{"id":191,"date":"2009-12-13T15:38:32","date_gmt":"2009-12-13T15:38:32","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/?p=191"},"modified":"2011-12-28T17:29:54","modified_gmt":"2011-12-28T17:29:54","slug":"bestimmungsgemas","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/?p=191","title":{"rendered":"Bestimmungsgem\u00e4\u00df"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">Das ist es dann.<br \/>Alles Drogen. Ablenkungsma&szlig;nahmen. Bet&auml;ubung.<br \/>Alles scheint mir austauschbar. Unecht. <br \/>Um dieses Gef&uuml;hl in mir los zu werden, m&uuml;sste ich nur nach drau&szlig;en gehen, Spazieren gehen. Eine Freundin anrufen. Mit jemanden dar&uuml;ber reden, selbst wenn ich den Eindruck habe, derjenige kann mich nicht wirklich verstehen wird es helfen. Reden hilft immer irgendwie &ndash; aber mein Problem l&ouml;st es nicht. Es ist&#8230;als klebte ich einfach ein Pflaster auf die Wunde&#8230;und dann, dann tu ich so als w&auml;re sie nicht mehr da. Das ist doch kein L&ouml;sungsansatz?<br \/>Ich beneide die Menschen um mich herum, die sich einer Religion hingeben k&ouml;nnen. Ja..nat&uuml;rlich k&ouml;nnte ich es auch tun. Buddhist werden, oder ein echter Katholik&#8230;ein Jude? Das ist schon das Drama, denn es macht f&uuml;r mich keinen Unterschied. Es ist alles gleich f&uuml;r mich. Austauschbarkeit. Kann eine Bestimmung echt sein, wenn sie austauschbar ist?<br \/>Meiner Meinung nach nicht. Zu wissen, wohin ich will mit meiner Existenz, etwas zu tun, dass mich tats&auml;chlich erf&uuml;llt, dass kann doch nicht austauschbar sein?<\/p>\n<p>Es g&auml;be gen&uuml;gend Dinge, die mich f&uuml;r den Augenblick bes&auml;nftigen, ablenken&#8230;.bet&auml;uben. Die Worte hatte ich schon..nein?<br \/>Gen&uuml;gend gibt es davon.<br \/>Jetzt da ich hier sitze und schreibe, dar&uuml;ber hadernd, was es denn f&uuml;r einen Sinn haben kann.<br \/>All die Menschen um mich herum, die ihren Problemen nachjagen&#8230;.wie &uuml;berlebe ich. Wie bekomme ich meinen Job. Wie schaffe ich diese Pr&uuml;fung. Wie bekomme ich ihn oder sie zur&uuml;ck, wie werde ich ihn oder sie los, ohne ihm weh zu tun? Wie sehe ich mein Kind &ouml;fters, wie schaffe ich es diese Krankheit zu &uuml;berleben?<br \/>So viele Menschen, so viele Probleme.<br \/>Ich habe auch Probleme und wenn ich welche habe und dar&uuml;ber Gr&uuml;bele, dann bin ich besch&auml;ftigt&#8230;abgelenkt..bet&auml;ubt.<br \/>Aber offenbar bin ich gut darin meine Probleme in den Griff zu bekommen&#8230;und habe damit die Gelegenheit mich selbst als Problem wahrzunehmen. Falsch.<br \/>Weil ich gut darin bin meine Alltagsprobleme in den Griff zu bekommen, habe ich Zeit mir Probleme zu machen die ich nicht so einfach l&ouml;sen kann.<br \/>Ist das nicht clever?<\/p>\n<p>Die Gedanken martern mich regelm&auml;&szlig;ig&#8230;.wozu das ganze. Das Leben hier. Ich f&uuml;hle ich wie ein Licht, dass kurz leuchtet und dann wieder vergl&uuml;ht, ohne dass es weiter wichtig gewesen w&auml;re, dass ich einmal gl&uuml;hte.<br \/>Nat&uuml;rlich&#8230;bla bla&#8230;entfache ich mit meinem Licht andere und pflanzt sich mein Feuer weiter und ich verl&ouml;sche nicht ganz.<br \/>Gut in der Theorie&#8230;aber praktisch bleibe ich daran h&auml;ngen, dass&#8230;ich austauschbar bin. Wenn es nicht mein Feuer ist, dass andere entflammt und sich weiter pflanzt, dann ist es eben das Feuer jemand anderes. Austauschbar.<br \/>Ich sollte ein Buch lesen.<br \/>Einen Film sehen.<br \/>Ein Spiel spielen.<br \/>&nbsp;Freunde treffen.<br \/>Rad fahren.<br \/>Kochen.<br \/>Spazieren gehen.<br \/>Malen.<br \/>Schreiben.<br \/>Dinge tun..die mich&#8230;besch&auml;ftigen, ablenken&#8230;&#8230;&#8230;bet&auml;uben.<br \/>Nein.<br \/>Es f&uuml;hlt sich nicht an wie bet&auml;ubt sein, wenn ich solche Dinge tu. Meistens f&uuml;hlt es sich gut an. Nur in Augenblicken wie diesen (Minuten, Stunden..manchmal tagen)&#8230;nur in Gef&uuml;hlszust&auml;nden wie diesen&#8230;ist all das, was ich tun kann um mich in mir besser zu f&uuml;hlen, nicht mehr, als eine Schmerztablette.<br \/>Indem ich mich besch&auml;ftige entziehe ich mich dem Problem keine Sinn, keine Bestimmung zu haben.<br \/>Damit komm ich doch nicht weiter.<\/p>\n<p>Was ich mir w&uuml;nschen w&uuml;rde ist ganz klar.<br \/>So einfach wie unrealistisch.<br \/>Ich w&uuml;nsche mir das Gef&uuml;hl von Klarheit&#8230;..<br \/>JA&#8230;ja, dass..DAS ist das was ich tun will&#8230;das erf&uuml;llt mich. Ein helles Licht, dass mir die Richtung wei&szlig;t..<br \/>Ich wei&szlig; nicht, ob dass, was ich dann tu..sinnvoll sein&nbsp; muss, es muss sich nur sinnvoll an f&uuml;hlen.<br \/>Ist dass dann auch schon wieder Selbstbetrug?<\/p>\n<p>Es gibt Dinge, die machen mich gl&uuml;cklich, wenn ich sie tu. Aber Erf&uuml;llung?<br \/>Tanzen&#8230;tanzen macht mich irgendwie gl&uuml;cklich. Erf&uuml;llt mich&#8230;.aber kann ich immer nur tanzen? Und vor allem. Es gab mal eine Zeit, in der ich mich nur drehen musste und alles war in Ordnung..beim Tanz&#8230;.heute&#8230;..heute ist es oft nur&#8230;.etwas das ich erledige?<br \/>Keine Ahnung.<\/p>\n<p>Mir fehlt etwas und ich kann es nicht fassen.<\/p>\n<p>Mein K&ouml;rper l&auml;uft rund,<br \/>mein Kopf nicht.<\/p>\n<p>Wenn heute ein fremdes Wesen zu mir k&auml;me, mich an&nbsp; der Hand n&auml;hme und sagte: Komm mit, du bist die Auserw&auml;hlte&#8230;mit dir ver&auml;ndert sich alles, du hast die Macht das Schicksal unserer Welt zu drehen&#8230;&ldquo;<\/p>\n<p>Dann w&uuml;rde ich vermutlich vern&uuml;nftiger Weise etwas sagen wie: &Auml;hm..ich kann meine Mutter\/Familie und meinen&nbsp; Freund,meine Freunde nicht einfach so zur&uuml;cklassen. Was ist mit meiner Verantwortlichkeit hier?&ldquo;<\/p>\n<p>Das ist j&auml;mmerlich.<\/p>\n<p>Wie soll ich da raus kommen.<\/p>\n<p>Aus meiner Gebundenheit an dieses System, an all dies. Meine Drogen, meine Ablenkungen, meinen Bet&auml;ubungsmitteln&#8230;<br \/>Wie soll ich loslassen und finden, f&uuml;r was ich gut bin, wenn ich nicht w&uuml;sste, ob ich gehen k&ouml;nnte.<br \/>Das was mich so erb&auml;rmlich traurig sein l&auml;sst, ist die vage Ahnung, dass es keine Bestimmung gibt. Das es nur das gibt, was ich aus mir mache und das stellt sich f&uuml;r mich als Problem dar.<\/p>\n<p>Ich dachte mal, ich w&auml;re nicht f&auml;hig mich auf einen Menschen einzulassen, dass es so was wie eine innige vertrauensvolle, ehrliche Beziehung nicht gibt. Nicht wirklich. Im Prinzip hab ich mich get&auml;uscht. Es gibt sie schon, es wird nur nicht geschenkt, du musst dich durch all die Probleme durch ackern, die schlechte Beziehungen auch haben, aber dass du es tust und wie du es tust, bindet dich entweder mehr&#8230;oder l&ouml;st dich mehr von dem Menschen mit dem du gehen willst.<br \/>Echte, immer w&auml;hrende Liebe ist kein Zustand, den dir Gott, ein Alien oder eine M&auml;rchenwelt zuteil werden l&auml;sst. Es ist etwas, dass man selbst w&auml;hlt und hegt und pflegt und erarbeitet.<br \/>All inside your head.<br \/>Kein Geschenk.<br \/>Ein Geschenk kann es sein, den Menschen zu finden, der da &auml;hnlich motiviert ist und soweit mit sich im reinen, um sich mit dir einzulassen&#8230;. aber der eigentliche Teil ist wohl, etwas daraus zu machen.<br \/>Hab ich kapiert. Arbeite ich daran.<br \/>Aber das mit der Bestimmung f&auml;llt mir schwerer.<br \/>Es l&auml;ge wohl der Schluss nahe&#8230;dass auch die eigene Bestimmung&#8230;jene Sache, die einem Erf&uuml;llt und gl&uuml;cklich macht&#8230;.genau wie die lange Liebe..nicht einfach vom Himmel f&auml;llt und sagt: here i am&#8230;take me now!&ldquo;<br \/>Sondern, dass&#8230;es..hm&#8230;.etwas ist, dass ich tun will..erreichen will&#8230;etwas woran ich arbeiten muss, obwohl es keinen Spass macht manchmal. Das eine Bestimmung kein Geschenk ist, sondern&#8230;.vielleicht eine Wahl.<br \/>Vielleicht eine Wahl.<\/p>\n<p>Aber wie kann ich w&auml;hlen, wenn mir alles gleich scheint.<br \/>Wenn es f&uuml;r mich keinen unterschied macht, ob es blass ist oder kr&auml;ftig. Kein Unterschied, ob ich male oder schreibe.<br \/>Keine unterschied, ob ich lese oder laufe.<br \/>In dem Augenblick des Tuns macht es nat&uuml;rlich einen unterschied.<br \/>In dem Augenblick des Betrachtens nicht.<\/p>\n<p>Ich f&uuml;hle ich, als st&uuml;nde ich vor einer Wand.<br \/>Als k&ouml;nnte ich &#8230;als w&auml;re ich f&auml;hig, mein Ding da in Angriff zu nehmen und dennoch nicht f&auml;hig zu erkennen.<br \/>Wie blind im Blumengarten stehen und sich fragen ob es sch&ouml;n bunt ist hier.<\/p>\n<p>Das schreiben hilft.<br \/>Ein wenig, als s&auml;&szlig;e ich beim Psychologen.<br \/>Gedanken &ouml;ffnen und drehen sich.<br \/>Da wei&szlig; ich immer noch nicht, was meine Bestimmung ist. Mein Sinn. Mein Grund. Meine Erf&uuml;llung.<br \/>Aber ich ahne, dass es kein Geschenk sein wird, nichts dass mir zuf&auml;llig passiert, sondern etwas, dass ich mir erarbeiten muss.<\/p>\n<p>Die Frage lautet: Wie.<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ist es dann.Alles Drogen. Ablenkungsma&szlig;nahmen. Bet&auml;ubung.Alles scheint mir austauschbar. Unecht. Um dieses Gef&uuml;hl in mir los zu werden, m&uuml;sste ich nur nach drau&szlig;en gehen, Spazieren gehen. Eine Freundin anrufen. 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