{"id":72,"date":"2006-12-11T00:45:56","date_gmt":"2006-12-11T00:45:56","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/?p=72"},"modified":"2011-12-28T17:29:50","modified_gmt":"2011-12-28T17:29:50","slug":"05-eva-und-der-liebesbrief","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/?p=72","title":{"rendered":"05.Eva und der Liebesbrief"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">Ein Mitternachsflohmarkt! Noch nie hab ich sowas sch&ouml;nes Gesehen!!! <br \/>Wie sich Wege manchmal f&uuml;gen um dich wohin zu bringen, dass kann schon witzig sein. Eigentlich wollt ich etwas umher streifen und ziellos Leute lesen, vielleicht h&auml;tt ich ja jemanden gefunden, der ein wenig blass um die Nase ist&#8230;.dann k&ouml;nnt ich mich endlich Traditionsgem&auml;&szlig; vorstellen&#8230;und was ist?&#8230; Mir flattert vor die Nase&#8230;aus dem NICHTS ( ich schw&ouml;rs!) So ein Flyer, der mir eben den Weg zu diesem Flohmarkt beschreibt.<br \/>Meine G&uuml;te. So wie meine Mitsch&uuml;ler fr&uuml;her Weihnachten beschrieben haben, so f&uuml;hl ich mich. So viele bunte Dinge. Und lustige Lichter. Und viele viele verschieden Menschen, die durch dieses Chaos an Kisten und Autos und St&auml;nden wandern&#8230;mit ihren H&auml;nden da und dort dar&uuml;ber streichen. Dieses und Jenes &#8230;drehen und wenden. Es ist ein riesiger Madenhaufen in dem es w&uuml;rmt und w&uuml;hlt und ich w&uuml;rd am allerliebsten laut applaudieren weil ich dieses Tohuwabohu ganz schrecklich wundervoll finde!<br \/>F&uuml;r einige Momente bleibe ich etwas abseits und guck nur zu, das ist wie&#8230;.wenn man auf seinen L&ouml;ffel ein m&auml;chtig gro&szlig;es St&uuml;ck Schokoeis mit Macadamia N&uuml;ssen geladen hat&#8230;und es nochmal ansieht..bevor man es vernascht. Schokoeis k&ouml;nnt mich jetzt freilich nicht mehr locken. Aber dieser Markt&#8230;der kann.<br \/>Ich grinsel, ganz allein f&uuml;r mich und tauch ein in das Meer an Menschen und Farben und Dingen, lasse mich mit diesem Strom treiben mit geschlossenen Augen. F&uuml;hle H&auml;nde vorbeistreifen und Handtaschen..und Jacken&auml;rmel und Kinderhaare&#8230;ein Regenschirm. Ein paar rempeln mich an, doch weit falle ich nicht, denn von der anderen Seite kommt ein sanfter Schubs zur&uuml;ck ich nehme es hin und lasse mich f&uuml;hren&#8230;von den ganzen Individuen, die v&ouml;llig seperat agieren und dennoch ein Teil dieses Musters sind.<br \/>Wundervoll..nicht wahr?<br \/>&ldquo;He!&rdquo; Ruft da wer und aus irgendeinem Grund f&uuml;hle ich mich angesprochen und &ouml;ffne meine Augen&#8230;mich umsehend. Aber&#8230;mich hat man wohl nicht gemeint. Wie auch, kenn ja keinen hier. Und weil da niemand ist, mit dem ich reden k&ouml;nnt, schau ich auf den Stand vor meiner Nase. Da sitzt so eine alternative &auml;ltere Dame mit bunten Kleidern. So ein bisschen was, hat sie ja von einer Zigeunerin. Eine konservative Zigeunerin. Geht das? Paradoxon? Egal.<br \/>Ihr Stand ist ein &uuml;bergeschnappter Perserteppich. Ein abgelatschter mit eben typischen , verwinkelten Mustern in diesen braunrotgr&uuml;nsenfbl&auml;hwurgs Farben. Auf ihm liegen allerlei B&uuml;cher deren Buchr&uuml;cken schon angefressen sind, oder geklebt. Und bunter Tand. Eine Spieldose, eine Taschen uhr. Ein Strau&szlig; roter Plastikrosen. Ich muss an so ein Lied denken in dem sich irgend eine Tussi von jemanden Rosen in die Haut stechen l&auml;sst&#8230;.schenk mir Rosen. Es liegen einige Cds rum, auch offensichtlich benutzt. Ein alter Stoffteddy&#8230;er sieht aus, wie einer von denen, die noch so ulkig schreien wenn man ihnen aufs Brustbein dr&uuml;ckt. M&ouml;&ouml;&ouml;hhh. Ein kleiner Handspiegel, der so tut als w&auml;r er aus silber&#8230;doch die Farbe bl&auml;ttert an einigen Ecken und Enden ab und darunter hats nur ein dunkles Langweiliges Metall&#8230;aber irgendwie&#8230;. Meine Augen huschen weiter &uuml;ber dieses Paradies und je l&auml;nger ich darauf guck, desto mehr habe ich das Gef&uuml;hl, dass all diese Dinge zusammengeh&ouml;ren.&nbsp; Sie wirken so aufeinander abgestimmt. Da liegt ein Fotoalbum und ich kann mich nicht zusammenreissen.<br \/>Der Standeigent&uuml;merin scheint das ganz egal. Mir nur recht. Ich &ouml;ffne das Album wie andere eine Schatzkiste&#8230;.und ein weibchen guckt mich an. Blond. Vielleicht 5 Jahre alt? Das Kind grinst ganz breit, sie freut sich &uuml;ber irgendwas und ich &uuml;berlege ob ich mit mich fr&uuml;her auch so sehr gefreut hab..und ich frage mich , warum ich kein Fotoalbum hab.<br \/>Eine Seite weiter, tobt ein &auml;lteres Blondes M&auml;dchen mit einem Mann durchs Bild&#8230;&auml;hnlichkeit unverkennbar. Die spielt mit ihrem Papa und mich bef&auml;llt f&uuml;r eine Sekunde blanker Neid. Schon will ich das dumme Buch weglegen, aber meine Neugierde ist zu gro&szlig;. Da sind Urlaubsbilder, und Schult&uuml;ten bilder. Und Gruppefotos und Zeltlager Fotos und Fotos von Weihnachten. Als sie &auml;lter ist schon eine richtige Frau, ganz h&uuml;bsch&#8230;find ich&#8230;da ist sie mit einem Jungen Mann auf dem Bild, der sie ganz liebevoll h&auml;lt. Ich glaub, die lieben sich. Ein seltsames Bild. Von denen beiden hats dann noch viele Bilder, auf einem hat sie ein wunderh&uuml;bsches weisses Kleid an, wie eine Prinzessin sieht sie darauf aus und er wie ein Prinz. Eine Prinzessin mit einem silbernen Spiegel. Das passt &#8230;nein?&#8230;<br \/>Dann kommen Bilder, auf denen man den Prinzen sieht, wie er mit einem anderen Mann rangelt und sich dr&uuml;ckt&#8230;und Bilder auf denen alle drein zu sehen sind&#8230;sie in der Mitte und ihr Blick auf dem Freund vom Prinzen. Die n&auml;chste Seite ist leer und die &uuml;bern&auml;chste auch&#8230;ich klapp das Fotoalbum zu.<br \/>Die Zigeunerin sieht mich an.<br \/>&ldquo; Willste was davon?&rdquo;<br \/>Ich nicke, das Fotoalbum lass ich gleich nicht mehr los&#8230;den Spiegel und den Strau&szlig; Plastikrosen pack ich drauf. Drei Dollar will sie daf&uuml;r haben und die kriegt sie auch von mir.<br \/>Auf dem Weg zur&uuml;ck, gilt meine ganze Aufmerksamkeit den Sch&auml;tzen die ich ergattert habe, halte alles fest an mich gedr&uuml;ckt bis ich daheim bin. So eine T&uuml;r wird ganz sch&ouml;n widerspenstig zum aufsperren, wenn man alle H&auml;nde voll hat.Und weil der Schl&uuml;ssel sich nicht drehen lassen will und ich ein wenig dran rumr&uuml;ttel, f&auml;llt mir das Fotoalbum aus dem Arm und es schl&auml;gt mit einem lauten &lsquo;Rums&rsquo; zu Boden. <br \/>Zeitgleich &#8211; derSpiegel der bricht.<br \/>Zeitgleich &#8211;&nbsp; das Bild von ihr und dem Prinz das f&auml;llt.<br \/>Zeitgleich &#8211; ein Briefumschlag aus dem Album der zu Boden gleitet.<br \/>Und &uuml;ber alle dem die roten Plastikrosen verteilt.<br \/>Der Anblick trifft mich wie CHAMPs Faust mitten ins Gesicht. F&uuml;hl mich bet&auml;ubt. W&uuml;rd das alles nicht vor meiner Wohnung liegen, m&uuml;sst es f&uuml;r alle Zeit so bleiben, so berrauschend sch&ouml;n sieht das aus.<br \/>Ich raufe mir die Haare. Dass kann kein Zufall sein. Nein? <br \/>Das es daliegt. Wie es daliegt.<br \/>Eine Rote Rose auf ihrem weissen Kleid&#8230;rot wie Blut. Der Drahtstiel kreuzt den metallener Griff des Spiegels&#8230;dessen Gesicht sich zweigeteilt hat. Daneben das Album und ein Weg aus Rosen der meine Blick zu dem Briefumschlag f&uuml;hrt. Als h&auml;tt es jemand dorthin geordnet um mir was zu erz&auml;hlen. Ich werd ganz hektisch. Ich muss es aufr&auml;umen und kann nicht, weil ich dann das Muster zerst&ouml;r, und wenn ichs zerst&ouml;r, dann find ichs vielleicht nicht wieder und das Geheimnis, dass sich mir offenbaren will bleibt f&uuml;r alle Zeiten unerz&auml;hlt. Was ist ein M&auml;rchen wert, dass niemand h&ouml;rt?<br \/>Nerv&ouml;s knabber ich an meine fingern&auml;gel. Was soll ich tun? <br \/>In meiner Unf&auml;higkeit mich zu entscheiden, schl&uuml;pf ich nach drinnen und hol einen Kugelschreiber und ein Blatt Papier aus dem Drucker. <br \/>Zur&uuml;ck. Dann mal ich.<br \/>Ich bin des Malers Tocher &#8211; und meine Skizze l&auml;sst deutlich zu w&uuml;nschen &uuml;ber. Von Kunst keine Spur, aber das ist nicht wichtig! ICH sehe durchaus, dass, was ich versuche festzuhalten. Das Muster n&auml;mlich. Wie die Handschrift eine Artztes, die so saum&auml;&szlig;ig ist, dass sie unter Garantie nur er selbst lesen kann. Aber das ist genug!<br \/>Dann bringe ich die Dinge in mein ehemaliges Schlafzimmer. F&uuml;r ein Sek&uuml;ndchen lieb&auml;ugle ich damit, sie wieder so anzuordnen wie sie waren, doch ich ahne, dass es nur ein billiger Abklatsch w&auml;re. So plaziere ich alles auf dem Bett&#8230;nur den Briefumschlag&#8230;den behalt ich.<br \/>Obs ein Brief an die Prinzessin ist?&#8230;oder von?<br \/>Der Briefumschlag ist zugeklebt.<br \/>Kurz machen sich in mir Bedenken breit, ob ich es wagen kann, ihn zu zerst&ouml;ren, indem ich ihn &ouml;ffne.<br \/>Aber ich war eine artige Sch&uuml;lerin und mein Vater lehrte mich&#8230;..sehr intensiv&#8230;.dass die Oberfl&auml;che nur die halbe Wahrheit preis gibt und dass man sie brechen muss um dahinter zu blicken. Das mag weh tun. Aber Schmerz er&ouml;ffnet neue Welten.<br \/>Ich reiss ihn auf und zieh&#8230;.oh &uuml;berraschung&#8230;einen Brief hervor&#8230;.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; NY Januar 1999<\/p>\n<p>Hallo<br \/>&nbsp;<br \/>Ich sitz&lsquo; hier nun schon &sbquo;ne ganze Weile und wei&szlig; garnicht so recht, wie ich anfangen soll.&nbsp; Ich werde einfach versuchen zu schreiben, was mir&nbsp; durch den Kopf geht, also nicht wundern, wenn irgendwas nicht wirklich zusammenh&auml;nged klingen will. Trag mich schon l&auml;nger mit dem Gedanken, dir zur sagen, schreiben oder wie auch immer, dir mittzuteilen welche Art von Gef&uuml;hlen ich f&uuml;r dich hege. <br \/>Wir kenen uns&nbsp; nun doch schon ein weilchen und es war schon immer so, da&szlig; du mir gefallen hast. Aber&#8230;. die Art und Weise, in der ich an dich denke hat nichts mit gefallen oder befreundet zu tun. Ich wei&szlig; nicht, wie in aller Welt das passieren konnte, doch es sieht wohl so aus, dass ich mich in dich verliebt habe. Oh ich habe viel dar&uuml;ber nachgedacht. Ob es nicht einfach so ist, dass ich dich haben will, weil ich dich nicht kriegen kann (denk ich halt), dann mu&szlig; ich jedoch sagen, dass ich sehr hartn&auml;ckig bin, denn du lebst schon seit bald zwei Jahren in meinem Kopf &#8211; wenn das nur einbildung ist, dann wei&szlig; ich auch nicht. Wei&szlig;t du, jeden Tag an dich zu denken w&auml;r&nbsp; schon okay, ich hatte mir ein gutes System entwickelt um das einfach zu akzeptieren, es einfach nicht derart ernst zu nehmen, aber nun bin ich an einem Punkt angelangt, an dem das nicht mehr&nbsp; funktioniert, wie ich mir das vorstelle. Teufel auch&#8230;<br \/>Ich habe in meinem Kopf tausend Geschichten geschrieben, beim einschlafen, beim Autofahren, wann immer ich Zeit hatte und in allen warst immer nur du der Mittelpunkt. Ich hab mir wirklich viel ausgedacht, wie ich dich &sbquo;bekommen&lsquo; k&ouml;nnte, wie ich verf&uuml;hren w&uuml;rde oder ber&uuml;hren oder in deinem Arm liegend und Frieden versp&uuml;ren. Aber ich wagte es nie sie zu verwirklichen, denn wenn du nicht so f&uuml;hlst wie ich k&ouml;nntest du es wom&ouml;glich besser finden, wenn wir uns eine Weile nicht sehen. Oder schlimmer noch, es ginge dir wie mir. Du w&uuml;rdest meine Gef&uuml;hle erwiedern, dann w&auml;r ich noch viel mehr aufgeschmissen, denn dann w&auml;re das, wonach sich mein herz zu sehnen scheint zum greifen nah &#8211; und ich w&uuml;rde wohl schwach werden. F&uuml;r die Vorstellung in deinem Arm zu<br \/>&nbsp;liegen, k&ouml;nnt ich sterben. Mir werden die Knie schwach, wenn ich daran denke die W&auml;rme deines K&ouml;rpers zu sp&uuml;ren, wenn du mich k&uuml;sstest w&uuml;rde mein Atem stillstehen und mein Herzschlag verstummen, nur damit ich die Zeit anhalten k&ouml;nnte und du nie mehr von mir l&auml;&szlig;t.<br \/>Du glaubst garnicht wie anstrengend es ist heimlich verliebt zu sein. Jeder Deiner Gesten und Blicke wieder und wieder zu &uuml;berarbeiten, ins Detail auseinander zu nehmen und wieder aufzuarbeiten nur um einen kleinen Hinweis zu finden der darauf deuten k&ouml;nnte, dass du mich magst. Nur um im n&auml;chsten moment festzustellen das es wahrscheinlich doch nur freundlichkeit oder vielleicht Freundschaft ist. Was hei&szlig;t nur Freundschaft. Ich hab mir manchmal &uuml;berlegt dir einfachzu erz&auml;hlen wie ich f&uuml;hl, dass ich deine n&auml;he such und mich bei dir wohl f&uuml;hle, ohne irgendwelche Forderung an dich zu stellen. Vielleicht w&uuml;rdest du mir ja denn gefallen tun und mir die N&auml;he geben die ich mir w&uuml;nsch &#8211; aus Freundschaft.Dann wieder dachte ich, wenn es nur neugierde ist die mich treibt, vielleicht sollte ich es einfach durchziehen und dich verf&uuml;hren, wom&ouml;glich w&auml;rst du nicht abgeneigt, aber ich bin nicht der richtige Mensch um das zu tun. Und wenn es uns gefallen w&uuml;rde? Oder wenn du mich doch gern h&auml;ttest, mir l&auml;ge nichts ferner als ausgerechnet dich f&uuml;r ein &sbquo;spiel&lsquo; zu mi&szlig;brauchen. Au&szlig;erdem bin ich mir doch sicher, dass ich es nicht verkraften w&uuml;rde. Denn ich kann mir diesen Unwust an Emotionen doch nicht wirklich einbilden! Wenn ich an dem Gef&uuml;hl f&uuml;r dich zweifeln mu&szlig;, m&uuml;&szlig;te ich noch ganz andere Sachen in meinem Leben neu betrachten. Nun gut. Jetzt ist es soweit, dass ich nicht mehr weiter wei&szlig;, mein Gef&uuml;hl f&uuml;r dich zerreisst mich innerlich. Ich breche urpl&ouml;tzlich in Tr&auml;nen aus , weil ich so verloren und hilflos f&uuml;hle. Und kein Ufer in sicht, denn wie ichs mach, mach ichs falsch. Jetzt hab ich mich f&uuml;r die ehrlichste aller L&ouml;sungen entschieden, und ich denke es ist gut so.&nbsp; Es g&auml;be wohl noch viele Sachen, die ich noch zu schreiben h&auml;tte, aber es wird Zeit um mich auf den Weg zu machen. Hab&nbsp; noch was vor heute. So viel sei noch gesagt, Ich denke in Liebe an dich<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <br \/>Du wohnst ganz nah an meinem Herzen<br \/>wann immer ich die Augen schlie&szlig;e, seh ich dich<br \/>und manchmal wenn ich tr&auml;ume f&uuml;hle ich dich&#8230;<br \/>&#8230;und dann m&ouml;chte ich nimmer aufwachen.<\/p>\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; In Liebe<br \/>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Deine<br \/>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Anna<\/p>\n<p>Ich les den Brief einmal. Zweimal. F&uuml;nfmal. Zehnmal.<br \/>Ungeschickte Liebesbriefe.<br \/>Dann bl&auml;ttere ich wieder durch das Fotoalbum. Auf einem Foto, schon gegen Ende, das nach Geburstag aussieht&#8230;da umarmt sie den Freund und dahinter auf einem Tisch liegt ein Strau&szlig; Plastikrosen auf einem eingewickelten Geschenkt&#8230;.dass&#8230;..f&uuml;r mich&#8230;.verdammt noch mal&#8230;nach einem kleinen Handspiegel aussieht.<br \/>In meinem Kopf &ouml;ffnen sich T&uuml;ren&#8230;die mich&#8230;auf neue Wege f&uuml;hren. Ich verstehe. Die Prinzessin, die Anna heisst&#8230;ist Helena und ihr Prinz mein Vater und der Freund&#8230;das ist mein Lehrer&#8230;nicht wahr?<br \/>Ich lasse mich zur&uuml;cksinken auf mein Bett&#8230;ich f&uuml;hle mich als h&auml;tte mir jemand Scheuklappen abgenommen und ich bin mir nicht sicher, ob ich wissen wollte was ich jetzt wei&szlig;. Meine Hand liegt auf ihrem Brief und ich f&uuml;hle die Tinte auf dem Papier und weil mir gerade so seltsam zumute ist lasse ich mich gehen und ihre Buchstaben, werden unter meinen Fingerspitzen zu Bergen&#8230;.ich erf&uuml;hle&#8230;.nicht was sie schreibt&#8230;sondern wie sie es schreibt&#8230;..wo sie&#8230;nachdenkt&#8230;.den F&uuml;ller still h&auml;lt&#8230;wo sie mit dem Schreiben fast nicht hinterher kommt und die Tinte nur ganz d&uuml;nn ist, weil die Worte aus ihr herausflie&szlig;en. Und w&auml;hrend ich das tu, verliert sich das Papier und es f&uuml;hlt sich silber an, so silber dass mir mein Herz schmerzen will und ich Leid empfinde, dass nicht das meine ist, ich kann mich nicht wehren und fall in ihr silber rein und w&auml;hrend ich hineinfalle, steigen Bilder auf..an mir vorbei&#8230;&#8230;. Ein Blick in ihren Spiegel&#8230;.rote verquolle Augen&#8230;.. Ihr Schreibtisch, auf dem eine Klinge liegt&#8230;.ein Papierkorb in dem sich leere Tablettenschachteln tummeln&#8230;.ihr Bett mit einem Teddy darauf&#8230;.hinter diesem Silberschleier&#8230;Milchglasscheiben&#8230; Ich will mir wehtun um dieses Leid zu beenden.<br \/>Nein, l&auml;nger ertrage ich es nicht. Meine Hand zittert, als ich Anna schreibe&#8230;.dann ist es vorbei&#8230;&#8230;.und ich starre an meine Zimmerdecke. <br \/>F&uuml;hl mich aus mir rausgerissen.Haltlos.Leer.<br \/>Nicht sch&ouml;n.<br \/>Den Brief fege ich von meine Bett&#8230;.erhebe mich mit einem Ruck und sehe mich selbst im Spiegel des Schlafzimmerschrankes. Der Anblick gef&auml;llt mir nicht. Seh nicht weich aus. Seh nicht lieb aus. Hab Hunger.<br \/>Richtig&#8230;Hunger.<br \/>Ich widersteh dem Drang etwas nach dem Spiegel zu werfen, stattdessen schnapp ich mir den Haust&uuml;r schl&uuml;ssel und geh nochmal aus.<br \/>Heut wird was aus dem Park herhalten m&uuml;ssen, bis ich mich ruhig getrunken hab.<br \/>Bis ich mich wieder gefunden hab.<br \/>Bis ich nimmer leer bin. Bis ich wieder Eva bin.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Mitternachsflohmarkt! Noch nie hab ich sowas sch&ouml;nes Gesehen!!! Wie sich Wege manchmal f&uuml;gen um dich wohin zu bringen, dass kann schon witzig sein. 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