{"id":173,"date":"2007-04-09T01:00:49","date_gmt":"2007-04-09T01:00:49","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/?p=173"},"modified":"2011-12-28T17:29:53","modified_gmt":"2011-12-28T17:29:53","slug":"coh-frost-part-iv","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/?p=173","title":{"rendered":"COH &#8211; Frost Part IV"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">2 Wochen lang es zur&uuml;ck.<br \/>&nbsp;Vor 2 Wochen hatte er sie gek&uuml;sst, dieser Caleb. Colds Gef&uuml;hle&#8230; Er<br \/>&nbsp;mochte das Bild nicht in seinem Kopf. Auch wenn alles so geteilt war. Wie oft<br \/>&nbsp;hatte er sich von Herzen gew&uuml;nscht, sie m&ouml;ge gl&uuml;cklich werden. Immer wenn sie<br \/>&nbsp;alleine ging, ihre Arme um sich schlang oder&nbsp; auf ihre Weise in die Nacht <br \/>&nbsp;hinaus starrte.<br \/>&nbsp;Es war ihm, als w&auml;re es seine Schuld. Als h&auml;tte er sie an sich gebunden,<br \/>&nbsp;als w&auml;re er daf&uuml;r verantwortlich, dass sie so alleine war wie er. Wie h&auml;tte<br \/>&nbsp;er dies einem so wundervollen Gesch&ouml;pf wie ihr w&uuml;nschen sollen?<br \/>&nbsp;Niemals. Er hatte mehr als einmal im Stillen darum gebeten, sie m&ouml;ge sich<br \/>&nbsp;verlieben und gl&uuml;cklich werden, damit er sie wenigstens von weiten<br \/>&nbsp;L&auml;cheln sehen konnte. Die K&auml;lte und die Einsamkeit war sein Schicksal, nicht<br \/>&nbsp;Ihres.<br \/>&nbsp;Dennoch. Dieser Moment, in dem sie sich den Lippen dieses Mannes<br \/>&nbsp;&uuml;berlassen hatte brannte in seinen Gedanken. Er war nicht b&ouml;se auf sie.<br \/>&nbsp;Es tat ihm sogar leid, dass&#8230;.das sie geflohen war &ndash; er wusste warum. Es<br \/>&nbsp;war ihm mit absoluter Gewissheit klar, dass dieser Zwiespalt in ihm so <br \/>&nbsp;gravierend war, dass sie es gef&uuml;hlt haben musste. Sie war ihm nicht so <br \/>&nbsp;fern&#8230;das war es auch, was es manchmal so schwer machte.<br \/>&nbsp;Ein Fremder k&ouml;nnte ihm wohl unterstellen, das ein Teil seiner selbst sich<br \/>&nbsp;heimlich w&uuml;nschte, ihre Liebe w&uuml;rde ihm auf immer Treu bleiben. Doch dem<br \/>&nbsp;war nicht so.<br \/>&nbsp;Cold war sich mehr als nur bewusst dar&uuml;ber, wer und was er war und ebenso<br \/>&nbsp;herrschte Gewissheit dar&uuml;ber, dass es f&uuml;r sie und ihn keine Zukunft<br \/>&nbsp;g&auml;be.<br \/>&nbsp;Wie k&ouml;nnte er behaupten in irgendeiner Weise etwas positives f&uuml;r sie zu <br \/>&nbsp;empfinden, w&uuml;rde er von ihr erwarten sein Schicksal zu teilen.<br \/>&nbsp;Diese Gedanken hatte er mehr als hundertmal, tausendmal gedacht. Manchmal <br \/>&nbsp;hatte er ein schlechtes Gewissen, weil ihre Liebe so untr&uuml;glich schien,<br \/>&nbsp;weil sie in all den Jahren, nie daran gezweifelt hatte und seiner harrte und<br \/>&nbsp;er?<br \/>&nbsp;Er konnte beim besten Willen nicht sagen, es ginge ihm genauso.<br \/>&nbsp;Bevor er wurde, wer er war, war das mit der Liebe schon&#8230;eine Sache f&uuml;r <br \/>&nbsp;sich. Er hatte nie viel Gedanken daran verschwendet. Liebe findet sich <br \/>&nbsp;schwer in Oberfl&auml;chlichen und schnell wechselnden Beziehungen. Er hatte es<br \/>&nbsp;nie vermieden. Er hatte es nie gesucht. Eigentlich, w&auml;re ihm ja noch ein<br \/>&nbsp;ganzes Leben daf&uuml;r geblieben.<br \/>&nbsp;Eigentlich.<br \/>&nbsp;Mit dem &#39;Tod&#39; Barys hatte sich seine wenigen Gedanken diesbez&uuml;glich<br \/>&nbsp;alsbald ganz eingestellt, bis zu dieser Sekunde, als sie ihn k&uuml;sste.<br \/>&nbsp;Es war nicht &ndash; es war nicht so gewesen, als h&auml;tte sie mit einem mal<br \/>&nbsp;alles gel&ouml;st und er begriffen, dass er sie liebte. Er war mehr &uuml;berrascht<br \/>&nbsp;und&#8230;ja ..nat&uuml;rlich angenehm ber&uuml;hrt. F&uuml;r diese wenigen Sekunden.<br \/>&nbsp;Dann die Katastrophe und er war sich 100% sicher, er h&auml;tte ebenso sein<br \/>&nbsp;Leben f&uuml;r sie gegeben, wenn sie ihm nicht unmittelbar davor ihre Gef&uuml;hle auf<br \/>&nbsp;so liebevolle und doch zur&uuml;ckhaltende Art und Weise n&auml;her gebracht hatte.<br \/>&nbsp;Sie war in seinen Augen ein Mensch, der es Wert war sein Leben daf&uuml;r zu <br \/>&nbsp;geben. War das Liebe?<br \/>&nbsp;Vielleicht eine Art von? Er konnte es nicht sagen. Es &uuml;berwog sein <br \/>&nbsp;schlechtes Gewissen. H&auml;tte sie ihn nicht gek&uuml;sst, h&auml;tten sie<br \/>&nbsp;zusammen&#8230;zu zweit&#8230;. Gemeinsam h&auml;tten sie die Meute lange genug halten k&ouml;nnen, bis die Verst&auml;rkung gekommen w&auml;re. Nur ihre Liebe f&uuml;r ihn, die er nicht mal verdiente, war Schuld daran, dass sie&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;f&uuml;r immer gezeichnet&nbsp; war.<br \/>&nbsp;Wann immer er an den Kuss dachte und sich ein Hauch von W&auml;rme in sein<br \/>&nbsp;Herz stehlen wollte, f&uuml;hrte er sich mit an Masochismus grenzender H&auml;rte vor <br \/>&nbsp;Augen, welches Leid er &uuml;ber sie gebracht hatte.<br \/>&nbsp;Und diese langen Jahre lang, die er &uuml;ber sie wachte. Weit entfernt von<br \/>&nbsp;ihrem wachsamen Blick. Es war nicht Liebe die ihn trieb, er war sich sicher. Es <br \/>&nbsp;war Sorge und Schuld.<br \/>&nbsp;Vielleicht ein wenig Ehrgeiz, sollte sie doch nie wieder Schaden nehmen,<br \/>&nbsp;nur weil er schwach oder unaufmerksam war.<br \/>&nbsp;Der Gedanke, der kleine Gedanke vor all diesen Jahren, vor dem Kuss&#8230;das <br \/>&nbsp;etwas in ihm gewesen war, was sich den Kuss gew&uuml;nscht hatte &ndash; er hatte ihn <br \/>&nbsp;nicht vergessen, es erinnerte ihn daran, dass er nie wieder egoistisch<br \/>&nbsp;sein durfte.<br \/>&nbsp;<br \/>&nbsp;All dies, noch viel mehr und noch viel weniger ging ihm durch den Kopf,<br \/>&nbsp;als er den Weg durch den Park nahm in Richtung Syras Kunstschule. Sie malte<br \/>&nbsp;noch immer. Er hatte geh&ouml;rt dass sich kleine Gruppen von Freaks nach Talos <br \/>&nbsp;geschlagen hatten und wollte sich vergewissern, dass ihr niemand auf dem<br \/>&nbsp;Weg nach Hause auflauern w&uuml;rde. Er wusste faktisch immer wo sie war.<br \/>&nbsp;Sorge und Schuld.<br \/>&nbsp;Es war schon fast 22 Uhr, als ihn nur noch wenige hundert Meter von der <br \/>&nbsp;Anderen Seite des Park es trennte. Nicht unweit davon war auch Syras<br \/>&nbsp;Schule.<br \/>&nbsp;Auf dem dunklen Parkweg kam ihm eine junge Frau entgegen. Das Oberteil<br \/>&nbsp;eine enge Lacklederimitation, ein Rock der um ein Haar zu kurz war, hohe <br \/>&nbsp;Plateauschuhe und halterlose Netzstr&uuml;mpfe.&nbsp;&nbsp; Hellblaues Haar, dass ihr<br \/>&nbsp;halb ins Gesicht hing. Das sie&nbsp; trotz dieser seltsamen Kombination nicht billig<br \/>&nbsp;aussah, musste an ihrer Ausstrahlung liegen. Wie sie ging, oder etwas in<br \/>&nbsp;der Richtung. Er machte sich keine tiefer gehenden Gedanken dar&uuml;ber. Sie war <br \/>&nbsp;zweifelsohne h&uuml;bsch und Bary, Bary h&auml;tte sie sich sicherlich nicht<br \/>&nbsp;durch die Finger schl&uuml;pfen lassen.<br \/>&nbsp;Doch Cold mochte sich mit einer h&uuml;bschen Oberfl&auml;che nicht mehr<br \/>&nbsp;begn&uuml;gen, selbst wenn er nicht auf jede&#8230;&#8230;..fast jede&#8230;.Frau abschreckend wirken w&uuml;rde.<br \/>&nbsp;Tats&auml;chlich sah er sie nur kurz an, nahm zur Kenntnis das sie h&uuml;bsch war<br \/>&nbsp;und verga&szlig; sie sofort wieder, als sie sein Blickfeld wieder verlassen hatte.<br \/>&nbsp;Als er den Park verlie&szlig;, bogen ein Pulk junger M&auml;nner gerade in diesen<br \/>&nbsp;ein. Sie trugen Anz&uuml;ge, die locker sa&szlig;en. Auch wenn es in seinem Hinterkopf<br \/>&nbsp;kurz klingelte, etwas dass nicht ganz passte, schob er den Gedanken <br \/>&nbsp;beiseite&#8230;dort auf der Anderen Seite &ouml;ffnete sich die T&uuml;re der Schule<br \/>&nbsp;und Syra kam in Begleitung einer anderen Sch&uuml;lerin heraus. Sie redeten und<br \/>&nbsp;Syra l&auml;chelte und dieser kurze Moment lies ihn eben all die anstrengenden <br \/>&nbsp;Gedanken vergessen.<br \/>&nbsp;H&uuml;bsch war sie, die Jahre hatten aus dem M&auml;dchen eine Frau gemacht und<br \/>&nbsp;er hatte keine Sekunde daran verpasst. Doch gerade jetzt, wie sie dort so <br \/>&nbsp;stand, in diesem schwarzen kurze Kunstfellmantelm, den schwarzen <br \/>&nbsp;Winterstiefel und &uuml;ber alledem ihr nicht zu b&auml;ndigendes gr&uuml;nes Haar,<br \/>&nbsp;war sie so sch&ouml;n, dass es ihn f&uuml;r einen Moment stach.<br \/>&nbsp;Er &uuml;berlegte, ob er vielleicht zu ihr gehen sollte. In aller<br \/>&nbsp;Freundschaft, er wollte ihr davon erz&auml;hlen, wie sehr es ihn qu&auml;lte, dass sie wegen ihm Leid zu tragen hatte. Mit ihr zu reden w&uuml;rde sicherlich helfen. Er hatte gern mit ihr gesprochen.<br \/>&nbsp;Vielleicht gab es einen Weg f&uuml;r beide einander beizustehen. Es schien <br \/>&nbsp;m&ouml;glich. In diesem Moment schien es ihm m&ouml;glich. Gerade wollte er einen <br \/>&nbsp;Schritt &uuml;ber die Stra&szlig;e tun, da fuhr ein dunkelbrauner Wagen vor. Nichts<br \/>&nbsp;besonderes und Sekunden sp&auml;ter stieg Caleb aus und sagte etwas zu Syra.<br \/>&nbsp;Deren L&auml;cheln verschwand, sie wirkte hilflos ihre Freundin stupste sie<br \/>&nbsp;mit <br \/>&nbsp;dem Ellbogen, dann l&auml;chelte Syra wieder schief, zog die Schultern etwas <br \/>&nbsp;sch&uuml;chtern hoch und nickte.<br \/>&nbsp;Eine Verabschiedung an die Freundin, dann stieg sie in Calebs Wagen, der <br \/>&nbsp;hielt ihr die Beifahrert&uuml;re auf und mit dem dumpfen Ger&auml;usch mit welchem<br \/>&nbsp;er die Wagent&uuml;r wieder schloss, verpufften auch Colds hoffnungsvolle<br \/>&nbsp;Gedanken wieder.<br \/>&nbsp;Wieder war dort diese Bild, wie Caleb sie gek&uuml;sst hatte.<br \/>&nbsp;Sie hatte die Augen geschlossen und es genossen.<br \/>&nbsp;Er g&ouml;nnte Syra den Moment des Gl&uuml;cks, aber&#8230;.<br \/>&nbsp;&#8230;aber er neidete es Caleb.<br \/>&nbsp;Wer wusste schlie&szlig;lich, ob er gut genug f&uuml;r Syra w&auml;re.<br \/>&nbsp;<br \/>&nbsp;Gerade als er sich um wandte h&ouml;rte er ged&auml;mpftes M&auml;nner lachen aus dem<br \/>&nbsp;Park. <br \/>&nbsp;Etwas an dem Unterton gefiel ihm nicht daran. W&auml;hrend er sich langsam in <br \/>&nbsp;Bewegung setzten und &uuml;berlegte, was an dem Lachen nicht passte fiel ihm<br \/>&nbsp;der Trupp junger M&auml;nner wieder ein. Auch an ihnen war etwas unstimmig<br \/>&nbsp;gewesen. <br \/>&nbsp;Sie trugen zwar Anz&uuml;ge wie viele hier in Talos aber&#8230;.aber sie hatten<br \/>&nbsp;nicht perfekt gepasst. Die Hosen ein Tick zu klein, die Hemden zu gro&szlig;, die <br \/>&nbsp;Krawatten schlecht gebunden. Auch ihre Gruppierung war, zu locker mehr wie<br \/>&nbsp;junge Punks als gut erzogene junge M&auml;nner. Die Haare..glattweg alle <br \/>&nbsp;zur&uuml;ckgegeelt&#8230;wieder das Lachen.<br \/>&nbsp;Es war das Lachen, das St&auml;rkere lachten, wenn sie sich an etwas<br \/>&nbsp;schw&auml;cherem vergriffen. Er kannte es aus der Schule, er war nicht immer einer von den guten Jungs gewesen.<br \/>&nbsp;Sein K&ouml;rper setzte sich schon in Bewegung, da war sein Kopf mit Denken<br \/>&nbsp;noch nicht fertig. Die junge Frau in dem dreisten Rock, war sicherlich eine<br \/>&nbsp;Runde Spa&szlig; Wert f&uuml;r&#8230;&#8230;&#8230;verkleidete Freaks.<br \/>&nbsp;Mit f&uuml;r seine K&ouml;rpergr&ouml;&szlig;e beeindruckender Geschwindigkeit verfolgte er<br \/>&nbsp;den Weg zur&uuml;ck, dem Lachen entgegen. Abgesehen davon, dass er ganz sicherlich<br \/>&nbsp;einer Frau in Not helfen w&uuml;rde hatte er gerade deutlich Lust ein paar<br \/>&nbsp;Freaks zu verm&ouml;beln. Er wusste nicht genau warum.<\/p>\n<p>Das Bild dass sich ihm schlie&szlig;lich bot &uuml;berraschte ihn nicht im geringsten, es war ihm als h&auml;tte er es vorher bereits gesehen. Einige hundert Meter weiter im Park, abseits vom Weg stand die Frau mit einer alten Eiche im R&uuml;cken und um sie herum die Typen, deren Lachen Cold bis hier her gef&uuml;hrt hatte. Da er sie jetzt nochmal genauer betrachtete, war es ihm beinahe ein R&auml;tsel, dass ihm nicht schon gleich als er sie das erste Mal sah, klar geworden war, dass es Freaks waren. Zu viele Details die daf&uuml;r sprachen. <br \/>Der gr&ouml;&szlig;te von ihnen trat einen Schritt auf die Frau zu und diese verschr&auml;nkte die Arme, ein wenig bockig. So richtig &auml;ngstlich wirkte sie nicht, was sicherlich daran lag, dass sie nicht wusste mit wem sie es zu tun hatte. Die Freaks mochten einfach untersch&auml;tzt werden, weil sie nie nach der F&uuml;hrungsspitze strebten. Sie waren mehr oder minder unorganisiert, taten was sie wollten, waren &uuml;berall zu finden und nirgends. Das schlimme an ihnen war, dass sie keinerlei Ehre besa&szlig;en,kein Prinzip, sie waren launisch und grausam wie Kinder. Keinesfalls Gegner, die man auf die leichte Schulter nehmen sollte.<br \/>Der Crusher allerdings interessierte sich im Augenblick nur wenig daf&uuml;r, ob die Freaks nun gef&auml;hrlich waren oder nicht. Er w&uuml;rde sie in jedem Fall von der Bildfl&auml;che wischen. Auf die letzten 50 Meter beschleunigte er noch einmal, sprang ab und kam mit einem gewaltigen Rums nur wenige Meter von dem kleinen Auflauf zum stehen. Entsprechend seines Auftrittes hatte er faktisch unmittelbar die ungeteilte Aufmerksamkeit der jungen M&auml;nner auf sich gezogen. Sie lie&szlig;en die Frau stehen und scharrten sich, um Bary, der danach aussah, als w&uuml;rde er mehr Spa&szlig; bringen. Sein gewaltiger Leib arbeitete schon von ganz allein, eine Welle an Kraft durch floss ihn, sie kribbelte in ihm, dann stampfte er einmal auf und seine Gegner zersprangen nach allein Seiten, &auml;chzten und qu&auml;lten sich wieder hoch. Jetzt erst recht gewillt dem Fremden in die Schuhe zu helfen. Sie st&uuml;rzten sich auf ihn mit jener Eigenschaft die ihnen am Meisten lag. Unkontrollierte Gewalt. Sie stachen und pr&uuml;gelten auf ihn ein, einige versetzten ihm Stromst&ouml;&szlig;e &ndash; f&uuml;r Cold war es eine Aufw&auml;rm&uuml;bung. Er hatte sein Repertoire noch gar nicht zur G&auml;nze an den Mann gebracht, da lagen sie schon alle zu seinen F&uuml;&szlig;en und r&uuml;hrten sich nicht mehr. Bis auf einen, der sich wohl entschlossen hatte, weiterhin mit der Frau zuspielen und seinen Kumpels den Eistank zu &uuml;berlassen. Zumindest in der Theorie.<br \/>&bdquo;He!&ldquo; fuhr Cold ihn an, als der sich gerade daran machen wollte der Frau zu Nahe zu r&uuml;cken diese &ndash; diese stand immer noch vergleichbar unger&uuml;hrt mehr oder minder an dem Baum. Der Freak jedoch hatte sehr wohl, erfasst was der Crusher mit seinen Kumpanen gemacht hatte und entschloss sich umgehend f&uuml;r Plan B. Anstatt dem Zuruf des Eistanks zu folgen, tat er einen Satz in Richtung der Blau haarigen und war gerade dabei nach ihr zu greifen, da verzogen sich ihre Lippen sp&ouml;ttisch, ihre rechte Hand hob sich und der Angreifer fand sich in einem Eisblock wieder. Zur H&auml;lfte eingefroren, zur G&auml;nze erstarrt.<br \/>F&uuml;r einen absurden Moment lang &uuml;berlegte Cold, ob er das getan hatte ohne es zu wissen. Doch die Mimik der Frau und ihr Auftritt im Ganzen legten ihm den Verdacht nahe, dass sie sich ihrer Haut vielleicht ganz gut zu erwehren wusste. Er tat ein zwei Schritte auf sie zu, faktisch neben den eingefrorenen Freak und lie&szlig; sich von ihr ganz unverbl&uuml;mt mustern, als sie damit schlie&szlig;lich geendet hatte l&auml;chelte sie ein etwas schiefes, aber nicht unattraktives L&auml;cheln.<br \/>&bdquo;&#8230;mich hat schon lange niemand mehr gerettet..&ldquo;begann sie mit einer etwas dunkleren Stimme, die ohne Probleme aus einer Telefonhotline entstammen h&auml;tte k&ouml;nnen. &bdquo;&#8230;schon gar nicht von so nem coolen Typ&ldquo; Ihr L&auml;cheln wurde breiter und Cold mochte den leicht arroganten Unterton in ihren Worten nicht. Einfach weg gehen wollte er allerdings auch nicht.<br \/>&bdquo;Sieht nicht so aus als w&uuml;rdest du wirklich Hilfe brauchen..&ldquo;erwiderte er, seinerseits etwas unter k&uuml;hlt mit einem Seitenblick auf den Freak dessen Eisgef&auml;ngnis langsam zu schmelzen begann. Sie stie&szlig; sich von dem Baum ab und kam Cold einen Schritt entgegen, um ihm von der N&auml;he aus in die Augen zu sehen.<br \/>&bdquo;Was eine Frau braucht und was eine Frau will&#8230;sind mal zwei verschiedene Dinge mein tapf&#39;rer Held&#8230;!&ldquo; Bei dem Wort &#39;Held&#39; fand sich durchaus etwas Ironie in ihrer Stimme, die er gepflegt &uuml;berh&ouml;rte. Eine ganz seltsame Frau. Etwas an ihr schien ihm dreckig, auch wenn er es nicht genau definieren konnte. Etwas an ihr lie&szlig; ihn wissen, dass sie keine dieser &#8230;.dieser&#8230;Heldinnen war. Sie troff vor Selbstbewusstsein, gepaart mit Arroganz und hatte dennoch etwas an sich was &ndash; ja&#8230;sexy war. Vielleicht sogar deswegen? Allein dass er diesen Gedankengang hatte &uuml;berraschte ihn entschieden.<br \/>Sie l&auml;chelte in ihren Eis blauen Augen blitze es und dann hielt sie ihm ihre Hand entgegen. &bdquo;Alicia Frost und wie darf ich meinen Retter ansprechen?&ldquo;<br \/>Wie ein kleines Kind wollte er sich gegen ihre dreisten Besitzanspruchsbetitelungen erwehren, aber schon allein der Gedanke daran ihr zu verbieten ihn mit &#39;mein Held&#39; zu betiteln schien ihm l&auml;cherlich. Daf&uuml;r sah er nur auf ihre Hand und r&uuml;hrte sich sonst nicht. Ihre Hand ergriff er selbstverst&auml;ndlich nicht.<br \/>&bdquo;Man nennt mich den Crusher &ndash; Cold Crusher&#8230;&ldquo;erwiderte er und seine Stimme kratzte etwas rau. Alicia zog ihre Augen braue hoch, sah auf ihre Hand und dann wieder zu Cold.<br \/>&bdquo;Aber an einer Erziehung musst du noch arbeiten Herzchen&#8230;&ldquo;<br \/>Seine Nasenfl&uuml;gel bl&auml;hten sich, als er ihr sch&auml;rfer als gewollt erkl&auml;rte:<br \/>&bdquo;Ich w&uuml;sste nicht, dass ich dein Herzchen w&auml;re. Spars dir.&ldquo;<br \/>Sie ignorierte seine Worte und auch das knurren.<br \/>&bdquo;Trotzdem ist es unh&ouml;flich eine Dame so mit ausgestreckter Hand stehen zu lassen. Du musst mir ja nicht die Hand k&uuml;ssen, wenn du nicht wei&szlig;t wies geht&#8230;&ldquo;<br \/>F&uuml;r einen aberwitzigen Moment &uuml;berlegte Cold, ob er in eine &#39;versteckte Kamera&#39; Folge geraten war. Dann wies er all die absurden Gedankeng&auml;nge von sich, sogar den boshaften Kommentar der ihm auf der Zunge lag.<br \/>&bdquo;Ich habs nicht so mit K&ouml;rperkontakt.&ldquo; antwortete er stattdessen, h&ouml;flich pr&auml;gnant.<br \/>&bdquo;Schade eigentlich&#8230;&ldquo;erwiderte sie und ob er wollte oder nicht, die Anz&uuml;glichkeit lies sich nicht aus ihren Worten Weginterpretieren. Es ver&auml;rgerte ihn, dass ihn ausgerechnet so eine Person kalt erwischte. Kalt, erwischte. Sie lachte leise und es klang wie fallender Schnee.<br \/>&bdquo;Stehst nicht drauf oder wie kommts?&ldquo;<br \/>Nicht nur Arrogant sondern Ignorant. Die Eisschicht die seinen K&ouml;rper &uuml;berzog, war nun mal schwer zu &uuml;bersehen, aber sie schaffte es ohne Schwierigkeiten. Wieder verkniff er sich eine harsche Bemerkung.<br \/>&bdquo;hast du mich schon mal angesehen..&ldquo;knurrte er, ungewollt konnte man aus seiner Stimme h&ouml;ren, dass er am liebsten nicht auf dem Thema rum reiten wollte. Als er es ausgesprochen hatte tat es ihm schon leid. Sie hingegen l&auml;chelte etwas mehr.<br \/>&bdquo;Ich pers&ouml;nlich sehe hier einen gro&szlig;en kr&auml;ftigen eindrucksvollen Mann&#8230;&#8230;&#8230;..mit Ber&uuml;hrungs&auml;ngsten&#8230;&ldquo; Sie verschr&auml;nkte wieder ihre Arme vor der Brust und hatte eine derart sp&ouml;ttischen Gesichtsausdruck den man ihr, obwohl Cold niemals eine Frau schlagen w&uuml;rde&#8230;aber nur in der Theorie&#8230; Einen Gesichtsausdruck den man ihr gerne aus dem Gesicht wischen w&uuml;rde.<br \/>Ihm lagen einen Haufen Antworten auf der Zunge, doch er hob nur die Hand und winkte ab, lustig konnte sie sich &uuml;ber jemand Anderen machen. Er machte auf dem Absatz kehrt, ging los und h&ouml;rte sie dann leise nach rufen und sogar n&auml;her kommen &ndash; weit war er ja noch nicht gegangen.<br \/>&bdquo;Herrje bist du verklemmt. Wart halt!&ldquo; Zwei drei schnellere Schritte und sie war neben ihm. Cold blieb tats&auml;chlich stehen. Warum auch immer. &bdquo;&#8230;nun sag schon, findest du mich so abartig h&auml;sslich, dass du mir nicht mal die Hand geben willst oder woran happerts?&ldquo;<br \/>&bdquo;Verdammt&#8230;&ldquo; entkam es ihm und sie zog wieder die Augen braue hoch ob des Fluches &ndash; zur&uuml;ck wich sie allerdings nicht. Cold atmete durch. &bdquo;&#8230;h&ouml;r mal, was ich anfasse geht kaputt, alles klar? Ich bin schlechte Gesellschaft. Eiskalt..&ldquo; Er hob demonstrativ seine Hand und betrachtete den schwachen sublimation Nebel, der ihn umgab. &bdquo;Also wenn du deine Hand unbedingt verlieren willst, kann ich sie dir schon mal halten&#8230;.&ldquo; auch hier konnte er es nicht verhindern dass seine Worte von einer dezenten Melodramatik unterlegt waren. Er hasste es.<br \/>Jetzt schwieg sie tats&auml;chlich einen Augenblick, dann zog sie ihre Mundwinkel kurz nach unten, lachte&#8230;sie lachte und es h&ouml;rte sich ein wenig wie auslachen an, sie tat einen kleinen Schritt vor ihn und suchte wieder seinen Blick.<br \/>&bdquo;..du h&auml;lst dich wirklich f&uuml;r Gottes Rache an der Menschheit, und das Leiden Christie obendrein?&ldquo; Sie hob ihre Hand und legte sie an seinen Arm, vielmehr griff sie danach und das nicht mal so langsam. &bdquo; Es tut mir Leid dich von deinem Einzelschicksal befreien zu m&uuml;ssen, aber du&#8230;&#8230;bist wei&szlig; Gott&#8230;nicht der einzige&#8230;&ldquo;<br \/>Wut stieg in Cold auf, als sie lachte, noch mehr, als sie ihn einfach anfasste, er wollte sie am liebsten weg schlagen, als ihm auffiel, dass ihre Hand noch immer auf seinem Arm lag, nicht blau anlief oder von Frost &uuml;berzogen wurde und auch, dass sie munter weiter redete.<br \/>&bdquo;&#8230;in dieser Stadt der seinen ganz eigenen Bezug zu Eis hat&#8230;&#8230;..&ldquo;<br \/>Sie sah ihn herausfordernd an und sein Blick lag finster auf ihr. Er erwiderte kein Wort. Sie sprach weiter.<br \/>&bdquo;&#8230;oder f&uuml;hlst du&#8230;&ldquo; Sie tat noch ein Schritt n&auml;her und war ihm jetzt, definitiv arg nah. &bdquo;&#8230;meine Innere W&auml;rme nicht.&ldquo; Diese Worte grenzen an Zynismus und h&auml;tten wieder seine Wut verst&auml;rkt, wenn ihn diese fast unfreiwillige N&auml;he nicht durcheinander br&auml;chte. Ihre Hand auf ihm war k&uuml;hl. Nicht seine K&auml;lte. Es war ihre. Langsam sickerte in seinen Verstand die M&ouml;glichkeit, das es offenbar Menschen gab, die seine N&auml;he ertragen konnten ohne zu sterben. Diese Erkenntnis traf ihn so &uuml;berraschend, dass er dar&uuml;ber sogar die Wut &uuml;ber ihre Art verga&szlig;.<br \/>&bdquo;nur K&auml;lte&#8230;&ldquo;antwortet er &ndash; irgendwie. Alicia schnaubte.<br \/>&bdquo;&Uuml;berraschung&#8230;&ldquo;erwiderte sie trocken. Ihre Hand schob sich etwas h&ouml;her, beinahe wie zuf&auml;llig. &bdquo;&#8230;starke Arme.&ldquo;<br \/>Als sie das so sagte, geschahen mehrere Dinge sehr schnell hintereinander. Zum einen ein kleines Kribbeln, das ihre kalte Hand auf ihm hinterlie&szlig;. Dann der immer noch leicht anz&uuml;gliche Ton in ihrer Stimme, der wirklich nur Widerwille in ihm regen wollte. Dann ein Teil in ihm, der sich eingestehen musste, die Frau so wie sie da stand anziehend zu finden, mitsamt ihrer Dreistigkeit, was ihn wiederum w&uuml;tend &uuml;ber ihn selbst machte. Und als sie ihm nun auf so eine pers&ouml;nliche Ebene kam, riss er seinen Arm nicht nur weg, sondern war auch dabei sie eine Kleinigkeit von sich zu schubsen, vielmehr um sich von ihrer N&auml;he zu befreien, die ihn etwas verwirrte, als sie zurecht zu stutzen.<br \/>Doch soweit kam es nicht. Als seine Hand ihren Arm ber&uuml;hrte um sie mit etwas Kraft von sich zu weisen, war es, als h&auml;tte er an eine Eiswand gefasst und nicht einen Frauenk&ouml;rper ber&uuml;hrt. Seine Kraft verpuffte an ihr, als w&auml;re nichts geschehen. Er staunte nicht schlecht. Sie sah ihm in die Augen und w&auml;hrenddessen floss s&uuml;&szlig;er Honig aus ihrem Mund, in Form von Worten.<br \/>&bdquo;Glaub mal nicht, dass ich aus Zucker bin S&uuml;&szlig;er&#8230;&ldquo;<br \/>Cold konnte nicht genau sagen warum ihm ihre Worte dieses L&auml;cheln entlockten.<br \/>&bdquo;Ach nein&#8230;?&ldquo;fragte er nach und setzte einen Schubs nach, ohne wirklich Schwung zu holen und dieses mal stolperte sie eine Kleinigkeit zur&uuml;ck Richtung Baum. Kurze Verbl&uuml;ffung auf ihrem Gesicht, dann l&auml;chelte sie ebenfalls, sp&ouml;ttisch &ndash; aber in ihren Augen blitze es am&uuml;siert.<br \/>&bdquo;Ah, der Herr sieht sich pl&ouml;tzlich doch in der Lage seine Ber&uuml;hrungs&auml;ngste zu &uuml;berwinden&#8230;&ldquo;Um den Rest Schwung abzubauen, den Cold ihr verpasst hatte, ging sie noch ein zwei Schritte r&uuml;ckw&auml;rts. Cold folgte ihr, eigentlich &ndash; eigentlich wollte er gehen. Doch der Teil in ihm, der von dieser Person angesprochen wurde, wollte gerade Oberhand behalten.<br \/>&bdquo;..kann es sein, dass du zu den Frauen geh&ouml;rst die niemals wissen, wann sie besser den Mund halten?&ldquo; tief klang seine Stimme und sicherlich gab es einige Schurken, die das Weite ob der Tonlage gesucht h&auml;tten. Alicia hingegen, l&auml;chelte breiter, ihre Z&auml;hne so wei&szlig;t wie frischer Schnee. Noch zwei drei Schritt r&uuml;ckw&auml;rts, dann hatte sie den Baum wieder im R&uuml;cken. Der Crusher blieb einen halben Schritt weit von ihr entfernt, und hatte sie so, ohne sie ber&uuml;hrt zu haben an das Holz gezw&auml;ngt.<br \/>Ihr Kopf legt sich etwas in den Nacken, ihre Augen huschten &uuml;ber ihn hinweg, beinahe sezierend, dann schien es, als h&auml;tte sie etwas entdeckt, was sie noch mehr l&auml;cheln lies.<br \/>&bdquo;Kann es sein, dass ich dir gefalle..?&ldquo;<br \/>Der Crusher schnaubte.<br \/>&bdquo;Was bist du eingebildet&#8230;&ldquo;<br \/>&bdquo;Was bist du feige&#8230;&ldquo;erwiderte sie und lehnte sich an den Baum, so l&auml;ssig als k&ouml;nne er sie gar nicht meinen.<br \/>Vor seinem Inneren Augen entglitt ihm die Situation. Vor seinem Inneren Augen &uuml;berwand er den letzten Schritt und bewies ihr, dass er sicherlich keine Ber&uuml;hrungs&auml;ngste hatte. Aber er wollte sich von ihr nicht so provozieren, so manipulieren lassen. Sie w&auml;re gewiss nicht die Erste Frau die er gek&uuml;sst h&auml;tte, ohne sie weiter zu kennen. Er hatte schon mit Frauen geschlafen und sich nie die M&uuml;he gemacht deren Namen in Erfahrung zu bringen. Aber, aber das mehr Bary und Bary war doch nicht mehr? Es verwirrte ihn, das dieser Teil seiner selbst sich gerade jetzt meldete. Was ihn nicht verwirrte, war das Bary auf Alicia an sprang. Aber Cold war da Anders? Allerdings, eine attraktive Frau die unter seinen H&auml;nden nicht zu Eis erstarrte?<br \/>Eine boshafte Stimme fl&uuml;sterte, das Syra und Caleb&#8230; Ein Knurren entfuhr ihm und lockte Alicias Augen braue ein weiteres Mal nach oben, er sah sogar, dass sich ihre Muskulatur spannte, als n&auml;hme sie ihn doch nicht ganz so locker, wie sie ihm glauben machen wollte.<br \/>Etwas an ihr war nicht koscher.<br \/>&bdquo;Ich bin nicht zu feige, ich lass mich nur nicht so billig an Land ziehen.&ldquo;<br \/>Alicias L&auml;cheln verlor sich in einen etwas boshafteren Glanz. Sekunden lang standen sie so da, dann holte sie aus und schlug ihm ins Gesicht. Obwohl seine Haut k&uuml;hl blieb, brannte sie von Innen. Geohrfeigt wie ein kleiner Junge. Ohne dass er noch nachgedacht h&auml;tte, setzte er ihr seine Pranke auf das Brustbein, dr&uuml;ckte sie an den Baum und kam n&auml;her um zu knurren, dass sie das wohl lieber nie wieder tun sollte, wenn sie nicht verdammt viel &Auml;rger bekommen wollte, doch irgendwo musste sein Plan einen Fehler gehabt haben, denn noch bevor er zum sprechen ansetzten konnte, fanden sich ihre H&auml;nde an seinem Nacken und seiner Seite wieder und Sekunden sp&auml;ter k&uuml;sste sie ihn und das nicht eben zur&uuml;ckhaltend. Ihre Zunge war ein k&uuml;hler geschmeidiger Muskel und weckte sehr alte Erinnerungen in ihm, der Rest an Wut, der ihm noch in den Gliedern steckte lies er an ihr aus, was zu einer kurzen, aber sehr hingebungsvollen Knutscherei f&uuml;hrte.<br \/>Cold war sich dar&uuml;ber im Klaren, dass&#8230;dass es nicht er war, der dort mit dieser Fremden stand, mit der ganz gewiss etwas nicht stimmte. Andererseits hatte ihm schon seit langem nichts mehr so gut getan. Als sie sich von ihm l&ouml;ste wusste er kurz nicht wohin mit sich, sie half ihm dabei ganz souver&auml;n &uuml;ber die H&uuml;rde.<br \/>&bdquo;Nett&#8230;&ldquo; sagte sie mit ihrem diesem L&auml;cheln. &bdquo;..ich will dich wieder sehen. N&auml;chste Woche. Mitternacht, vor dem alten Theater&#8230;&#8230;&#8230;.ich wart auf dich.&ldquo; <br \/>Ohne seine Antwort abzuwarten, entwand sie sich der Situation und strebte in die Richtung, in die sie wohl urspr&uuml;nglich unterwegs gewesen war. Cold war etwas bet&auml;ubt. Diese auflodernde Leidenschaft sickerte gerade zur&uuml;ck nach dort wo sie herkam. Er f&uuml;hlte sich ein wenig frei und ein wenig falsch und h&auml;tte die Momente eben doch nicht eintauschen wollen?<br \/>Er sch&uuml;ttelte sich, drehte sich um, um sich ebenfalls auf den Weg zur&uuml;ck zu machen, dann erstarrte er und ihm wurde kalt. Eiskalt.<\/p>\n<p>*<br \/>&bdquo;..ich, ich will nicht dass du..hm..mich einfach so abholst..&ldquo; fl&uuml;sterte Sandra, ihre Stimme klang d&uuml;nn und verlegen und sie sah Caleb nicht an. Er klang ebenfalls belegt. Dort mit ihr in seinem Auto vor ihrer Kunstschule.<br \/>&bdquo;tut mir leid sy&#8230;du hast meine Anrufe nicht beantwortet und ich&#8230;ich&ldquo; seine Stimme verstarb. Seine H&auml;nde hoben sich und legten sich hilflos zur&uuml;ck ans Lenkrad.<br \/>&bdquo;tut mir leid&#8230;&ldquo; entschuldigte auch sie sich. &bdquo;..ich finds nicht fair von mir, mit dir weg zu gehen, wenn mein Herz doch bei&#8230;&#8230;.ihm&#8230;..ist.&ldquo;<br \/>Caleb presste seine Lippen zusammen und nickte. Ein ganzes Weilchen lang herrschte Ruhe, dann klang seine Stimme voller.<br \/>&bdquo;Aber wie sollst du jemals aufh&ouml;ren immer an ihn..zu denken, wenn du dir nie Gelegenheit gibst jemand anderen kennen zu lernen?&ldquo;<br \/>Sandra drehte ihren Kopf gen Fenster, als w&uuml;rde sie raus sehen.<br \/>&bdquo;Mochtest du den letzten Abend nicht?&ldquo;frage er einf&uuml;hlsam<br \/>&bdquo;Doch&#8230;&ldquo;<br \/>&bdquo;Mochtest du den&#8230;&#8230;&#8230;den Kuss nicht..&ldquo;wollte er wissen, wenn auch sehr ged&auml;mpft.<br \/>&bdquo;Doch&#8230;&ldquo;hauchte sie gequ&auml;lt.<br \/>&bdquo;Warum dann&#8230;?&ldquo;<br \/>&bdquo;Weils er ist&#8230;verstehst du? Bary ist der Mann, den ich liebe, liebte und lieben werde. Ich bin sein, ob er mich will oder nicht ich&#8230;ich ..&ldquo; sie hob ihre H&auml;nde um zu gestikulieren aber kam nicht weit. Manchmal verstand sie, warum anderen sie komisch ansahen. Wie konnte man behaupten einen Mann zu lieben, den man noch nicht mal richtig lange gek&uuml;sst hatte, in dessen Armen man noch nie ein schlief und von dem man nicht mal wusste ob er dieses Gef&uuml;hl erwiderte. Tr&auml;nen stiegen ihr in die Augen. So viele Jahre. Mit einem Mal wog ihr Herz ihr Tonnen schwer.<br \/>Caleb bis die Z&auml;hne zusammen, nahm ihre beiden H&auml;nde in seine und sah sie an.<br \/>&bdquo;Sandra&#8230;&ldquo; flehte er sie an. &bdquo; sieh mich an&#8230;SIEH mich an!&ldquo; Und sie tats, also sie drehte ihren Kopf in seine Richtung. Seine Finger schoben sich in das Band um es von ihren Augen zu nehmen, doch sie hielt ihn ab.<br \/>&bdquo;nicht&#8230;&ldquo;widersprach sie leise.<br \/>&bdquo;&#8230;warum nicht!&ldquo; fragt er, hielt jedoch inne.<br \/>&bdquo;..es w&uuml;rde weh tun. Eine Behinderung&#8230;&ldquo;erwiderte sie ehrlich und er belie&szlig; es dabei. Schweigend vergingen die n&auml;chsten Momente, dann sprach er wieder.<br \/>&bdquo;gib mir eine Chance okay? Geh mit mir weg, sprich mit mir, Verbring Zeit mit mir&#8230;okay?&ldquo;<br \/>Sandra schwieg, er lie&szlig; es einen Moment geschehen und bohrte dann nach.<br \/>&bdquo;Okay??&ldquo; Und sie nickte.<br \/>&bdquo;Ja&#8230;&ldquo;<br \/>Caleb sah auf die Uhr in seinem Armaturen Brett.<br \/>&bdquo;Wollen wir zu Fu&szlig; zu dir heim? Ich bring dich&ldquo;<br \/>&bdquo;Das w&auml;re sch&ouml;n&ldquo; stimmte sie zu und l&auml;chelte mehr. Caleb war tats&auml;chlich ein bemerkenswert toller Mann.<br \/>Wenige Minuten sp&auml;ter befanden sie sich auf dem Weg in den Park. Abseits vom Weg lag der Schnee Zentimeter dick. Beide blieben schweigsam, aber Sandra war bei ihm untergehakt. Es wirkte romantisch &ndash; zumindest von Aussen.<br \/>Auf halben Weg druckste Caleb rum, blieb stehen und murmelte etwas von, kurz warten und nen Baum suchen. Sandra verstand erst gar nicht, dann jedoch musste sie kichern und nickte nur. Sie gab sich M&uuml;he ihre Aufmerksamkeit extra nicht in die Richtung zu wenden, in die Caleb verschwunden war, das schien ihr zu pers&ouml;nlich, so schlenderte sie vom Weg ab, ein paar Schritte in den Schnee, ging in die Hocke und strich mit der Hand &uuml;ber das Wei&szlig;.<br \/>Etwas weiter hinten zog ihre Aufmerksamkeit auf sich, sie konnte nicht einmal genau sagen. Es schien ihr ein wenig wie Traumwandeln, ein zuf&auml;lliges schlendern in die Richtung, wie eine Motte die zum Licht strebte ohne zu wissen, dass sie es tat. Dann allerdings begriff sie und als sie erkannte, dass er dort nicht allein war, erstarrte sie in allem, wie vom Donner ger&uuml;hrt. So viele Jahre. So viele Jahre, in welchen sie immer ahnte, hoffte, dass er in ihrer N&auml;he war. Vielleicht an sie dachte, vielleicht&#8230; und dort stand er nun mit einer Frau, der er&#8230;ganz offensichtlich nah sein konnte. Also musste sich etwas in seinem Leben ge&auml;ndert haben. Und&#8230;.und er war nicht zu ihr gekommen. Er konnte wieder jemanden nahe sein und sie war nicht die Frau an die er als Erstes gedacht hatte. Tr&auml;nen bahnten sich ihren Weg unter dem Band hervor.<br \/>Die Beiden l&ouml;sten sich voneinander. Sprachen etwas, dann drehte sie sich um und ging. Und Cold drehte sich und sah sie an, ebenso erstarrt wie sie es im Augenblick war. Die Sekunden zogen sich wie z&auml;her Gummi.<br \/>Sandra zweifelte zum ersten Mal, seit sie Cold kannte daran, dass es die richtige Entscheidung f&uuml;r sie gewesen war ihn auf ewig zu lieben. Cold hasste sich daf&uuml;r, dass es schon wieder seine Schw&auml;che war, die sie verletzte. Obwohl er sich mit nichts dazu verpflichtet hatte, wollte er sich bei ihr entschuldigen. Einfach entschuldigen. F&uuml;r Alles. Bary in ihm fl&uuml;sterte etwas davon, dass es sehr wohl sein Recht w&auml;re in seiner verkorksten Existenz eine Art von Leben zu finden. Cold brachte ihn zum schweigen. Jetzt war der Moment. Das Schicksal hatte daf&uuml;r Sorge getragen, das sie sich &uuml;ber den Weg liefen, nur w&uuml;rde&nbsp; er auch zu ihr gehen um zu sehen, was im Weiteren geschah und an dieser Stelle erschien Caleb hinter Sandra und Cold wurde von einer Welle von Hass erfasst. Ganz kurz. Der Abend schien ihm auf einem Mal wie ein schlechtes Theaterst&uuml;ck und er war derjenige der von einem Eck ins Andere geschubst werden sollte. Nicht mit ihm. Ehe es sich jemand versehen konnte hatte er sich vom Boden abgesto&szlig;en und sprang davon.<br \/>Sandra blieb zur&uuml;ck, noch immer in die Richtung starrend. Caleb blieb hinter ihr stehen. <br \/>&bdquo;War er das?&ldquo; fragte er leise und Sandra nickte.<br \/>&bdquo;Ja&#8230;&#8230;&#8230;hast du die Frau gesehen?&ldquo; Ihre Stimme passte gar nicht zu diesem schockierten Gesichtsausdruck. Sie klang eher hart. Caleb schon seine Unterlippe etwas vor, zog die Schulter hoch und nickte.<br \/>&bdquo;Klar, die mit den hellblauen Haaren..&ldquo;<br \/>&bdquo;..wir m&uuml;ssen raus finden wer das ist..&ldquo;bestimmte Sandra. Ihre Nasenfl&uuml;gel bl&auml;hten sich etwas.<br \/>&bdquo;hmm&ldquo; brummte Caleb und nickte.&ldquo;ich kann ja mal wen fragen&#8230;&#8230;&#8230;bist du verletzt?&ldquo; <br \/>Sie antwortete nicht auf diese Frage. Etwas gefiel ihr an der ganzen Situation nicht. Ihr gr&ouml;&szlig;tes Talent war es zweifelsohne zu verstehen. Und Cold w&uuml;rde vieles tun, aber selbst wenn er sich in eine Andere Frau Hals &uuml;ber Kopf verliebt hatte, w&uuml;rde er sich nicht mit Gewalt mit ihr in Sandras N&auml;he treffen. Daran gab es keinen Zweifel. Daran GAB es keinen Zweifel. Dennoch war es geschehen. Dennoch hatte sie gesehen, was sie lieber gerne nicht gesehen hatte. Es war, wie verhext. Jahr und Tag hatte er daf&uuml;r Sorge getragen, dass sie ihn nicht zu Gesicht bekam, obwohl sie ahnte, hoffte, er w&auml;re in ihrer N&auml;he. Und jetzt&#8230;<br \/>Sandra konnte nicht in Worte fassen, was sie daran so st&ouml;rte. Aber ihr fehlte irgendwie der Sinn, hinter dem Offensichtlichen. Den Rest der Nacht brachte sie damit zu, dar&uuml;ber nach zu denken, was sich da nicht ins Muster f&uuml;gen wollte.<\/p>\n<p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2 Wochen lang es zur&uuml;ck.&nbsp;Vor 2 Wochen hatte er sie gek&uuml;sst, dieser Caleb. Colds Gef&uuml;hle&#8230; Er&nbsp;mochte das Bild nicht in seinem Kopf. Auch wenn alles so geteilt war. Wie oft&nbsp;hatte er sich von Herzen gew&uuml;nscht, sie m&ouml;ge gl&uuml;cklich werden. 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