{"id":172,"date":"2007-03-28T21:47:29","date_gmt":"2007-03-28T21:47:29","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/?p=172"},"modified":"2011-12-28T17:29:53","modified_gmt":"2011-12-28T17:29:53","slug":"coh-affairs-part-iii","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/?p=172","title":{"rendered":"COH &#8211; Affairs Part III"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">Dezember 2017<\/p>\n<p>&bdquo;&#8230;.meine G&uuml;te Sandra&#8230;&#8230;&#8230;.bist du vollkommen verr&uuml;ckt?&ldquo;<br \/>Eine Frau um die 40 mit dunklen, schon leicht angegrauten Haaren, betrat das Zimmer der J&uuml;ngeren und schritt zielstrebig zu der weit ge&ouml;ffneten Terrassen T&uuml;r.<br \/>&bdquo;&#8230;drau&szlig;en hats Minus Grad, willst du dir den Tod holen&#8230;.?&ldquo; Emily sch&uuml;ttelte ihren Kopf und schloss die T&uuml;r, die hinaus in die Winternacht f&uuml;hrte, hinaus in den winterlichen Garten..in die K&auml;lte. Dann legte sich ihre Stirn in Falten, sie sah sich um und sprach unbeirrt weiter.<br \/>&bdquo;..spinn ich oder ist es hier noch viel K&auml;lter als drau&szlig;en&#8230;wie lang sitzt du da schon so hm?&ldquo; Ein paar Schritte von der T&uuml;r zu dem Sessel in dem Sandra sa&szlig;, das gr&uuml;ne Haar zu einem Zopf gebunden. Einen schmalen Streifen &uuml;ber den Kopf um die Augen gelegt &ndash; er sah beinahe aus wie ein runter gerutschtes Stirnband. Bei den letzten Worten der &Auml;lteren l&auml;chelte die Gr&uuml;n haarige. Emilys Ton daf&uuml;r wurde noch ein wenig vorwurfsvoller.<br \/>&bdquo;&#8230;du hast nicht mal eine Decke rumgewickelt&#8230;willst es wirklich wissen hm?&ldquo;<\/p>\n<p>&bdquo;&#8230;es ist doch gar nicht so kalt..&ldquo;erwiderte Sandra schlie&szlig;lich. Ihre Stimme klang leise und weich und auf Emiliys Gesicht zeichnete sich ein warmes L&auml;cheln ab.<br \/>&bdquo;..doch ist es. Sandra, es ist Arsch kalt.&ldquo; doch ihre Erwiderung war liebevoll korrigierend.<br \/>Emily war eine der Wenigen, die um Sandras Vergangenheit wussten.<br \/>Sie lehnte sich auf die Arm lehne und strich der Gr&uuml;n haarigen z&auml;rtlich &uuml;ber den Kopf.<\/p>\n<p>Es war jetzt bald 7 Jahre her, dass Sandra zu ihnen gekommen war. Eigentlich als Betreuerin, f&uuml;r die &#39;besonderen&#39; Waisenkinder, aber manchmal war Emily sich nicht sicher, ob Sandra nicht selbst ein Kind war, das Betreuung ben&ouml;tigte.<br \/>Der Freund, eines Bekannten ihres Schwagers hatte es in die Wege geleitet, er meinte Sandra h&auml;tte viel Einf&uuml;hlungsverm&ouml;gen und k&ouml;nnte mit Kindern umgehen. Er erz&auml;hlte ihr auch von ihrem Handicap, dass ihr niemand in die Augen sehen k&ouml;nnte, aber die Kinder in diesem Heim verstanden wie kaum jemand Anderes, was es bedeutete ein &#39;Handicap&#39; zu haben.<br \/>Und wie sich herausstellte, war seine Vermutung nicht falsch gewesen. Im Gegensatz zu den Anderen Betreuern, hatte sie eine ganz besondere Verbindung zu den Kindern und diese zu ihr.<\/p>\n<p>Emily wusste das Sandra als Controllerin gearbeitet hatte und konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, wie dieses zerbrechlich wirkende Gesch&ouml;pf in einem Kampf zurecht kam. Sie wirkte so verletzlich&#8230;mit ihrem Gebaren wie eine Blinde und wenn sie es auch nicht war, so war sie die meiste Zeit dazu verdammt.<br \/>Vor sieben Jahren musste dann etwas geschehen sein, &uuml;ber das sich jeder aus schwieg. Emily hatte aufgeh&ouml;rt zu Fragen. Sandra..oder Syra wie sie damals hie&szlig;, war wohl in einem Kampf verwickelt, der ihr nicht nur eine Gehbehinderung am linken Bein eingebracht hatte sondern sie auch ihre Kr&auml;fte gekostet.<br \/>Das kam vor, sowohl bei Magie als auch bei Mutanten. Die Einzigen, die ein schier unersch&ouml;pfliches&nbsp; Depot an Kr&auml;ften zu haben schienen waren jene Gesch&ouml;pfe, die mit ihren Talente geboren worden waren. Die Nat&uuml;rlichen.<br \/>In den Reigen der Mutanten, gab es vereinzelt immer wieder F&auml;lle, in welchen es einfach aufh&ouml;rte. Ganz oder zumindest Gr&ouml;&szlig;tenteils.<br \/>Verantwortlich machte man daf&uuml;r sowohl psychische Blockaden, als auch eine &uuml;bermenschliche Beanspruchung der eigenen F&auml;higkeiten. Wenn man sich verletzt und zu viel Blut verliert, schlie&szlig;en innerhalb jeder Ader kleine Klappen, die verhindern, dass eine Lebens gef&auml;hrdende Menge Blut aus tritt.<br \/>Diese Sicherheitseinrichtung rettet Leben &ndash; vorausgesetzt die Verletzung ist nicht zu gro&szlig;fl&auml;chig.<br \/>Bei dem&nbsp; spontanen Versagen der F&auml;higkeiten bei Mutanten vermutete man ein &auml;hnliches System.<\/p>\n<p>Emily wusste, dass nicht alles aus Syra&#8230;Sandra&#8230;gewichen war. Ihre urspr&uuml;ngliche Mutation, die es Anderen verbot in ihre Augen zu sehen, hatte sich nicht zur&uuml;ckgezogen &ndash; insgeheim vermutete die &Auml;ltere es war Sandras Art und Weise sich zu viel N&auml;he vom Hals zu halten. <br \/>Insgeheim vermutete sie, Sandra hatte sich dazu entschlossen, einfach f&uuml;r immer allein zu bleiben. <br \/>Nur wenn sie mit den Kindern arbeitete, bl&uuml;hte sie auf. <br \/>Au&szlig;erdem malte sie wundervolle Bilder&#8230;wenn die Thematik auch irgendwie&#8230;einschl&auml;gig war. Als g&auml;be es in ihrem Verstand nur den Winter. &Uuml;berhaupt war ihre Affinit&auml;t zu K&auml;lte und Winter, manchmal geradezu schon be&auml;ngstigender Natur.<br \/>Und noch ein zwei Andere Dinge. Ganz w&uuml;rde sie es vermutlich nie verstehen<br \/>Nur in einer Sache war sich Emily sicher.<br \/>Sandra war ein Mensch mit gro&szlig;em Herzen und die Kinder liebten sie.<\/p>\n<p>Unter der z&auml;rtlichen Ber&uuml;hrung l&auml;chelt Sandra etwas und drehte den Kopf so, als s&auml;he sie Emily an.<br \/>&bdquo;Danke dass du dich sorgst Emy, aber es ist alles okay&#8230;&ldquo; Sandras Hand hob sich und legte sich zielsicher, wenn auch langsam auf Emilys Bein, kurz beruhigend t&auml;tschelnd. &bdquo;&#8230;warum bist du gekommen?&ldquo;<\/p>\n<p>Emily legte ihrerseits ihre Hand auf Sandras.<br \/>&bdquo;Caleb hat &#8230;&#8230;&#8230;.wieder&#8230;&#8230;..angerufen und nach dir gefragt&#8230;&#8230; warum gehst du nicht endlich mit ihm aus.&ldquo;<br \/>Sandra drehte den Kopf etwas beiseite, als w&uuml;rde sie gen Fenster blicken.<br \/>&bdquo;..er ist nett, aber nicht mein Typ&#8230;&ldquo;antwortete sie schwach.<br \/>&bdquo;&#8230;.Sandra&#8230;..nie&#8230;.ist irgendwer dein Typ&#8230;egal welcher Typ.&ldquo; im Tonfall durchweg belehrend und so weit weg lag Emily mit der Wahrheit da nicht. Sandra war ein h&uuml;bsches Dingelchen und es gab den ein oder anderen Mann ,der sich von ihrer Behinderung nicht abschrecken lie&szlig;. Einige die ihr beharrlich den Hof machten, Caleb war einer von ihnen. Er war der Bruder eines der Kinder hier im Heim Ein attraktiver, einf&uuml;hlsamer Mann, der schon seit zwei Jahren regelm&auml;&szlig;ig zweimal im Monat anrief, um Sandra um eine Verabredung zu bitten.<br \/>Ein wenig seltsam war es mit Sandras Verehrern allerdings schon. Es gab viele, die sich beim Emily der Heimleiterin wegen Sandra erkundigten, viele die Emily in der N&auml;he des Heims herumlungern sah. Aber es war, als w&uuml;rde etwas die Spreu vom Weizen trennen. Denn nur jene, die Emily selbst rein intuitiv als &#39;guten&#39; Mann eingestuft h&auml;tte, blieben &uuml;ber Wochen hinweg erhalten. Alle jene, bei welchen Emily ein zweifelhaften Eindruck gewann. Oder bei denen Emily gar wusste, dass sie einen zweifelhaften Ruf inne hielten&#8230;.all jene verloren..beeindruckend schnell ihr Interesse.<\/p>\n<p>Einmal war es sogar geschehen, dass einer von&nbsp; ihren Verehrern &#8230;.Sebastian Black hie&szlig; der&#8230;. und er war ein betuchter Mann auf den viele Frauen flogen&#8230;reicht, gut aussehend, elit&auml;r. Dieser Sebastian hatte Sandra im Park entdeckt, als sie mit den Kindern spielte und sie auf eine Benefiz Party eingeladen, die er f&uuml;r das Heim veranstalten wollte. Spontan.<br \/>Den Kindern zu Liebe hatte Sandra eingewilligt. Doch noch bevor es soweit war, kamen pl&ouml;tzlich ungeahnte Tatsachen &uuml;ber Mr. Black an die Oberfl&auml;che und er fand sich zwei Tage vor der Veranstaltung in U-Haft und sp&auml;ter im Gef&auml;ngnis wieder.<br \/>Drogen, Kinderpornographie, angeblich sogar Verbindungen zu Arachnos &ndash; eine h&auml;ssliche Sache.<br \/>Sandra hatte es nur am Rande mitbekommen und war sowohl dankbar, das diese Umst&auml;nde fr&uuml;h genug bekannt wurden, als auch traurig, weil Geld f&uuml;r das Heim nicht schlecht gewesen w&auml;re.<br \/>Einen Monat nach dem Vorfall gab es dann doch eine Spende von Mr. Black&#8230;irgendwie das Geld, dass er nicht f&uuml;r die Veranstaltung ausgegeben hatte. Kein Verm&ouml;gen, aber n&uuml;tzlich.<br \/>Das war nur eine Episode,die sich bei Emily eingepr&auml;gt hatte. Manchmal fragte sie sich heimlich, ob sie vielleicht auch Mutanten F&auml;higkeiten hatte und ob sie diejenige war, die Sandra unbewusst vor den &#39;schlechten&#39; M&auml;nnern sch&uuml;tzte.<\/p>\n<p>Sandras Antwort holte sie aus ihren Gedanken.<br \/>&bdquo;&#8230;Caleb ist zu jung&#8230;&ldquo;widersprach sie und Emily schnitt ihr eine Grimasse.<br \/>&bdquo;&#8230;entschuldige&#8230;? Du bist 27 und er 25? Wo liegt denn da das Problem?&ldquo;<br \/>&bdquo;&#8230;er ist der Bruder von Jenny..ich m&ouml;chte nicht mit der Verwandtschaft unserer Kinder&#8230;.&ldquo;<br \/>Emily verdrehte ihre Augen.<br \/>&bdquo;Josh hat die Mutter von&nbsp; Jason geheiratet? Da&nbsp; wird es wohl in Ordnung sein wenn du mit Caleb ausgehst?&ldquo;<br \/>Sandra schwieg eine Weile, dann zog sie die Schultern hoch, an ihrer Stelle sprach Emily weiter.<br \/>&bdquo;Caleb ist toll&#8230;er ist ehrlich..sieht nett aus. Er ist ein guter Mann und &#8230;Himmel Herrgott..zwei Jahre..Sandra&#8230;er versucht seit zwei Jahren mit dir auszugehen.&nbsp; Dem ist das Ernst. Wie kannst du das nur so&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;sag mir einen Grund warum du nicht mit ihm ausgehen solltest?&ldquo;<br \/>Sandras Stimme klang leise.<br \/>&bdquo;&#8230;es ist Winter&#8230;.&ldquo;<\/p>\n<p>Augen blicke lang starrte Emily die junge Frau neben ihr an und sch&uuml;ttelte nur Fassungslos ihren Kopf.<br \/>&bdquo;Winter..DAS ist deine Argumentation?&ldquo; sie klang aufgebracht, was zweifelsohne ihrer F&uuml;rsorge Sandra gegen&uuml;ber entsprang. &bdquo; Sandra du kannst nicht ewig allein bleiben? Du bist ein wundervoller Mensch, du hast einen ebenso wundervollen Menschen an deiner Seite verdient. F&uuml;r was in aller Welt peinigst du dich so? Was ist passiert, dass du jeden Mann von dir weist, nie &ouml;fters als einmal mit einem weg gehst. Wer&#8230;..&ldquo; Emilys Hand legte sich auf Sandras Kopf, sanft dagegen klopfend. &bdquo;Wer ist in deinem Kopf, der da keine Platz f&uuml;r jemand andren l&auml;sst&#8230;egal wie gut er dir t&auml;te?&ldquo;<\/p>\n<p>Sandras Lippen geschm&auml;lerten sich, sie wurde im Ganzen blasser, ihre Mundwinkel zogen sich ein wenig nur nach unten, nur Details die man bemerken musst..aber in ihrer Stimme lag deutlich zu h&ouml;ren, was ihre Mimik verbergen wollte. Trauer.<br \/>&bdquo;&#8230;.der Winter&#8230;&ldquo;<\/p>\n<p>Mit einem Ruck erhob sich Emily.<br \/>&bdquo;ich hab es dick&#8230;&ldquo; sagte sie und warf die H&auml;nde in die Luft&#8230;Sandra senkte ihren Kopf&#8230;Emily schimpfe weiter. &bdquo; ..ich hab es dick. Mir ist es egal, ob du willst oder nicht. Ich mache f&uuml;r dich etwas mit ihm aus und du wirst hingehen. Keine Widerrede. Ich verspreche dir , du wirst nicht gl&uuml;cklich mit mir, wenn du es nicht tust. So kann das doch nicht weiter gehen!&ldquo;<br \/>Sandra schwieg und Emily rauschte aus dem Raum<br \/>Sie hatte die kleine gr&uuml;ne Frau wirklich gern und ihr Leid, dass&#8230;ja..besonders im Winter&#8230;.nicht zu &uuml;bersehen war traf sie mitten ins Herz.<br \/>Emily war der festen &Uuml;berzeugung,das Caleb gut f&uuml;r Sandra w&auml;re, also ging sie, nach dem Verlassen Sandras Zimmer direkt zum Telefon und rief ihn an. Erz&auml;hlte ihm , dass Sandra gerade in der Wanne gewesen w&auml;re, aber dass sie sich freuen w&uuml;rde n&auml;chste Woche mit ihm auszugehen. Er m&uuml;sse sie nur einfach um Sieben abholen.<br \/>Calebs Freude war sogar durchs Telefon hindurch zu h&ouml;ren.<\/p>\n<p>W&auml;hrend Emily mit Caleb sprach erhob sich Sandra aus ihre Sessel und ging zur Glast&uuml;re die hinaus in den Garten f&uuml;hrte, legte ihre flache Hand an die k&uuml;hle Scheibe und starrte hinaus, als g&auml;be es dort etwas zu sehen. Lange stand sie dort, ihre Fingerehen hatten schon die Temperatur der Scheibe angenommen..kalt und klamm..schlie&szlig;lich beugte sie sich vor und dr&uuml;ckte ihre Lippen auf die glatte leblose Fl&auml;che, als wolle sie einfach nur einen Kussmund darauf hinterlassen.<\/p>\n<p>*<\/p>\n<p>Freitagabend, 23 Uhr.<br \/>Caleb hatte p&uuml;nktlich um 19 Uhr an der T&uuml;r des Heims geklingelt und Emily hatte ihm ge&ouml;ffnet. Mit Genugtuung betrachtete sie die kleine Topfpflanze die er mitgebracht hatte, er wollte Sandra nichts totes schenken &ndash; darum eine einzelne Lilie im Topf.<br \/>Und Sandra hatte sich Emily gef&uuml;gt, sich geduscht und ein wenig zurecht gemacht, ein netter langer Rock mit einem netten passenden Oberteil in schwarz und gr&uuml;n, passend zu ihrem Haar. Winterstiefel und einen schwarzen Parker mit Ersatz-Pelz Ansatz. Schrecklich kuschelig.<br \/>Am Anfang war Sandra noch sehr zur&uuml;ckhaltend, doch Caleb schien es nicht zu st&ouml;ren, er war sehr offen sehr locker und erz&auml;hlte von sich und den Dingen die es um die Beiden herum zu sehen gab. <br \/>Er hatte sie erst zum Essen ausgef&uuml;hrt und dann in ein Theater f&uuml;r Sehbehinderte, indem sehr viel mit Akustik gemacht wurde. Es war tats&auml;chlich ein beeindruckendes Erlebnis, danach Eisessen. Schokoladeneis im Winter, irgendwo da ,war ihre Zur&uuml;ckhaltung geschmolzen. Caleb war ganz Gentleman, r&uuml;ckte ihr nicht auf die Pelle, unterhielt sie und schien manche ausbleibende Reaktion ihrerseits nicht pers&ouml;nlich zu nehmen. <br \/>Sandra vermutete, nicht ganz zu Unrecht, das Emily ihn gebrieft hatte und&#8230;sie war nicht B&ouml;se daf&uuml;r. Es war das erste Mal seit langem, das sie Freude empfand ohne in der N&auml;he ihrer Kinder zu sein.<br \/>Jetzt gingen sie durch den winterlichen Park an einem zugefrorenen See vorbei. Der Atem der beiden kondensierte in der Luft und Sandra..war wieder schweigsamer geworden. Sie hatte sich bei ihrem jungen Begleiter untergehakt und folgte seiner F&uuml;hrung mit den eigenen Gedanken etwas entr&uuml;ckt.<br \/>Seine Stimme war es, welche die Stille brach.<br \/>&bdquo;&#8230;Emily hat erz&auml;hlt, du&#8230;w&uuml;rdest nicht so oft ausgehen..&ldquo; <br \/>Sandra l&auml;chelte ertappt und sch&uuml;ttelte best&auml;tigend den Kopf.<br \/>&bdquo;Nein&#8230;nein nicht so oft.&ldquo; Sie erwartete sein Nachfragen, doch es kam nicht..vielleicht sprach sie darum weiter. &bdquo; ich hab nicht so den Kopf daf&uuml;r&#8230;verstehst du?&ldquo;<br \/>Da h&ouml;rte sie ihn lachen.<br \/>&bdquo;Nein..&ldquo;antwortete er, so unverf&auml;nglich frei, das auch sie lachen musste. &bdquo;&#8230;nein ..der Abend ist&#8230;toll&#8230;.&ldquo; Sie h&ouml;rte, dass er vielleicht noch ein paar Dinge sagen wollte, es aber nicht tat.<br \/>Sie nickte und senkte etwas den Kopf, noch immer das L&auml;cheln im Gesicht&#8230;ein wenig ergeben.<br \/>&bdquo;Ja&#8230;der Abend ist toll.&ldquo;<br \/>Es dauerte eine Weile bis er wiederum sprach.<br \/>&bdquo;Hm..ich&#8230;ich will dir nicht zu Nahe treten aber&#8230;wenn ein..hm..Mensch sich entscheidet&#8230;.eher..keine Zeit mit einzelnen Anderen Menschen &#8230;&ldquo; Sie musste schmunzeln, weil er so drum rum druckste. &bdquo;verbringt&#8230;dann..ist es doch oft so&#8230;das ..dieser Mensch an einem Anderen bestimmten h&auml;ngt&#8230;.in&#8230;Liebeskummer oder..vielleicht auch..nicht ganz so gl&uuml;cklich verliebt&#8230;&ldquo;<br \/>Seine ungestellte Frage, danach hielt er den Atem an und es tat ihr leid. <br \/>&bdquo;&#8230;tut mir leid&#8230;ich&#8230;es&#8230;.&ldquo; Sie wusste, dass er sich f&uuml;r sie interessierte, wie..k&ouml;nnte sie ihm davon erz&auml;hlen was in ihr passierte und als sie ihre Worte so raus stotterte, blieb er stehen, ergriff ihre H&auml;nde mit den Seinen und wandte sich ihr zu. An der Betonung seiner Worte konnte sie h&ouml;ren,dass es ihm Ernst war und es ber&uuml;hrte sie.<br \/>&bdquo;&#8230;h&ouml;r mal Sandra&#8230;du&#8230;&#8230;&#8230;.du bist wundersch&ouml;n..und ich w&uuml;rde l&uuml;gen, wenn ich&#8230;.also&#8230;.du gef&auml;llst mir und ich f&auml;nds nicht so schlimm, wenn ich dir auch gefalle..aber&#8230;.ich hab nicht zwei Jahre damit zugebracht an deiner T&uuml;r zu kratzen, weil du ein h&uuml;bsches Gesicht hast&#8230;.&ldquo;begann er und r&auml;usperte sich einmal, damit seine Stimme nicht kippte. &bdquo; ich..denke du bist ein ganz besonderer Mensch und ich m&ouml;chte dich kennen lernen&#8230;ich m&ouml;chte wissen, wer du bist, was dich ber&uuml;hrt&#8230;.was du hasst und was dir wichtig ist&#8230;in&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.in erster Linie will ich dir ein Freund werden verstehst du?&#8230;Alles Andere&#8230;ist&#8230;oder&#8230;.ist nicht&#8230;.&ldquo;&#8230;wieder eine Pause und seine H&auml;nde dr&uuml;ckten die ihren. &bdquo;&#8230;.sei einfach ehrlich, ich kann das schon ab.&ldquo;<br \/>Ein k&uuml;hle Windb&ouml; strich an den Beiden vorbei, wie sie da so im Schein einer Laterne standen und Sandra biss sich auf die Unterlippe und sah beiseite. Caleb verblieb still und schlie&szlig;lich nickte sie.<br \/>&bdquo;Es&#8230;es gibt ..gab&#8230;.gibt&#8230;da jemand in meinem Leben&#8230;&ldquo;antwortet sie leise und trotz seiner zuversichtlichen Worte war es ihr zuwider ihm das zu Sagen, ein warmer H&auml;ndedruck seinerseits l&ouml;ste diese Verspannung etwas.<br \/>&bdquo;&#8230;.wie lange wart ihr zusammen?&ldquo; tippte er ins Blaue.<br \/>Sandra l&auml;chelte schief, senkte den Kopf und sch&uuml;ttelte ihn ein zweimal.<br \/>&bdquo;&#8230;wir waren nicht zusammen&#8230;nicht&#8230;so.&ldquo;&nbsp; Sie wollte ihre Finger verknoten, aber seine waren dazwischen und verhinderten es.<br \/>&bdquo;&#8230;.oh&#8230;dann&#8230;bist du in ihn verliebt und&#8230;.von seiner Seite ist das nicht so?&ldquo; fragte er weiter.<br \/>Nach einem Augenblick holte sie Luft&#8230;z&ouml;gerte&#8230;wegen Caleb und sprach es dann doch aus.<br \/>&bdquo;&#8230;ich bin in ihn verliebt..&ldquo;gestand sie und sah nicht, wie ihr Begleiter bei diesen Worten seine Lippen zusammenpresste&#8230;als er weiterfragte, war nichts davon in seiner Stimme zu h&ouml;ren.<br \/>&bdquo;&#8230;und &#8230;.er&#8230;..liebt er dich auch?&ldquo;<\/p>\n<p>Ihre Lippen &ouml;ffneten sich, ihre Schultern wollten sich nach oben ziehen&#8230;.ratlos&#8230;.dann entr&uuml;ckte ihr Blick und Bilder, die schon lange lange zur&uuml;cklagen spielten sich vor ihrem Inneren Auge ab. Ihre Knie wollten ihr weich werden. Caleb merkte es und kam etwas n&auml;her, um sie zu st&uuml;tzen..wortlos.<br \/>Sandra schluckte schwer und ihre Stimme klang d&uuml;nn&#8230;und etwas entfernt.<br \/>&bdquo;..wenn&#8230;wenn jemand bereit ist&#8230;sein Leben zu geben um deines zu retten&#8230;liebt er dich dann?&ldquo;<br \/>Es dauerte einen Moment bis Caleb antwortete.<br \/>&bdquo;ich denke&#8230;&ldquo; stimmte er zu und Sandra nickte&#8230;ohne noch etwas dazu zu sagen.<br \/>Wieder herrschte die Stille vor, bis sich Caleb bewusst wurde, was das wohl zu bedeuten haben musste&#8230;dementsprechend mitf&uuml;hlend und beklommen klang seine stimme.<br \/>&bdquo;er&#8230;.er ist tot?&ldquo;<br \/>Und Sandra hob den Kopf, als h&auml;tte sie etwas geh&ouml;rt&#8230;.weisse W&ouml;lkchen vor ihrem Gesicht&#8230;.Eines um das Andere..dann sagte sie..<br \/>&bdquo;Nein..!&ldquo; Mit einer Sicherheit die keine Fragen offen lie&szlig;.<br \/>Damit allerdings hinterlie&szlig; sie Caleb etwas ratlos, das brachte er auch zum Ausdruck.<br \/>&bdquo;&#8230;ich&#8230;.ich hab Schwierigkeiten dass zu verstehen&#8230;&ldquo; gestand er. &bdquo;&#8230;.du&#8230;du liebst ihn..er liebt dich&#8230;ihr lebt&#8230;was&#8230;&#8230;.was trennt euch?&ldquo;<br \/>Und seine Frage traf sie wie ein Dolch, mitten ins Herz.<br \/>&bdquo;&#8230;der Winter&#8230;&ldquo; schluchzte sie und von einer Sekunde auf die Andere rannen Tr&auml;nen unter dem Band, das ihre Augen verdeckte hervor, als h&auml;tten sich Schleusen ge&ouml;ffnet. Sie verkrampfte sich und obwohl er ihre Antwort nicht verstand&#8230;&uuml;berwand der den letzten Abstand, legte vorsichtig seine Arme um sie und hielt sie tr&ouml;stend. Nach kurzem Verspannen l&ouml;ste sich ihr Widerstand, sie suchte seinen Halt und weinte wie schon lange nicht mehr. <br \/>Die Umgebungstemperatur sank um ein paar Grad.<br \/>Schwer zu sagen, wie lange sie dort standen bis sie sich wieder beruhigte.<br \/>&bdquo;..entschuldige..&ldquo;stammelte sie irgendwann. &bdquo;..es&#8230;es ist nicht so toll bei meinem ersten Date mit dir, wegen einem Anderen zu weinen&#8230;&ldquo; Sie schniefte einmal und er musste leise lachen.<br \/>&bdquo;..ich sagte dir doch, in erster Linie will ich dir ein Freund sein..hm?&ldquo;einf&uuml;hlsam klang er und sie nickte, gleich ein paar mal.<br \/>Vorsichtig strich er ihr &uuml;bers Haar und f&uuml;hrte sie zu einer Bank an dem See. Um die Jahreszeit war es eigentlich viel zu kalt um dort zu sitzen, aber es schien ihn nicht zu st&ouml;ren. So fanden sich beide fast wie ein P&auml;archen wenig sp&auml;ter auf dieser Bank sitzen. Er hatte ihr angeboten sie zu w&auml;rmen, aber sie l&auml;chelte nur und sagte, die K&auml;lte k&ouml;nne ihr nichts anhaben. Diese nicht.<br \/>Wieder war es sein nicht Fragen, was ihr letztendlich die Zunge l&ouml;ste.<br \/>&bdquo;&#8230;.Syra Green&#8230;&ldquo;begann sie und seine Stirn legte sich in Falten, als k&auml;me ihm der Name bekannt vor, aber so richtig zuordnen konnte er ihn nicht. &bdquo;&#8230;das bin ..war&#8230;.so nannte man mich eine ganze Weile&#8230;also ich noch&#8230;hm..ja&#8230;Controllerin war eben&#8230;&ldquo;<br \/>Kurzes Schweigen, dann klang er erstaunt.<br \/>&bdquo;Du bist eine Heldin?&ldquo;<br \/>Der Unglaube in seiner Stimme lies sie lachen.<br \/>&bdquo;..ich war&#8230;&ldquo;<br \/>&bdquo;wow&#8230;.&ldquo; entkam es ihm, wie einem kleinen Jungen. &bdquo;..das&#8230;dass&#8230;.sei mir nicht b&ouml;se..ich&#8230;das kann ich mir gar nicht vorstellen du..wirkst du&#8230;&ldquo; seine Schultern zuckten rum. &bdquo;&#8230;keine Ahnung. Hilflos?..ich mein&#8230;&ldquo; Und wieder musste sie grinsen, ob seinem Rum drucksen, er sprach weiter.. &bdquo;&#8230;was&#8230;hast du gemacht?&ldquo;<br \/>Sie wandte sich ihm zu, hob ihre rechte Hand und tastete sich &uuml;ber sein Gesicht hinweg&#8230;recht sachte und schlie&szlig;lich blieb die Fingerspitze ihres Zeigefingers an einem kleinen Schnitt h&auml;ngen der vermutlich von seiner letzten Rasur stammte. <br \/>Augenblicke lang geschah nichts, dann strich sie hauchzart dar&uuml;ber..ein kaum zu bemerkendes gr&uuml;nes Gl&uuml;hen ging einher und der Schnitt war verschwunden. Caleb atmete aus, leckte sich &uuml;ber die Lippen und drehte seinen Kopf gen See, ohne etwas zu erwidern.<br \/>&bdquo;&#8230;das&#8230;war eines meiner Talente&#8230;.nur &#8230;das ich mehr korrigieren konnte als..kleine Schnitte und Sch&uuml;rfwunden&#8230;.&ldquo;<br \/>Caleb schwieg noch immer.<\/p>\n<p>&bdquo;Caleb?&ldquo; fragte sie z&ouml;gerlich und es sah aus, als suchte sie seinen Blick,<br \/>&bdquo;..entschuldige..&ldquo;antwortete er leise und seine Stimme klang etwas belegt. &bdquo;.du&#8230;&#8230;..bist mir eben..ziemlich unter die Haut gegangen.&ldquo;<br \/>Sandra stellte ihren Kopf schr&auml;g, l&auml;chelte etwas unsicher und wusste nicht so recht. Irgendwann ergriff er ihre Hand und dr&uuml;ckte sie kurz und f&uuml;r sie war es das Zeichen, dass wohl alles wieder im Rahmen war.<\/p>\n<p>&bdquo;&#8230;ich&#8230;in Croata hab ich Havoc kennen gelernt, bei einem Auftrag. Du wei&szlig;t schon, der Chef von der Freedom Inc&#8230;&ldquo; Er nickte, weil ihm das durchaus ein Begriff war und Sandra vernahm die Bewegung in seinem K&ouml;rper. &bdquo;&#8230;und irgendwie liefen wir uns &ouml;fters &uuml;ber dem Weg und damals hatte es in seinem Team noch keine so richtig Einsatzf&auml;hige Controllerin und&#8230;.ich zog &ouml;fters mit ihnen mit.&ldquo;<br \/>Wie sie das so sagte, klang es, als w&auml;re sie mit den Jungs um die H&auml;user gezogen, etwas, dass man zu seinem Vergn&uuml;gen tut. Calebs&nbsp; Daumen streichelte &uuml;ber ihren Handr&uuml;cken und sie sprach weiter. &bdquo;..Hav ist..ein toller Mann, wir verstanden uns recht gut, obwohl er ja doch ein Eck &auml;lter war als ich..jedenfalls, zu seinem Team geh&ouml;rte auch &#8230;Bary..&ldquo; Ihre Stimme nahm einen z&auml;rtlichen Ton an, als sie seinen Namen nannte. &bdquo;&#8230;er ist einer von den Typen die &#8230;einstecken k&ouml;nnen wie 10 Andere&#8230;.er&#8230;&ldquo; Sie schluckte. &bdquo;&#8230;.er ist&#8230;ein&#8230;.ziemlich&#8230;&#8230;..cooler&#8230;.Typ..&ldquo;<br \/>Calebs Stirn legte sich in Falten, weil ihre Betonung nicht ganz mit ihren Worten zusammen passte.<br \/>&bdquo;&#8230;Bary ist der Mann der?&ldquo;..begann er&nbsp; und Sandra nickte.<br \/>&bdquo;..der Mann in den ich verliebt bin&#8230;&ldquo; vollendete sie seinen Satz und Caleb nickte. &bdquo;&#8230;.die ersten Male&#8230;da&#8230;da hatten wir gar nicht soviel miteinander zu tun, aber irgendwann&#8230;ein paar Auftr&auml;ge..ein paar Zuf&auml;lle&#8230;.die Sympathie war unmittelbar und unleugbar, aber&#8230;&#8230;.&ldquo;Sandra lachte verlegen. &bdquo;..ich war ja noch ein halbes Kind und er&#8230;doch&#8230;schon..ein Mann. Ich wusste gar nicht was mir passiert&#8230;was das bedeutet, dass ich in seiner Gegenwart&#8230;.effektiver war ..um ihn zu beeindrucken&#8230;dass es meine Laune hob mit ihm zu reden &#8230;.so dinge eben&#8230;&ldquo;<br \/>Caleb lehnte sich etwas zur&uuml;ck und sah wieder zu seiner Erz&auml;hlerin.<br \/>&bdquo;und&#8230;was..war an ihm so&#8230;na ja..toll eben?&ldquo;<\/p>\n<p>Sandra biss sich kurz auf die Unterlippe w&auml;hrend ein ganz eigenes L&auml;cheln ihre Mimik erfasste.<br \/>&bdquo;&#8230;meine Talente waren&#8230;sehr gestreut&#8230;&ldquo;begann sie leise. &bdquo;&#8230;ich f&uuml;hle mich gut in Menschen ein&#8230;und kann auch unter die Oberfl&auml;che, das ersp&uuml;ren, was darunter liegt, was den Mensch bewegt&#8230;in Herzen sehen eben.&ldquo;<br \/>Calebs Kopf stellte sich schr&auml;g, er wirkte ernst und nickte wiederum, etwas knapper.<br \/>Sandra sch&uuml;ttelte fragend ihren kopf, zog den rechten Mundwinkel runter.<br \/>&bdquo;&#8230;du musst dir keine Sorgen machen&#8230;.wie du wei&szlig;t&#8230;.bin ich&#8230;.ausgebrannt.&ldquo; ein bisschen hart klang sie , wie&nbsp; sie das sagte, aber sie verstand ihn schon, sie hatte aus guten Grund nie dar&uuml;ber gesprochen, wie viel sie tats&auml;chlich von ihrem Umfeld wusste.<br \/>&bdquo;..entschuldige..&ldquo;erwiderte er. &bdquo;..ich bin auch nur ein Mensch&#8230;..&ldquo; sie h&ouml;rte, dass er wieder l&auml;chtelte. &bdquo; erz&auml;hl weiter bitte&#8230;Syra&#8230;&ldquo;<br \/>Sie kicherte, wie ein kleines M&auml;dchen&#8230;lange hatte sie niemand mehr so genannt, dann kam sie seiner Aufforderung nach, es tat ihr gut zu reden.<br \/>&bdquo;&#8230;er und ich&#8230;wir&#8230;.wir haben etwas das uns&#8230;.bindet&#8230;ich f&uuml;hlte&#8230;sah..dass er mich mag, bevor er selbst es auch nur geahnt h&auml;tte.&nbsp; Etwas in ihm&#8230;gab mir immer Echo, wenn ich in der N&auml;he war und er hats mit einer Penetranz ignoriert&#8230; Sein Leben geriet ziemlich aus den Fugen, ich&#8230;ich wei&szlig; nicht so viel von dem davor&#8230;also wie er war, als er noch&#8230;..als er sich noch nicht Cold Crusher nannte&#8230;&ldquo;<br \/>&bdquo;&#8230;er war davor ein..&#39;normaler&#39; Mensch?&ldquo; fragte Caleb neugierig, das &#39;normal&#39; so betonend, dass klar wurde, dass er ihn damit nicht beleidigen wollte.<br \/>Sandra nickte. &bdquo;Ja&#8230;.irgendjemand erz&auml;hlte, er w&auml;re ein kleiner Snob gewesen. Er selbst spricht nicht so dar&uuml;ber, aber seine Ver&auml;nderung&#8230;.die hat alles an ihm auf den Kopf gestellt. &#8230;Er hat ein gutes Herz&#8230;wei&szlig;t du?.Und das ver&auml;ndert sich nicht&#8230;.ich wei&szlig; nicht, ob er sich h&auml;sslich findet&#8230;oder ob er denkt, er h&auml;tte es verdient&#8230;.er hat&#8230; wei&szlig;t du&#8230;nach Aussen hin war er meistens locker, nen dummen Spruch auf der Lippe&#8230;oder so. Aber nie&#8230;&#8230;&#8230;zu keinem Moment, h&ouml;rte ich ihn aufh&ouml;ren &#8230;aufh&ouml;ren daran zu denken, dass er ein Eismonster ist &#8230;.nnn&#8230;&#8230;..&ldquo;..sie schluckte. &bdquo;&#8230;zu fast keinem Moment&#8230;.die Menschen zogen sich nicht vor ihm zur&uuml;ck, sonder er von ihnen. Ich glaube, er sprach nur mit Hav. manchmal&#8230;aber ich wei&szlig; nicht, wie&#8230;intensiv das ging.&ldquo;<br \/>Wieder nickte Caleb mitf&uuml;hlend.<br \/>&bdquo;..wie&#8230;wie ist das mit&#8230;Bary passiert?..Also..die&#8230;Ver&auml;nderung?&ldquo;<\/p>\n<p>Nach kurzem &uuml;berlegen schob Sandra ihre Unterlippe vor.<br \/>&bdquo;Es muss irgendein Unfall gewesen sein, ich wei&szlig; es nicht. Keine Magie&#8230;auch nicht Geb&uuml;rtig&#8230;.es hat ihn ziemlich kalt erwischt.&ldquo; Sie blinzelte ob ihrer eigenen wortwahl.<br \/>Caleb nickte wieder, schwieg einen Moment und l&auml;chelte Sandra dann an.<br \/>&bdquo;&#8230;und..weiter?..&ldquo;<br \/>&bdquo;&#8230;er f&uuml;hlte sich allein, aber er wars eigentlich nicht. Da gab es Menschen die ihn&#8230;gern hatten&#8230;gern haben&#8230;und es war ihm bestimmt bewusst, aber richtig&#8230;lie&szlig; er das nicht an sich ran&#8230;.auch mich nicht&#8230;und..es war mir so&#8230;total bescheuert&#8230;weil&#8230;ich genau f&uuml;hlen konnte, dass&nbsp; er&#8230;dass er&#8230;.auf mich reagiert und je intensiver der Impuls&#8230;desto schweigsamer wurde er&#8230;&ldquo; Beinahe konsterniert sch&uuml;ttelte sie ihren Kopf. &bdquo; &#8230;als n&auml;hme es ihm die Luft zum atmen&#8230;.es..dauert ne ganze Ecke, bis sich eine Art Freundschaft entwickelte. Versteh meine Worte nicht falsch..ich&#8230;dachte damals nicht an&#8230;.Liebe&#8230;.daf&uuml;r hatt ich gar&#8230;nicht den Kopf..aber ich hatte weniger Schwierigkeiten zu akzeptieren, dass er mir sehr wichtig ist. Ich wusste nicht &#39;was&#39;..ich wusste nur..&#39;das&#39;&#8230; eigentlich..war ich zufrieden, als wir begannen&#8230;.als ein echtes Team zu arbeiten. Miteinander&#8230;waren wir mehr, als&#8230;die Summe der Teile&#8230;.verstehst du?&#8230;Zusammen &uuml;berschritten wir unsere eigenen Grenzen und waren F&auml;hig Leistungen zu erbringen die&#8230;..wir arbeiteten ..verdammt gut zusammen. In manchen Momenten, war ich diejenigen, wegen der er einen klaren Kopf behielt und er hielt jeden Schaden von mir fern&#8230;unsere F&auml;higkeiten &#8230;vereint..das war&#8230;&ldquo; Sie hatte nicht bemerkt wie sehr sie schw&auml;rmte und Caleb schenkte ihr f&uuml;r jedes Wort seine uneingeschr&auml;nkte Aufmerksamkeit. &bdquo;&#8230;..manchmal schon unheimlich&#8230;&ldquo;<br \/>Verlegen kratzte sie sich am Hinterkopf und lachte.<br \/>&bdquo;..und warum ist es..nicht so geblieben..wenn du zufrieden warst?&ldquo;erklang Calebs Stimme leise.<br \/>Ihre Mimik nahm ernstere Z&uuml;ge an, die sich auch in ihrer Stimme wiederspiegelten.<br \/>&bdquo;&#8230;wir&#8230;..wir waren auf einer S&auml;uberungsaktion in den Faults&#8230;.wir hielen Wache..es war ruhig, ein Gro&szlig;teil der Arbeit schon getan und er stand da..und ich merkte&#8230;das&#8230;seine Schutzschicht..sein..immer w&auml;hrender Widerstand geringer war. Vielleicht, weil die K&auml;mpfe so anstrengend waren. Sie war so d&uuml;nn, dass ich zum ersten Mal mit aller Intensit&auml;t f&uuml;hlte, dass er nicht durch und durch kalt ist, dass er innerlich gl&uuml;ht&#8230;.also..lebt&#8230;und&#8230;&ldquo;&#8230;sie schluckte. &bdquo;&#8230;.und ich hatte das erste mal das Bed&uuml;rfnis ihm&#8230;&#8230;..hm&#8230;&#8230;&#8230;.k&ouml;rperlich..nah zu sein. Ich&#8230;&ldquo;&nbsp; Und wieder ein Schlucken. &bdquo;..der Gedanke&#8230;ihn zu f&uuml;hlen oder&#8230; ich&#8230;&ldquo; ihre Stimme wurde rauher. &bdquo;..ich wollte ihn k&uuml;ssen..ich wollte f&uuml;hlen wie es ist&#8230;.und es war mir wichtiger wie&#8230;jede Gefahr&#8230;&ldquo;<br \/>&bdquo;&#8230;Gefahr weil er&#8230;.so..kalt ist?&ldquo; fragte Caleb nach.<br \/>&bdquo;&#8230;seine Gegenwart ist k&uuml;hl..seine Ber&uuml;hrung&#8230;.eigentlich&#8230;t&ouml;dlich.&ldquo;antwortete sie.<br \/>&bdquo;..eigentlich?&ldquo; bohrte er weiter.<br \/>&bdquo;&#8230;ich habe ihn gek&uuml;sst und&#8230;&#8230;&#8230;wie du siehst&#8230;leben ich noch..&ldquo; antwortete sie&#8230;mit gemischten Gef&uuml;hlen.<br \/>&bdquo;..und warum?&ldquo;<br \/>Ihre Stirn legte sich halb in Falten, weil es fast ein wenig klang als w&auml;re es ihr fehler, dass sie noch lebte, dann riss sie sich zusammen, seine Frage war naheliegend.<br \/>&bdquo;&#8230;weil ich genug &#8230;Energie in mir trug&#8230;.mich aus seiner K&auml;lte zu befreien und&#8230;.an mir zu heilen, was er mir an Leben nahm.&ldquo;<br \/>Caleb nickte.<br \/>&bdquo;..sie brachten dich..ins..Krankenhaus?&ldquo;vermutete er.<br \/>&bdquo;&#8230;.ne&#8230;irgendwie&#8230;haben sie mich ans Feuer verfrachtet&#8230;&ldquo;sie holte Luft&#8230;blinzelte&#8230;schluckte&#8230; &bdquo;Arachnos hat uns aufgelauert, als wir am verletzlichsten waren&#8230;.Cold hat gek&auml;mpft wie ein Tier&#8230;&#8230;&#8230;..&ldquo; Augenblicke lang bleibt ihr Mund offen stehen..wie erstarrt&#8230;dann fallen die Worte langsamer. &bdquo;&#8230;er war&#8230;hart..am Limit..ich&#8230;&#8230;.ich heilte ihn und&#8230;.hab mich wohl ..&uuml;bernommen..dann&#8230;.&ldquo;&#8230;Vorsichtig strich sie sich mit ihrer freien Hand &uuml;ber die linke H&uuml;fte. &bdquo;&#8230;dann ein h&auml;sslicher Schmerz..dann Dunkelheit&#8230;&#8230;.als ich erwachte..war er weg&#8230;..ich hab ihn&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.seit dem nicht wieder&#8230;&#8230;&#8230;.seit dem nicht wieder gesehen.&ldquo;<br \/>Caleb hob seine freie Hand und strich &uuml;ber das Band &uuml;ber ihren Augen.<br \/>&bdquo;&#8230;gesehen?&ldquo;<br \/>Seine Ber&uuml;hrung lies sie geschehen ohne zur&uuml;ck zu zucken, aber auf seine Frage antwortete sie nicht, stattdessen zog sie eine neue Wortwahl vor.<\/p>\n<p>&bdquo;..seit dem sind wir uns nicht wieder begegnet&#8230;&ldquo; korrigierte sie und Calebs Hand sank wieder. Als er wieder sprach klang seine Stimme ein wenig verlegen.<br \/>&bdquo;..und&#8230;.und mit wie vielen M&auml;nner warst du seit dem zusammen?&ldquo; fragte er und seinem Blick der sie traf, lag ein gewisses Eigen Interesse inne.<br \/>Sandras Stirn legte sich leicht in Falten und schlie&szlig;lich sch&uuml;ttelte sie ihren Kopf.<br \/>&bdquo;..mit keinem?&ldquo;<br \/>&bdquo;..und wie lange ist das her?&ldquo; f&uuml;gte er seiner Frage hinzu.<br \/>&bdquo;&#8230;..sieben&#8230;&#8230;.Win&#8230;&#8230;..sieben Jahre jetzt&#8230;&ldquo; antwortete sie wiederum<br \/>Eine Pause in der Caleb wohl &uuml;berlegte.<br \/>&bdquo;..dann..sind deine&#8230;hm&#8230;Erfahrungen mit M&auml;nnern..eher&#8230;.hm&#8230;.rudiment&auml;r?&ldquo; etwas leiser in der Betonung, weil das Thema sicherlich mit Vorsicht angegangen sein wollte.<br \/>Jetzt war sie es die schwieg, nicht emp&ouml;rt &ndash; eher, weil sie gerade feststellte, dass dem tats&auml;chlich so war und das sie nie dar&uuml;ber nachgedacht h&auml;tte&#8230;schlie&szlig;lich kicherte sie..zog die Schulter hoch und klang zweifelsohne verlegen, ein Eindruck, der durch ihre roten Wangen noch best&auml;tigt wurde.<br \/>&bdquo;..ich&#8230;&#8230;.&ldquo; Sie r&auml;usperte sich. &bdquo;&#8230;ich glaub..rudiment&auml;r ist&#8230;..&uuml;bertrieben?&ldquo;<br \/>Mit diesen Worten l&ouml;ste sie sich von seiner Hand, schlang beide Arme um sich, als fr&ouml;stelte es sie nun doch. Caleb betrachtete sie forschend, das erste Mal an diesem Abend musterte er sie zur G&auml;nze, sah auf den See, wieder zu ihr.<br \/>&bdquo;Sei nicht b&ouml;se..&ldquo; fl&uuml;sterte er.<br \/>Auf seine Worte hin runzelte Sandra eindeutig ihre Stirn, stellte Ihren Kopf schr&auml;g und sah fragend in seine Richtung. Dann f&uuml;hlte sie seine Hand an ihrer Wange, die Andere schmiegte sich an ihren Hinterkopf und ehe sie es ich versehen konnte k&uuml;sste er sie. Sehr weich und sacht, aber nachdr&uuml;cklich und er machte auch keine Anstalten das sofort wieder l&ouml;sen zu wollen.<br \/>Im ersten Reflex spannte Sandra sich an, hob ihre H&auml;nde abwehrend an und erstarrte in dieser Haltung, seinen Kuss hinnehmend. Dann sank ihr Widerstand, mit ihm ihre H&auml;nde und sie legte sie, vorsichtig an seiner Seite ab, als h&auml;tte sie Angst er ginge kaputt. Er dr&auml;ngte sie ein Winzigkeit zur&uuml;ck, an die Lehne und obwohl es sie schreckte, lies sie auch dies zu um es schlie&szlig;lich sogar&nbsp; seinen Kuss vorsichtig zu erwidern.<br \/>Bis zu diesem Moment, als sich ein seltsame Ger&auml;usch durch den Park qu&auml;lte. Es klang als br&auml;che ein Eisberg langsam auseinander, ein lautes Knirsche dessen Ursprung von der Anderen Seite des Sees stammen musste.<br \/>Und mit diesem Ger&auml;usch sprang Sandra auf, hob den Kopf in dem verzweifelten Versuch den Ursprung zu lokalisieren.<br \/>&bdquo;..Syra&#8230;&ldquo;&#8230;fl&uuml;sterte Caleb und stand ebenfalls auf, einen Schritt auf sie zu tuend.<br \/>Sie wich zur&uuml;ck.<br \/>&bdquo;Nicht&#8230;!&ldquo;wies sie jeden Versuch zur&uuml;ck, sie tat ein paar Schritte in eine Richtung.<br \/>&bdquo;..Syra das ist nur der See, er ist gefroren..Eis klingt manchmal so&#8230;&ldquo;<br \/>Ihre Lippen pressten sich aufeinander.<br \/>&bdquo;Nein&#8230;.nein&#8230;..nein&#8230;&ldquo;Sie sch&uuml;ttelte ihre Kopf&#8230;gleich mehrmals. Ihre Mimik wirkte streng&#8230;sogar hoch konzentriert.<br \/>&bdquo;Syra&#8230;.&ldquo;beging Caleb einen dritten Versuch, mit einf&uuml;hlsamer Stimme.<br \/>Sie hob die Hand, ihn damit zum Schweigen auffordernd, dann tat sie einen entschiedenen Schritt weiter. &bdquo; Ich muss jetzt gehen&#8230;.&ldquo;<br \/>&bdquo;&#8230;ich bringt dich heim, es ist schon sp&auml;t&#8230;&ldquo; bot er ihr an und tat ihr einen Schritt hinterher.<br \/>Und wieder sch&uuml;ttelte sie ihren Kopf.<br \/>&bdquo;Nein.!&ldquo; stellte sie ein weiteres mal fest und zog dann schnurstracks, wenn auch hinkend von dannen. Beeindruckend sicher, f&uuml;r jemand der nicht sehen konnte&#8230;nein..durfte.<\/p>\n<p>Als die junge Frau ausserhalb seiner Reichweite war, zog er die Schultern hoch und l&auml;chelte schief, als n&auml;hme er ihren Ausbruch nicht ganz so ernst, wie es vielleicht ein Anderer getan h&auml;tte. Ein zwei Schritte, dann stand er am See einen Blick dar&uuml;ber hinweg werfen. Seine H&auml;nde verschwanden in der Tasche seines Mantels und Augenblicke sp&auml;ter hatte er eine Zigarette in der einen und nichts in der Andere Hand. Dennoch glomm der Rauchstengel Sekunden sp&auml;ter auf.<br \/>Caleb nahm einen tiefen Zug, atmete ihn wieder aus und l&auml;chelte wieder, als er leise f&uuml;r sich mit einer etwas dunkleren Stimme fl&uuml;sterte&#8230;ganz f&uuml;r sich allein.<br \/>&bdquo;Syra&#8230;Green&#8230;&ldquo;<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dezember 2017 &bdquo;&#8230;.meine G&uuml;te Sandra&#8230;&#8230;&#8230;.bist du vollkommen verr&uuml;ckt?&ldquo;Eine Frau um die 40 mit dunklen, schon leicht angegrauten Haaren, betrat das Zimmer der J&uuml;ngeren und schritt zielstrebig zu der weit ge&ouml;ffneten Terrassen T&uuml;r.&bdquo;&#8230;drau&szlig;en hats Minus Grad, willst du dir den Tod &hellip; <a href=\"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/?p=172\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[16],"tags":[],"class_list":["post-172","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-coh-universum"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/172","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=172"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/172\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":376,"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/172\/revisions\/376"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=172"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=172"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=172"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}