{"id":76,"date":"2006-12-11T01:03:11","date_gmt":"2006-12-11T01:03:11","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/?p=76"},"modified":"2011-12-28T17:29:50","modified_gmt":"2011-12-28T17:29:50","slug":"03-eva-sucht-vampire","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/?p=76","title":{"rendered":"03.Eva sucht Vampire"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\">\n<p>Nacht. Nat&uuml;rlich.<\/p>\n<p>Ich bin an diesem gro&szlig;en See in dem Wave Hill Park. Sehr ruhig. Sehr sehr sch&ouml;n. W&uuml;rde die Luft ein wenig mehr nach Salz riechen, w&uuml;rde ich mich fast heimisch f&uuml;hlen. R&uuml;cklings liege ich auf einer Parkbank und starre in den Sternenhimmel.<\/p>\n<p>Es hat zigtausend und noch mehr Sterne dort oben. Es ist an mir diejenigen rauszupicken, die weniger leuchten als die anderen. Schon mal in den Sternenhimmel geguckt?<\/p>\n<p>Die Nadel im Heuhaufen ist dagegen eine Sonntagnachmittags besch&auml;ftigung. Wenn das hier eines meiner M&auml;rchen w&auml;re, dann w&uuml;rd ich ganz fest die Augen schlie&szlig;en und mir w&uuml;nschen, dass jemand vorbei kommt. Jemand wie ich.<\/p>\n<p>Ich schlie&szlig;e meine Augen und versuche das Wissen, dass ich habe zu ordnen, vielleicht bringt es mich auf eine Idee&#8230;<\/p>\n<p>&#8230;.durch meinen Kopf flie&szlig;en die Worte meines Vaters&#8230;es gibt den Clan des Tieres, jene mit den Wolfohren und den Rabenaugen, jene die am besten damit umzugehen wissen, wer und was sie sind&#8230;jene sah ich&#8230;damals in Zagreb, bei dem Prinzen besuch&#8230;.es gibt den Clan der Gelehrten&#8230;in unseren Gefilden sind es ehrenhafte und kluge Krieger, doch es soll auch solche geben, die in ihrer Kraft baden und davon berauscht keine Regeln kennen&#8230;.er meinte, bei ihnen w&auml;re es leichter als bei anderen&#8230;sie &uuml;ber eine Grenze hinaus zu schubsen&#8230;einer von ihnen war des Prinzen rechte Hand, ich erinnere mich genau&#8230;Der Prinz selbst geh&ouml;rt zu den K&ouml;nigen&#8230;.das hab ich sofort verstanden&#8230;.Prinz = K&ouml;nig&#8230;logisch&#8230;.sie sind Puppenspieler&#8230;diejenigen, die die F&auml;den in der Hand halten&#8230;. &#8230; Es gibt Rosen&#8230;die Rosen sind uns so un&auml;hnlich nicht, sie besitzten die Begabung&#8230;Dinge in ihrer Gesamtheit zu erfassen&#8230;sie sehen wie wir&#8230;.Muster&#8230;doch sie k&ouml;nnen sie nicht verstehen&#8230;dass unterscheidet sie von uns&#8230;.und dann hats es noch&#8230;.und es schien mir als wolle er sie nicht so recht m&ouml;gen&#8230;.einen Clan von Hexern&#8230;.jene w&auml;ren unserer Art..den Mondkindern..am n&auml;chsten&#8230;nur bei weitem besser organisiert&#8230;.einen von diesen verschiedenen soll ich finden soll&#8230;. Na Bravo.<\/p>\n<p>Ich k&ouml;nnte wohl, wenn wir jemand gegen&uuml;ber st&uuml;nde &#8230;lesen&#8230;ob er lebt oder nicht. Aber ich kann doch nicht ganz New York lesen! Es ist zum M&auml;usemelken.<\/p>\n<p>W&auml;hrend ich auf meiner Bank liege..vernehme ich Schritte. Schwere gro&szlig;e Schritte. Jemand setzt sie bewusst, dass h&ouml;r ich an der Art und Weise wie er geht. Es&#8230;.es ist ein Mann&#8230;oder eine gro&szlig;e kr&auml;ftige Frau&#8230;Er\/Sie geht den Weg entlang der an meiner Bank vorbeif&uuml;hrt.<\/p>\n<p>Flugs setzte ich mich auf und blicke ihm\/ihr entgegen.<\/p>\n<p>IHM. Seine Gestalt tritt in das Licht einer Laterne und mir will mein Herz stehenbleiben.<\/p>\n<p>Huch. Sagen wir, es w&uuml;rde stehenbleiben.  <\/p>\n<p>Ein Mann&#8230;hochgewachsen in dunklen Kleidern&#8230;seine Haut so blass, als h&auml;tte er noch nie die Sonne gesehen. Als er in das Licht tritt schiebt er eine Sonnenbrille von seinem Kopf auf seine Nase. Doch die Sekunde die ich hatte, hat mir gereicht um es zu sehen. Seine Augen! Tieraugen! Gelbe Schlitzaugen wie bei einer Katze.<\/p>\n<p>So wie Wolfohren nur anders.<\/p>\n<p>Ein Vampir. Es muss einer Sein. Ich starre ihn f&ouml;rmlich an, durch ihn durch und versuche seine Farben zu lesen. Nur dem i-t&uuml;pfelchen zuliebe. Doch ich bin so aufgeregt, dass sich das Verschieben nicht so richtig einstellen will und der geht ja einfach weiter! Eine Gelegenheit muss man am Schopfe packen, so spring ich auf und haste ihm nach. Im geb&uuml;hrenden Abstand. Wom&ouml;glich ist er trotz seines jugendlichen Aussehens ein Alter und wenn ich dem zu arg auf die Pelle r&uuml;cke&#8230;.<\/p>\n<p>Er wei&szlig; genau wohin er will&#8230;den Weg durch den Park bis zu der U-bahn, hinab- hinunter- hinein&#8230;ich hinterdrein&#8230;wohin wir fahren wei&szlig; ich nicht, ich kann es immernoch nicht fassen, dass ich einen erwischt hab. Es mag 20 Minuten sein oder eine Stunde als wir wieder an die Oberfl&auml;che kommen&#8230;.durch ein paar Stra&szlig;en, in eine Gasse und dort&#8230;.verschwindet er eine Kellertreppe runter. Ein Geheimer Treffpunkt.<\/p>\n<p>Unn&ouml;tigerweise atme ich einmal tief ein und aus und folge ihm.<\/p>\n<p>Die Kellertreppe endet an einer h&ouml;lzernen T&uuml;r. Von drinnen h&ouml;rt mal leisen L&auml;rm. Es erinnert mich ein wenig an Maschienen. Meine G&uuml;te, was tun die dort drinnen? Neben der T&uuml;re pragt ein Schild.<\/p>\n<p>&lsquo;Art of Noise&rsquo;<\/p>\n<p>Strictly Dresscode!!<\/p>\n<p>Die sind ulkig.Schreiben Dresscode aber nicht was f&uuml;r einen. Ich f&uuml;hle mich unwohl, wie damals als wir zum erstenmal nach Zagreb fuhren. Aber es wird mir nichts helfen.<\/p>\n<p>Schritt f&uuml;r schritt.<\/p>\n<p>Stufe f&uuml;r Stufe.<\/p>\n<p>Klopf. Klopf.<\/p>\n<p>Ich poche an die T&uuml;r und ein W&auml;chter &ouml;ffnet mir.<\/p>\n<p>Blitzschnell vergleiche ich die Dinge, die ich wei&szlig;, mit dem was ich seh und komme zu dem grandiosen Schluss. Es ist so ein Gelehrter der neuen Art. Ein RIESEN Kerl mit Oberarmen die andere als Beine benutzen w&uuml;rden. Und vielen Bildern auf der Haut. Und viel schwarzes Leder. Auch er tr&auml;gt eine Sonnenbrille&#8230;als er mich sieht, r&uuml;ckt er sie auf die Nasenspitze vor und mustert mich eingehend von oben bis unten und zur&uuml;ck.<\/p>\n<p>Ich steh wie vor dem Prinzen und getrau mich nicht recht ihn anzusehen.<\/p>\n<p>&lsquo;Mit den Klamotten kommst hier nicht rein!&quot; Sagt er und macht mir die T&uuml;r vor der Nase wieder zu.<\/p>\n<p>&Auml;h? Hallo?<\/p>\n<p>Meine Unterlippe schiebt sich vor &#8230;und ich guck die T&uuml;r vorwurfsvoll an, als ob die was daf&uuml;r k&ouml;nnt. Und was hat er gegen meine Kleider?<\/p>\n<p>Eine dunkelgrauer langer Strickrock. Einen schwarzen d&uuml;nnen Pulli dr&uuml;ber und schwarze Turnschuh. Das ist tierisch bequem!<\/p>\n<p>Da steh ich bestimmt 15 Minuten, dann kommt geradezu ein Pulk an Leuten die Treppen runter&#8230;auch alle irgendwie Schwarz gekleidet und&#8230;.blass&#8230;.ich will den Gedanken weiterdenken, doch die T&uuml;r &ouml;ffnet sich, der Haufen schiebt sich rein und ich einfach mit ihnen. Es ist ja nicht mal so, dass ich das jetzt geplant h&auml;tte. Doch der W&auml;chter redet mit einer jungen Frau, die sich nicht so viele Kleider leisten kann und hat mich vermutlich einfach vergessen. <\/p>\n<p>Eine Art Vor&#8230;Halle w&auml;re &uuml;bertrieben. Eingangsbereich halt. Es brennen &uuml;berall roten Grablichter. Ist etwas morbide&#8230;doch macht h&uuml;bsches Licht. Der L&auml;rm, den ich draussen schon vernommen habe&#8230;ist hier um ein vielfaches Lauter. Schon beinah unangenehm.  <\/p>\n<p>Es sind schon einige Leute da&#8230;ob das wirklich alles Vampire sind? Es sind schon einige dabei die ziemlich skuriel aussehen und ich glaube da und dort auch ein paar F&auml;nge blitzen gesehen zu haben. Doch ich mag mich t&auml;uschen. Irgendwas st&ouml;rt mich, doch ich kann es nicht in Worte fassen.  <\/p>\n<p>Durch zwei Fl&uuml;gent&uuml;ren hindurch betrete ich &#8211; eine andere Welt.<\/p>\n<p>Der L&auml;rm ist h&ouml;llisch laut. Die Beleuchtung echt mies. Das Licht flackert total. Blitzt geradezu. Irgendwo durch meinen Kopf geistert das Wort Stroboskop. Aber hier&#8230;hier sind es blitze. Die Einrichtung ist&#8230;.schwarz. Alles hier ist ziemlich schwarz. Die Sofas, die Theke. Die Tische, die St&uuml;hle..die Kleider der Leute und sogar einige der Anwesenden. Auf dem &#8230;theoretisch&#8230;freien Platz in der Mitte tummeln sich ein Haufen dieser &lsquo;schwarzen&rsquo;. Sie zucken im Takt des Maschinenl&auml;rms. Eine gro&szlig;en homogene Suppe. Das ist faszinierend und mich bef&auml;llt f&uuml;r einen Moment das Bed&uuml;rfnis, das gleiche zu tun. Mich einfach hineinfallen lassen und darin ertrinken. Aber&#8230;ich muss den Vampir finden. Das gestaltet sich schwieriger als man glauben mag. Alle sind blass hier. Alle dunkel gekleidet. Gro&szlig; Klein Dick D&uuml;nn. Mein Blick f&auml;llt zum Tresen und wieder ist mir das Gl&uuml;ck hold&#8230;da steht er. Und bevor er mir noch einmal entkommt eile ich auf ihn zu.<\/p>\n<p>&quot;Entschuldige&#8230;.&auml;hm..ich mein ..Entschuldigen sie!&quot; Sage ich, und bei diesem L&auml;rm verliert sich meine Stimme fast.<\/p>\n<p>Der Mann dreht sich zu mir und sieht mich mit seinen Katzenaugen unglaublich eindringlich an.<\/p>\n<p>&quot;Jaaa?&quot; Er dehnt das &lsquo;ja&rsquo;&#8230;.und etwas in dem Muster in seiner Stimme scheint mir k&uuml;nstlich&#8230;<\/p>\n<p>&quot; Bist du ein&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&quot; &#8230;OOOPS!&#8230;&#8230;. &quot;&#8230;..ich mein&#8230;.&auml;hm. &quot; In meinem Kopf rattert es.<\/p>\n<p>Ich kann den ja wohl nicht einfach fragen! Was ,wenn er der mir einen Maskeradebruch vorwirft, wenn ich ihn pauschal frag. Ich l&auml;chle etwas schief. &quot;&#8230;.haben sie den Tag &uuml;ber gut geschlafen?&quot; Dabei blicke ich ihn VIELSAGEND an.<\/p>\n<p>Er blickt nicht ganz so vielsagend zur&uuml;ck.<\/p>\n<p>&quot;Ich war arbeiten. Was denkst du denn?&quot; Er beugt sich etwas zu mir runter, weil ich ja nicht sonderlich hoch bin um mich genauer zu betrachten. Etwas in seinen Augen&#8230;passt nicht. Immer&#8230;immer wenn er..blinzelt&#8230;schwimmt&#8230;..da etwas&#8230;.das&#8230; Oh ne oder?<\/p>\n<p>&quot; Das sind ja falsche Augen&#8230;.&quot;sag ich, eigentlich mehr zu mir selbst.<\/p>\n<p>Seine Mimik verdreht sich etwas, so wie seine Augen..<\/p>\n<p>&quot;Rauch nicht so viel Crack und lass mich in ruh. Klar?&quot;<\/p>\n<p>Dann schnappt er sich ein Glas vom Tresen und verschmilzt in dem allgemeinen Schwarz.<\/p>\n<p>Ich empfinde tiefe Entt&auml;uschung.<\/p>\n<p>Langsam drehe ich mich rum und betrachte alles. Der L&auml;rm verwandelt sich in eine Melodie, ich will sagen&#8230;Musik. D&uuml;ster&#8230;aber nun ja. Gut. Das zucken wandelt sich, wie die T&ouml;ne in ein harmonisches Wiegen. Wenn ichs mir so recht &uuml;berlege, dann k&ouml;nnte das hier auch&#8230;.einfach &#8230;ein&#8230;Tanzlokal sein. Es ist sogar fast naheliegend. Ich streiche mit beiden H&auml;nden &uuml;ber mein Gesicht und mein Denken damit weg.<\/p>\n<p>Nat&uuml;rlich ist es&#8230;.eine&#8230;Diskothek. Der Typ an der T&uuml;r, ist ein T&uuml;rsteher. Es ist so offensichtlich dass ich zu kichern anfangen muss obwohl diese Entt&auml;uschung in mir, mich eigentlich weinend machen will.<\/p>\n<p>Was der Denker denkt, wird der Beweisf&uuml;hrer beweisen. Nicht wahr?<\/p>\n<p>Ich will Vampire sehen, also sehen ich welche! Das versteht doch jedes Kind. Ich lache absurd. Es ist ja auch absurd. Da blicken mich die Leute schon an und einige sch&uuml;tteln ihren Kopf und rollen die Augen wie der Mann mit den falschen Au&#8230;&#8230;mit den&#8230;Kontaktlinsen.<\/p>\n<p>Ich w&uuml;rd ihnen gern erz&auml;hlen, was ich so witzig finde, aber sie w&uuml;rden es nicht verstehen.<\/p>\n<p>W&auml;hrend ich so dasteh, f&auml;llt pl&ouml;tzlich ein Weibchen halb auf mich&#8230;h&auml;lt sich an meiner Schulter fest und l&auml;chelt mich an. Mann hat die gro&szlig;e Pupillen.<\/p>\n<p>&quot;Hey du&#8230;!&quot; Ihre Stimme klingt etwas verschoben&#8230;irgendwie sympathisch.&quot; Dein Sachen sind ja voll Revival!&quot; Kichert sie. Und weil sie kichert, kichere ich mit. Der schwankende Druck auf meiner Schulter l&auml;sst mich vermuten, dass sie etwas getrunken hat. Sie hat ganz enge schwarze gl&auml;nzende Sachen an. Und vermutlich hat sie Probleme wegen ihrer Gr&ouml;&szlig;e. Wenn ich es richtig sehe, dann m&uuml;ssen die Sohlen ihrer Schuhe bestimmt 10cm Dick sein und dann noch nen Absatz. Herrje, kein Wunder dass sie wankt!<\/p>\n<p>Sie schmiegt sich noch etwas n&auml;her an mich und das beunruhigt mich schon fast. &quot;Hey s&uuml;&szlig;e, du gef&auml;llst mir!&quot; Haucht sie mir ins Ohr und der Unterton in ihren Worten verwirrt mich geradezu. Es klingt ein wenig wie CHAMP der Hunger hat &#8211; nur weicher.<\/p>\n<p>In meiner Verwirrung f&auml;llt mir nichts besseres ein als: &quot;Warum?&quot;<\/p>\n<p>Ihre Finger krallen sich bei mir ein, als sie den Halt zu verlieren droht. Das f&uuml;hlt sich&#8230;..<\/p>\n<p>&quot;&#8230;.du bist anders als die anderen hier..&quot; Fl&uuml;stert sie und sieht mich dann an. Ihre Augen machen mich echt fertig. Es ist so etwas unstetes darin, als w&uuml;rde sie tausend Dinge zugleich denken, und weil sie soviel denken muss, hat sie keine Kontrolle mehr &uuml;ber ihren K&ouml;rper. Das verstehe ich. Ich verstehe sie. Und sie- erkennt mich?<\/p>\n<p>Mit einer ihrer H&auml;nde kramt sie umst&auml;ndlich in ihrer Hosentasche&#8230;dann dr&uuml;ckt sie mir etwas in die Hand. Ich l&ouml;se mich von ihrem Anblick und betrachte fragend die weissen flachen Kugeln in meiner Hand. Sehen aus wie Kopfwehtabletten. &quot; ..Probier und flieg mit mir!&quot; Tuschelt sie mir zu und beisst&#8230;BEISST mich ins Ohrl&auml;ppchen. Das kann ich nicht einordnen und weiche abrupt zur&uuml;ck. Dabei entziehe ich ihr den Halt und sie kippt einfach um, auf den n&auml;chstbesten Tisch, geradewegs in die Gl&auml;ser&#8230;.der Tisch f&auml;llt..nebst den Gl&auml;sern und sie mitten drin&#8230;.und dann&#8230;.dann kriechts und kratzt es in mir, denn ich rieche rieche..menschen&#8230;&#8230;blut&#8230;. So unerwartet verdreht es mir den Kopf und ich will die Z&auml;hne fletschen und sie fressen. Ich tus nicht. &Auml;usserlich tu ichs nicht. Aber in mir&#8230;bin ich schon bei ihr..bin ich schon in ihr&#8230;und trinken von ihr&#8230;.in meinem Leib da wohnt ein Tier&#8230;. Mein linkes Auge beginnt zu zucken, weil ich versuche, die Bilder aus meinem Kopf von der Realit&auml;t um mich herum zu unterscheiden&#8230;<\/p>\n<p>Sie liegt vor mir, kleine Schnitte in ihren H&auml;nden in ihren Armen, die ihre Haut rot malen.<\/p>\n<p>Ein Markersch&uuml;tternder Schrei holt mich in ihre Wirklichkeit zur&uuml;ck.<\/p>\n<p>Sie schreit. Sie starrt mich an und schreit wie am Spie&szlig;.<\/p>\n<p>Panik. Habe ich etwas gezeigt, was ich nicht h&auml;tte zeigen d&uuml;rfen?<\/p>\n<p>Meine Hand ruckt an meinen Mund. Alles f&uuml;hlt sich normal an.<\/p>\n<p>F&uuml;r einen Aussenstehenden mag mein Anblick betroffen wirken. Als w&auml;re ich entsetzt dar&uuml;ber was ihr passiert ist.  <\/p>\n<p>In meiner Wirklichkeit bin ich nur erleichtert.<\/p>\n<p>Der Typ von der T&uuml;r kommt herrein, latscht geradewegs auf die Frau zu und verpasst ihr mit der flachen Hand eine Ohrfeige, die sie auch tats&auml;chlich zum schweigen bringt.<\/p>\n<p>&quot;Verdammt Soli, lass das Zeug endlich sein!&quot; Zischt er ihr zu und zieht sie hoch.<\/p>\n<p>Sie starrt mich noch immer an. &quot; Die ..die&#8230;.sie&#8230;.&quot;stammelt sie.<\/p>\n<p>Der T&uuml;rsteher dreht sich um, sieht mich an&#8230;.ich sehe genau, wie er mich erst nicht kennt, dann langsames Aufflackern von Erinnerung..dann zieht sich seine Stirn kraus.<\/p>\n<p>&quot;Hab ich dir nicht gesagt dass du hier &#8211; so &#8211; nichts zu suchen hast? Zieh Leine!&quot; Echte Bedrohung. Er meint ernst was er sagt. Ich nicke wortlos und weiche zur&uuml;ck.<\/p>\n<p>Dabei lese ich sie. Soli, wie er sie nannte. Wirre stark leuchtende Farben. Sie hat Angst. Das sieht&#8230;sehr sch&ouml;n aus. Und weil ich des Malers Tochter bin und Sch&ouml;nheit zu sch&auml;tzen wei&szlig;&#8230;..male ich sie&#8230;noch &auml;ngstlicher &#8211; ihre panischen Schreie begleiten mich nach draussen und ich versp&uuml;re einen Hauch von Befriedigung.<\/p>\n<p>Viel neues gelernt&#8230;.aber keine Vampire.<\/p>\n<p>New York ist so&#8230;fremd&#8230;so anders&#8230;so unruhig&#8230;.ich glaube ich mag es nicht. Mein Versagen nagt in meinem Bauch und ich bade in diesem Gef&uuml;hl als w&uuml;rde es mich heilen. Ich hasse mich daf&uuml;r. Ich beneide Soli. Ich neide ihr, dass ich sie malen kann&#8230;und mich nicht. Ich schreie nicht. Ich kann mich nicht lebend machen.<\/p>\n<p>Ich sehne mich nach meinem Vater, er w&uuml;rde die seltsame Gier in mir stillen.  <\/p>\n<p>B&ouml;se Eva.<\/p>\n<p>B&ouml;se Stadt.<\/p>\n<\/p><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nacht. Nat&uuml;rlich. Ich bin an diesem gro&szlig;en See in dem Wave Hill Park. 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