige, die ihm nah sein konnte?<br \/>In aller Freundschaft?<br \/>Karusell im Kopf. <br \/>Eigentlich war er nicht konservativ. Einen neuen Weg zu gehen war nie verkehrt. Nur in dieser einen Sache?<br \/>Doch er f&uuml;hlte wie sich die Waage auf ihre Seite kippte. F&uuml;r einen Moment dachte er sogar dar&uuml;ber nach, ob sie vielleicht in seinen Kopf gekrochen war um seinen Widerstand in aller Liebe dahin schmelzen zu lassen. Wer wei&szlig; schon, ob sie dazu nicht in der Lage w&auml;re.<br \/>Sein Blick glitt pr&uuml;fend &uuml;ber sie hinweg &ndash; der kurz ansteigende Puls lies ihn wissen, dass sie ihn nicht manipuliert. <br \/>Es war sein Wunsch, nach menschlicher N&auml;he die seine Bedenken langsam aber sicher verdr&auml;ngten..nein..bet&auml;ubten.<br \/>Vielleicht auch der Wunsch nach ihrer N&auml;&#8230;<br \/>Abermals sch&uuml;ttelte er den Kopf, nur ganz leicht, nur f&uuml;r sich.<br \/>Er mochte Syra und sie mochte ihn. <br \/>Das wussten beide und er hatte sich nie dar&uuml;ber Gedanken gemacht, ob es vielleicht mehr war, als nur &#39;m&ouml;gen&#39;. Denn selbst wenn es so w&auml;re, h&uuml;lfe es ihm nichts.<br \/>Was n&uuml;tzt die Liebe in Gedanken, wenn seine K&auml;lte ohnehin immer zwischen ihm &ndash; und jedem Anderen Menschen stehen w&uuml;rde.<br \/>Sein Blick verblieb auf ihr und er schluckte.<br \/>Kein Wort war &uuml;ber seine Lippen gedrungen. Und dennoch zeichnete sich ein sanftes L&auml;cheln auf ihre Z&uuml;ge, als h&ouml;rte sie an seinem Schweigen, dass er f&uuml;r diese Momente aufgegeben hatte..nein&#8230;ergeben in ihre Zuversicht. <br \/>Im Vertrauen in ihre F&auml;higkeiten.<br \/>Ein seltames Mimikspiel. Ihr Kopf senkte sich &#8230;wieder biss sie sich verstohlen auf die Unterlippe, als w&auml;re sie pl&ouml;tzlich zu sch&uuml;chtern um ihr Vorhaben in die Tat um zu setzten.<br \/>Er konnte den Blick nicht von ihr lassen.<br \/>Da tat sie den Schritt zu ihm und er musste sich zwingen stehen zu bleiben. Seine Muskulatur spannte sich und es lies ihn fast k&ouml;rperlich leiden. Zu lange hatte er sich selbst konditioniert N&auml;he zu meiden.<br \/>Ihre rechte Hand hob sich, gr&uuml;n waren die Handschuhe, passend zu dem Kampfanzug&#8230;und Sekunden sp&auml;ter f&uuml;hlte er ihre Fingerspitzen &uuml;ber sein Gesicht hinweg tasten. Vielmehr die rauhe seltsame Oberfl&auml;che ihrer Schutzhandschuhe.<br \/>Immer wieder kurze Ber&uuml;hrungspunkte, als krabbelte eine gro&szlig;e Spinne &uuml;ber sein Gesicht. Er hatte oft gesehen wie sie Braille las und insgeheim ihre geschickten Finger bewundert. Diese jetzt auf seinem Gesicht zu f&uuml;hlen war ihm eine Wonne..<br \/>Obendrein zuckte sie nicht vor ihm zur&uuml;ck, kein Luft anhalten. Keine Anspannung von ihrer Seite, als ginge seine K&auml;lte tats&auml;chlich an ihr vorbei.<br \/>Ein ganz seltsam-angenehm-mulmiges Gef&uuml;hl bat um einen Platz in seinem Bauch.<br \/>Ihre Rechte fand ihren Platz an seiner Linken Wange und kurz darauf ihre Linke Hand platz an seiner rechten Wange. Er verstand sehr wohl den Sinn ihres Tun. Sie musste sein Gesicht richtig fassen, um seine Proportionen richtig einzusch&auml;tzen, damit sein Geburtstagskuss nicht auf seiner Nase landet. Doch schon jetzt war es ihm mehr Geschenk als alles Andere.<br \/>Und sie l&auml;chelte und wie sie l&auml;chelte, als w&auml;re sie diejenige die beschenkt w&uuml;rde. Und nichts an ihr sah nach dem Schmerz aus, den er f&uuml;r gew&ouml;hnlich in jeden pflanzte.<br \/>Peinlich ber&uuml;hrt bemerkte er, dass er nerv&ouml;s war. V&ouml;llig unangebracht. Er schob es auf seine Angst, sie verletzten zu k&ouml;nnen. Ihr L&auml;cheln nahm liebevoll verschmitze Z&uuml;ge an, dann wurde der Druck ihrer H&auml;nde fester, um seinen Kopf f&uuml;hren zu k&ouml;nnen und er lie&szlig; es nach ihrem Willen geschehen.<br \/>&bdquo;Alles Gute zum Geburtstag w&uuml;nsche ich dir..&ldquo; fl&uuml;sterte sie leise, schon auf dem halben Weg zu ihm. Schon so nah, dass er den Atem der mit ihren Worten ihren Mund verlie&szlig; auf seiner k&uuml;hlen Haut f&uuml;hlen konnte und machte, dass er seinen Atem anhielt.<br \/>Dann k&uuml;sste sie ihn.<br \/>Nichts spektakul&auml;res. Nur ihre Lippen auf seinen. Ganz sacht, wie man es unter Freunden schon mal tun kann. <br \/>Nur das ihre so warm..im Vergleich zu seinen ..fast hei&szlig; waren. Sie brannten auf wundervolle Weise und machten ihn auf die sch&ouml;nste Art wehrlos. So nah und so warm Dieses Gef&uuml;hl hatte er so lange vermisst&#8230;<br \/>Ein Atemzug lang, den weder Syra noch Cold t&auml;tigten. Ein Atemzug lang, nachdem ein Kuss unter Freunden zu Ende sein sollte. Der zweite begann und sie l&ouml;ste sich nicht, statt dessen schmiegte sie sich n&auml;her zu ihm und er f&uuml;hlte den Drang seine Arme um sie zu legen.<br \/>Ihre Lippen &ouml;ffneten sich eine Winzigkeit, etwas von ihrem Atem drang zu ihm und brachte alles durcheinander. Sein Denken, seinen Bauch.<br \/>Seine Knie wollten weich werden und dieses Gef&uuml;hl drohte ihn zu &uuml;bermannen, als sich die l&auml;stige Vernunft im Hinterkopf meldete und ihm davon erz&auml;hlte, dass Cold wohl schwer sagen k&ouml;nnte, wo seine Lippen endeten und ihre begannen.<br \/>Und es war wahr.<br \/>Als er darauf achtete f&uuml;hlte er sie nicht mehr, obwohl sie ihm noch immer nah war.<br \/>Er f&uuml;hlte auch, dass er es nicht war, dessen Temperatur angestiegen war &ndash; zumindest nicht an der Aussenhaut.<br \/>Das Kribbeln in seinem Bauch verursachte ihm pl&ouml;tzlich &Uuml;belkeit, er wich zur&uuml;ck und kr&uuml;mmte sich in dem Schmerz, der Syras Anblick ihm auferlegte.<br \/>Sie stand da noch immer, wie eben, als er sie noch f&uuml;hlten konnte.<br \/>Ihre Augen geschlossenn.<br \/>Ihr Kopf etwas schr&auml;g gestellt.<br \/>Ihre H&auml;nde, seinen imagin&auml;ren Kopf haltend.<br \/>Der Ausdruck auf ihrem Gesicht, war so z&auml;rtlich liebevoll, dass es ihn w&uuml;rgte &ndash; weil &uuml;ber all dem sein&nbsp; Rauhreif lag.<br \/>Seine K&auml;lte.<br \/>Ihre Lippen waren bl&auml;ulich.<br \/>Ihre Haltung erstarrt und er war schlichtweg unf&auml;hig etwas anderes zu tun, als sich zu hassen.<br \/>Ein Schrei krampfte sich in seiner Brust zusammen, aber alles, was seine Kehle verlie&szlig; war ein erstickstes Keuchen.<br \/>Eine Minute verging.<br \/>Zwei.<br \/>F&uuml;nf, in denen er nichts tat&#8230;weil er wusste, dass es nichts zu tun gab, wenn er jemanden ber&uuml;hrt hatte. Dann gab es nur einen Weg.<br \/>Er wollte sie an sich dr&uuml;cken, doch er konnte nicht, so starrte er&#8230;.so starrte er sie an und sah ein schwaches gr&uuml;nes Gl&uuml;hen in ihrer Brust. <br \/>Erst nur klein und unauff&auml;llig, dann wurde es faustgro&szlig; und gewann an intensit&auml;t. Es war, als wolle es sich nach allen Seiten ausbreiten, w&uuml;rde aber gefangen gehalten und zum Trotz wurde es heller, so es nicht gr&ouml;&szlig;er werden durfte.<br \/>Colds Stirn legte sich in Falten und f&uuml;r aberwitzige Sekunden fragte er sich, ob Syra wom&ouml;glich explodieren w&uuml;rde &ndash; was der Wahrheit, verbl&uuml;ffend Nahe kam.<br \/>Fast zwei Minuten gl&uuml;hte dieses Licht vor sich hin um dann mit einem Mal mit einem fast h&ouml;rbaren Riss das Gef&auml;ngnis zu sprengen und sich ein einer Welle durch ihren K&ouml;rper und dar&uuml;ber hinaus zu pflanzen.<br \/>Schon oft hatte er gesehen, wie Syra heilte. Wie das Licht in ihr entstand und ihren K&ouml;rper verlie&szlig; und allen die in ihrer N&auml;he standen, kraft spendete oder sogar Wunden heilte.<br \/>Doch das, was gerde ihn ber&uuml;hrt..durchdrungen hatte, &uuml;berschritt dieses Gef&uuml;hl bei weitem.<br \/>Sein K&ouml;rper kribbelte als st&uuml;nde er noch immer unter Strom, ein W&auml;rmeschauer&#8230;f&uuml;r diese Sekunden f&uuml;hlte er Syra in sich auf eine Art und Weise, die er nicht in Worte fassen konnte und Syra&#8230;Syra l&ouml;ste sich aus ihrer Erstarrung&#8230;wankte&#8230;blinzelte.<br \/>Ihre Stirn legte sich in Falten.<br \/>&bdquo;..mir&#8230;.mir ist kalt..&ldquo;fl&uuml;sterte sie kraftlos, als w&auml;re sie soeben von den Toten auferstanden.<br \/>Cold blickte zu ihr, als sie sprach und sie sah ihn an.<br \/>Gr&uuml;ne Augen. <br \/>Wundersch&ouml;ne tiefgr&uuml;ne Augen.<br \/>Ihr Blick wirkte entr&uuml;ckt. <br \/>Sie hatte ihm erz&auml;hlt, was mit jenen Menschen geschah, welchen sie in die Augen sah, und trotz dem Wissen, war da etwas in ihren Augen, dass ihn weiterhin hineinsehen lassen wollte.<br \/>Hypnotisch fast.<br \/>Venusfliegen falle.<br \/>Alles in Zeitlupe.<br \/>Sobald dern Blickkontakt herrschte f&uuml;hlte er es&#8230;sie&#8230;.wie lange Arme,wie Tentakeln die sich nach seinem Verstand streckten&#8230;trotz ihrer Ersch&ouml;pfung zielstrebig in jene Richtung drangen in welche er seine Geheimnisse hortete, die schlimmen Geheimnisse. Die h&auml;sslichen Alptr&auml;ume. Es war wie eine mentale Vergewaltigung.<br \/>Eine Sekunde,<br \/>Zwei Sekunden, dann verdrehte sie die Augen und brach kraftlos zusammen.<br \/>Das dr&auml;ngen in seinen Gedanken l&ouml;ste sich im gleichen Moment in Luft und er war dankbar, weil er noch immer klar denken konnte.<br \/>Und er machte sich Sorgen, weil da etwas in ihm, gerne dort weitermachen w&uuml;rde&#8230;.<br \/>Er sch&uuml;ttelte alles von sich ab. Der Drang zu ihr zu laufen um ihr zu helfen, war gar nicht erst aufgekeimt. Das letzte was sie brauchte war noch mehr K&auml;lte.<br \/>So weckte Meier.<br \/>Meier w&uuml;rde daf&uuml;r sorgen, dass ihr warm wurde.<br \/>Sie schlief unmittelbar ein, diese Welle musste sie all ihrer Reserven gekostet haben, gelogen hatte sie nicht. Sie hatte ihn &uuml;berlebt, dort wo Andere gestorben w&auml;ren.<br \/>Dennoch, war er jetzt ungl&uuml;cklicher als noch zu Beginn der Nacht.<br \/>Denn jetzt, wusste er genau, was niemals seines sein w&uuml;rde.<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&bdquo;Was guckst du so melancholisch?&ldquo; fragte Syra leise und tat einen Schritt auf den gro&szlig;en Eisklotz zu. Dieser stand am Rand der Klippe und blickte in das Wasser. Sie waren nun schon den f&uuml;nften Tag in Folge hinter dem Damm &hellip; <a href=\"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/?p=170\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[],"class_list":["post-170","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-coh-universum"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/170","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=170"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/170\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":374,"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/170\/revisions\/374"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=170"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=170"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=170"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}