{"id":78,"date":"2006-12-11T01:14:56","date_gmt":"2006-12-11T01:14:56","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/?p=78"},"modified":"2011-12-28T17:29:50","modified_gmt":"2011-12-28T17:29:50","slug":"16-eva-lernt-von-gott-und-menschlichkeit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/?p=78","title":{"rendered":"16.Eva lernt von Gott und Menschlichkeit"},"content":{"rendered":"<div align=\"left\"><span style=\"color: grey\">I hurt myself today to see if I still feel. <\/span>&#8230;was mich letztendlich dazu bewogen hat zu dieser Kirche zu gehen kann ich nicht sagen. Ich denke es war ein Blick in den Spiegel.<br \/>Da hab ich gesehen, was ich schon wusste. Ich bin kein Mensch.<br \/>Ich bin nicht menschlich&#8230;.nur eine Kreatur mit einem Kindergesicht &ndash; manchmal.<br \/>Und das schlimme ist, ich&#8230;ich war nicht schockiert, es war nur dieser letzte kleine Schritt der Erkenntnis..<em> Ja, das Glas ist wirklich kaputt&#8230;Ja deine Mutter ist wirklich gestorben, Ja er liebt wirkliche eine Andere..<\/em> Wenn Ahnung zu Gewissheit wird.<br \/>Ich war nicht &uuml;berrascht. Nur entfernt traurig.<br \/>In diesem Moment widerte mich alles an. Diese unsere Gesellschaft, der falsche Glanz, das Getue, das niemand sagen kann, was er f&uuml;hlt und denkt und wenn er es doch tut ist es sein Untergang auf kurz oder lang. Diese Falschheit&#8230;diese Maskerade&#8230;wie l&auml;cherlich und unwichtig dass doch alles ist. <br \/>Was w&auml;re dies alles im Vergleich&#8230;vielleicht&#8230;zu einem Spaziergang in der Sonne mit dem Mann den man liebt &ndash; einem gemeinsamen Kind. Liebe und Gl&uuml;ck.<br \/><em>Arme Eva&#8230;<\/em><br \/>Die Gedanken waren mir so trostlos,dass ich nichtmal richtig trauern konnte. Ich denke..konsterniert, ist das richtige Wort.<br \/>Ich verlie&szlig; einfach meine Wohnung, nicht in Eile &ndash; ich ging eben&#8230;ich ging&#8230;die Stra&szlig;e entlang, durch Gassen, durch den Park, weitere Stra&szlig;en und irgendwann stand ich vor dieser Kirche und drinnen brannte Licht, also ging ich hinein. <em> Griechischer Wein..<\/em><br \/>Dort waren Menschen &Auml;lter und J&uuml;nger und sie baten mich zu sich. Ich tats und setzte mich dazu, wollte nicht reden&#8230;musste nicht reden.<br \/>Sie sprachen &uuml;ber sich und &uuml;ber Gott, &uuml;ber ihre Gef&uuml;hle und Gebote, sie gaben einander halt und h&ouml;rten zu&#8230;richtig zu..ganz ehrlich. Am Anfang hielt ich es mit ihnen wie in meinen Selbsthilfegruppen, ich las sie in der Erwartung in ihnen dieses Unsicherheit zu finden, das Verloren sein, das ungeliebt sein&#8230;der Hass&#8230;na und eben die Anderen Dinge welche die meisten Menschen so ausmacht.<br \/>Aber diese hier waren anders. Nicht heilig aber&#8230;..aber echter..auch sie haben..hatten..haben &Auml;ngste, auch sie hassen und versp&uuml;ren Unsicherheit, aber sie b&uuml;geln das irgendwie alles mit ihren Glauben an Gott gerade.<br \/>Als ich das erstemal dort war h&auml;tte ich lachen k&ouml;nnen. <em> Wie einfach sies sich machen, keine Ahnung haben sie..<\/em><br \/>Als ich das zweitemal dort war, wollt ich neidisch sein. <em> Wie einfach sies haben, keine Ahnung aber ihr Gott hilft ihnen <\/em><br \/>Dann war ich nur noch verwirrt, aber&#8230;aber ich f&uuml;hlte mich eigenartig wohl und auch ich begann zu reden&#8230;so ehrlich und offen wie selten zuvor. Sie h&ouml;rten wirklich zu, mehr als die &Auml;rzte, mehr als mein Vater&#8230;mehr als die toten Leiber um mich herum. <em> Ja, die toten um dich herum Eva Lebemann!<\/em><br \/>Ich erz&auml;hlte ihnen von dem Tod meiner Mutter, als ich noch ein Kind war und das mein Vater aus Trauer dar&uuml;ber lieblos und distanziert wurde. Ich erz&auml;hlte ihnen, dass ich mich immer in die falschen verliebte und das mich noch nie jemand einfach so zur&uuml;ck geliebt hat&#8230;<em> zumindest nicht lange&#8230;<\/em> &#8230;ich erz&auml;hlte von meiner Welt in der alles Lug und Trug ist und jeder vorgibt etwas anderes zu sein, als er ist und das wir alle Monster sind, alle. Und sie nickten nicht nur, sie verstanden es&#8230;ich konnte es in ihren Farben lesen&#8230;sie verstanden meinen Schmerz und ihr Verstehen machte es mir ertr&auml;glicher, nicht leichter&#8230;ertr&auml;glicher. Je &ouml;fter ich zu ihnen ging, desto mehr schmerzte mich mein nicht-Leben. <br \/><span style=\"color: grey\">I hurt myself today to see if I still feel.,I focus on the pain, the only thing that&acute;s real. <\/span>Es war mir ein Geheimnis, diese Treffen in der Kirche. Ich schlich mich heimlich hin und schlich mich zur&uuml;ck. Niemand sollte sehen, wo ich meine Sonntagabende verbrachte. Zumindest jeden zweiten Sonntag. Alsbald l&auml;chelten sie, wenn sie mich sahen und sie bewunderten mich, f&uuml;r mein Fingerspitzen gef&uuml;hl. Ich h&auml;tte eine Gabe &ndash; sagten sie &ndash; ein Gottesgeschenk und ich m&uuml;sse sie n&uuml;tzen um den Menschen zu helfen, denn darum w&uuml;rde uns Gott damit beschenken. <em> Klingt logisch&#8230;.<\/em><br \/>Ich half ihnen sogar mal beim Pl&auml;tzchenbacken, sie lachten und sagten kochen w&auml;re keines meiner Talente und ich lachte mit ihnen, ich bastelte mit ihnen Weihnachtssterne und Adventskr&auml;nze, wir trafen uns zum singen und eines Tages kam Joshua in unseren Kreis.<br \/>Joshua.<br \/><em> Jooooo shuah&#8230;der Name zergeht wie Zucker &#8230;<\/em><br \/>Das dunkelbraune etwas zu lange Haar, kein wirklicher Schnitt. Ein ebenes Gesicht, ein wenig androgyn&#8230;gr&ouml;&szlig;er als ich <em> &#8230;was ne Kunst&#8230;<\/em>&#8230;und diese v&ouml;llig unglaublichen Augen&#8230;die Farbe mein ich nicht, aber wie er mich ansah. Noch bevor ich meine Blickwinkel verschob sah ich ihm an, dass er mich mochte&#8230;blau..nicht rot. Blau. Echtes blau.<br \/>Am Anfang wars klein und mir wars schon lieb, aber fortan kam er regelm&auml;&szlig;ig und sa&szlig; immer in meiner N&auml;he. Es dauert drei Abende lang bis er mich zum ersten Mal ansprach, er fragte warum meine Augen so traurig w&auml;ren &ndash; ich sagte ihm, dass es mir jedesmal Schmerz w&auml;re, zu f&uuml;hlen, wie mich die Menschen hier verst&uuml;nden. Er l&auml;chelte. <br \/>Joshua l&auml;chelte und sein Blau wuchs.<br \/>F&uuml;r die Sonntagabende holte ich meine alten grauen Strickr&ouml;cke wieder hervor und die Shirts und die Turnschuhtreter, das passte perfekt und ich f&uuml;hlte mich wohl. Und Joshua war es nicht nur egal, er fand mich wundersch&ouml;n. Ich habe noch nie erlebt, dass ein Menschenmann, so lange und best&auml;ndig unrot ist in seinen Farben, erst als das Blau einen betr&auml;chtlichen Teil seiner Gem&uuml;tswelt eingenommen hatte flammte da und dort ein Funke Rot auf, wenn ich zuf&auml;llig <em> &#8230;zuuuu f&auml;lllig&#8230;.<\/em> seine Hand ber&uuml;hrte. Das ber&uuml;hrte mich. Jemand der mich liebte, so <em> &#8230;tot..<\/em>..wie ich war, ohne Zwang.<br \/>Ich genoss es, ich genoss ihn. Wenn ich ein Menschenweibchen w&auml;r, dann w&auml;r er bestimmt der richtige Mann f&uuml;r mich gewesen, einer der mich geheiratet h&auml;tte, einer der mich geliebt h&auml;tte und mich zur Mutter gemacht. <em> I hurt myself today&#8230;.<\/em><\/p>\n<p>Als er mich dann eines Abends ein gutes St&uuml;ck zu Fuss brachte, kam mir der Gedanke&#8230;dass ich eigentlich auch ein Menschenleben f&uuml;hren k&ouml;nnte. Ich k&ouml;nnte heiraten und ein Kind adoptieren und mit meinem Mann gl&uuml;cklich leben&#8230;.ich w&uuml;rde ihm schon irgendwie begreiflich machen das.. <em> du tags&uuml;ber mausetot bist?<\/em>&#8230;ich anders bin als alle anderen. Ich k&ouml;nnte mir heimlich, eine zweite Identit&auml;t aufbauen, und wenn sie komplett w&auml;re, w&uuml;rde ich die kainitische Gesellschaft einfach hinter mir lassen, ich w&auml;re so lebendig, wie es nur irgendwie ginge.<br \/>Ich gestand Joshua, dass ich f&uuml;r ihn meine Welt verr&uuml;cken will. Das ich mehr Zeit mit ihm verbringen wolle und &#8230;und so eben. Sein Freudestrahlen war wundersch&ouml;n. Also ging ich &ouml;fter mit ihm Abends spazieren, er w&uuml;rde warten, bis ich den Mut h&auml;tte ihm zu erz&auml;hlen, warum ich mich nie tags&uuml;ber mit ihm traf. <em> Bedenke gut was du dir w&uuml;nscht<\/em><br \/>Wir hielten H&auml;ndchen, wir gingen ins Kino, spazierten und redeten und redeten und redeten, einmal k&uuml;ssten wir uns, da schlug sein Rot wieder zu und er l&ouml;ste sich. Er wolle das nicht f&ouml;rdern sagte er, er w&auml;re in mich verliebt nicht in meinen K&ouml;rper. Ich fand das toll. <br \/>Ich fand das die ersten Wochen toll, ich fand das die ersten Monate toll&#8230;dieses Blau&#8230;dieser Respekt, diese Aufmerksamkeit..dieses Feingef&uuml;hl&#8230;<em> bla&#8230;&#8230;.bla&#8230;&#8230;.bla&#8230;<\/em><br \/>Als ich seinem Farbenspiel mehr Nuancen schenken wollte und ihm im selben Zug meinen Leib, wies er mein Geschenk zur&uuml;ck. <em> No Sex until marriage<\/em> Er w&uuml;rde mich ehren und mein Vertrauen nicht missbrauchen, aber er w&auml;re bereit mich zu heiraten, schon nach dieser kurzen Zeit&#8230;.er w&uuml;rde mich gerne &ouml;fter sehen und &#8230;und gern auch mit mir beinander liegen.<br \/>Ich gab ihm wirklich..wirklich nichts von meinem Blut und das mit dem heiraten fand ich toll und romantisch&#8230;&#8230;&#8230;.leider will niemand nach 22 Uhr Abends eine Hochzeit feiern. Und&#8230;.mein Willen wirklich zu Leben in allen Ehren&#8230;aber die Umst&auml;nde, Geburtsurkunden und was wei&szlig; ich, bis man &uuml;berhaupt heiraten darf und dass ich auch keine Eltern hab zum Einladen und&#8230;ach so vieles mehr. <em>..wohl auch dass du ihn ja nicht liebst..<\/em><br \/>Ich sagte ihm, er m&uuml;sse mich nicht heiraten um mir Nahe zu sein, ich wollte mich ihm wirklich schenken&#8230;warum auch nicht. Ich hatte schon einmal Sex&#8230;<em>auf deine Lebenszeit gerechnet ein echtes Ergebnis..<\/em>&#8230;und es h&auml;tte mich tats&auml;chlich interessiert, wie es wohl w&auml;re mit einem Mann zu schlafen, der mich liebte und nicht nur begehrte&#8230;..da sagte er mir &ndash; das ginge nicht.<br \/>Verstand ich nicht.<br \/>Aber weil wir so gut miteinander kommunizierten und so gut und liebevoll miteinander waren, konnte ich ihn nat&uuml;rlich fragen &ndash; was ich auch tat. Er sagte mir, Gott wolle nicht, das Mann und Frau beieinander l&auml;gen ohne im Bund der Ehe zu sein. Ich sagte ihm, ich k&ouml;nne nicht heiraten.<br \/>Das verstand er nicht &ndash; was ich wiederum schon verstehen konnte.<br \/>Ab diesem Zeitpunkt ging mir Gott auf die Nerven. In dem Gespr&auml;chskreis hatte ich mich satt geguckt, geh&ouml;rt und gelesen, au&szlig;erdem galt meine Aufmerksamkeit im Ganzen Joshua und daf&uuml;r das Gott eine sehr unbegreifliche Geschichte ist..<em> im wahrsten Sinne des Wortes..<\/em>&#8230;fand ich es nicht so prickelt, dass er sich in meine Beziehung mischte. Alles was ich wollte, war doch nur mal mit einem Menschen zu schlafen, der mich liebt &ndash; was geht das Gott an.<br \/>Die Frage stellte ich auch Joshua und er nahm mir das echt &uuml;bel. Sein Blau bekam knackse und war pl&ouml;tzlich von Verunsicherung und Misstrauen durchzogen und ich fragte mich, wie zum Himmel Menschen es schaffen lebenslange Beziehungen zu halten, wenn Blau so eine br&uuml;chige Angelegenheit ist. Aber allem voran&#8230;.<span style=\"color: grey\">I hurt myself today to see if I still feel.I focus on the pain, the only thing that&acute;s real.The needle tears a hole.The old familiar sting. <\/span><br \/>Allem voran &ndash; konnte ich seinen Wunsch nicht akzeptieren &ndash; weil ich&#8230;..ich ob meiner M&ouml;glichkeiten wusste.<span style=\"color: grey\">What have I become my sweetest friend? <\/span><br \/>Ich bat ihm um Verzeihung, erz&auml;hlte ihm von meiner Unsicherheit und&#8230;.eben so Dinge die erh&ouml;ren wollte, ich erz&auml;hlte ihm ich h&auml;tte viel und lang gebetet und Gott h&auml;tte mir gesagt, ich m&uuml;sse mich vor diesem Schritt nicht f&uuml;rchten und solle mutig sein und Joshuas Antrag annehmen.<em> Dass er dir das glaubte sagt schon alles, wenn du mich fragst&#8230;<\/em><br \/>Und schwupps, war es wieder gut, das Blau&#8230;drei S&auml;tze und seine Welt war wieder v&ouml;llig in Ordnung? Wie&#8230;.wie ein Intrument, dass man nur anschlagen musste. Und so begannen wir unsere Hochzeit zu planen, wenn auch langsam&#8230;schlie&szlig;lich, hatten wir alle Zeit der Welt.<br \/>Wir schworen uns Liebe und er schwor mir&#8230;wie heisst dieses Wort&#8230;.Z&uuml;chtigkeit?&#8230;<em> egal..<\/em> ..er versprach mir auf mich zu warten und ich log ihm alles was er h&ouml;ren wollte&#8230;nur damit sein Blau nicht kaputt ging. <em> so ein wenig Farbenspiel&#8230;<\/em><br \/>Ich log ihm&#8230;sein Blau&#8230;von seinem Himmel&#8230;<span style=\"color: grey\">I wear this crown of thorns on my liar&acute;s chair.Full of broken thoughts I cannot repair.Beneath the stains of time the feelings disappear.<br \/>You are someone else. I am still right here. <\/span><br \/>Was ich von ihm wollte?<br \/><em>Deinen Willen..<\/em><br \/>Ich wollte mich f&uuml;hlen wie eine echte Frau, ich wollte verbunden sein mit einem Mann, so wie ein Mann und eine Frau die sich lieben eben miteinander verbunden sind.. <em> ..wo war da grad noch mal der Haken?<\/em><br \/>Gott war meine einzige Konkurrenz. <em> Ich seh dich l&auml;cheln..<\/em><\/p>\n<p>Drei Monate liegt es zur&uuml;ck, da besuchte ich ihn Abends &ndash; er war verunsichert aber lies mich nat&uuml;rlich ein &ndash; obwohl es sich f&uuml;r eine Dame nicht schickt allein mit einem Mann zu sein &ndash; doch es w&auml;re wohl in Ordnung &ndash; da wir bald Mann und Frau w&auml;ren. <em> Mann und Frau&#8230;..Mann und Monster?<\/em><br \/>Wir sa&szlig;en gemeinsam auf der Couch, ich ihm ein wenig zu nah, als er wegr&uuml;cken wollte ergriff ich seine Hand und erz&auml;hlte ihm von dem schrecklichen Geheimnis, welches auf mir lasten w&uuml;rden. Welches daf&uuml;r verantwortlich w&auml;re, dass ich nie in der Sonne gehen k&ouml;nnte und er ergriff meine Hand und war ganz mein. Blau&#8230;seine Farben..Blau&#8230;und Sorge&#8230;um mich&#8230;und&#8230;.Nervosit&auml;t und ein Hauch von Begierde..zart wie eine Knospe. Ich malte sein Blau..mit jedem Wort das ich sprach&#8230;mit jeder sekunde, mit welcher mein Blick auf ihm..in seinen Augen lag..ich malte ihn so blau, das sein Herz springen musste, ich erz&auml;hlte ihm, dass man mich vergewaltigt h&auml;tte&#8230;es&#8230;es war nicht richtig gelogen, wenn ich es ihm auch deutlich schrecklicher schilderte, als es mir war. Ich erz&auml;hlte ihm, wie sehr ich Angst davor h&auml;tte in die Ehe zu gehen und ihm nicht die ehelichen Freuden und Pflichten erf&uuml;llen zu k&ouml;nne, weil mich der Gedanken an jenes Ereignis schaudern machen w&uuml;rde, dass ich versagen w&uuml;rde, dass ich niemals jemandem beim sonnenlicht ins Gesicht sehen wollen w&uuml;rde, dass ich mich sch&auml;me, und nur so sehr um seine N&auml;he gebeten habe, um sicher gehen zu k&ouml;nnen, ihm eine gute Eherfrau sein zu k&ouml;nnen. <em> ..nein&#8230;nein sie hat dabei nicht gelacht..<\/em><br \/>Ich log nicht, ich&#8230;&#8230;.ich fand diese Begr&uuml;ndung in seiner Welt sehr logisch, es war das, was ich in diesem Moment f&uuml;hlte und glaubte, ich machte es wahr..f&uuml;r diesen Moment&#8230;w&auml;hrend sich mein Blick und meine Stimme in ihn gruben sein Herz zerspringen lie&szlig;en und seine Augen mit Tr&auml;nen f&uuml;llten. Seine Liebe zu mir expandierte in ungeahnte Dimensionen,&#8230;meine k&uuml;hlen kleinen finger schlossen sich um seine..ich schmiegte mich an..schutzsuchend&#8230;.und diese&#8230;diese Kombination an Eindr&uuml;cken kickten Gott aus dem Spiel.<br \/>Diese meine N&auml;he, mein Gest&auml;ndnis, seine..tiefen&#8230;tiefen&#8230;tiefen Gef&uuml;hle f&uuml;r mich&#8230;er wollte Glauben was ich ihm erz&auml;hlte und er wollte nicht, das sich l&auml;nger Angst habe und er wollte mir zeigen, dass diese Sache, zwischen Mann und Frau, das sch&ouml;nste auf der Welt w&auml;re, wenn es nur aus Liebe gesch&auml;he&#8230;es war der Moment, in welchem mir bewusst wurde, dass ich ein Gem&auml;le begonnen hatte. So eines, wie mein Vater zu malen pflegt.<br \/>Als mir dies bewusst wurde, verstarb diese ganze absurde Idee mit menschlich werden und &uuml;berhaupt. Beinahe noch schneller als wie als sie gewachsen war. Ich konnte es nicht genie&szlig;en, als Joshua mich liebte&#8230;es war auch nicht&#8230;.es war ohnehin nicht, dass was ich gewollt hatte, ich wollte jemanden der mich liebt und mit mir schl&auml;ft und nicht&#8230;dieses krankhafte begehrende sich daf&uuml;r sch&auml;mende Gesch&ouml;pf in mir. Ich tat es trotzdem, weil ich hoffte, dass es vielleicht doch toll w&auml;re aber es war..ern&uuml;chternd..ich glaube g&auml;hnend langweilig w&auml;ren die richtigen Worte, ich versuchte es mir angenehmer zu machen und ihn dazu zu animieren..mich ein wenig h&auml;rter anzufassen aber&#8230;&#8230;..ich lief in meine eigene Falle&#8230;schlie&szlig;lich..wollte er mir beweisen..wie wundervoll weich und z&auml;rtlich es sein konnte&#8230;.er hatte dieses ur..ur&#8230;uralte lied aufgelegt&#8230;.<br \/><span style=\"color: grey\">What have I become my sweetest friend? Everyone I know goes away in the end.And you could have it all.My empire of dirt.I will let you down.I will make you hurt. <\/span>&#8230;auf wiederholung&#8230;nach 10 Minuten war ich der festen &Uuml;berzeugung, dass es Absicht war. Als er fertig war, wurde sein Blau und sein Rot von Gott verdr&auml;ngt&#8230;oder dem schlechten Gewissen..<em> whatever comes first<\/em>.. und DAS ging mir richtig gegen den Strich. Mir wurde klar, dass es Zeit war, das Gem&auml;lde zu beenden, also sagte ich ihm, dass wir uns nicht mehr sehen w&uuml;rden, weil es keine Sinn h&auml;tte. Wir w&auml;ren zu verschieden&#8230;im Farbenspiel&#8230;&#8230;&#8230;..im Farbenspiel..da sieht man..wie lange es dauert..bis Worte ins Geh&ouml;r dringen..von dort ins Gehirn und von dort in die Seele..wie ein Blitz&#8230;dann zerbricht alles, wie ein Spiegel der f&auml;llt. Eben war alles noch ganz einfach und kurz darauf, lag seine Welt in Tr&uuml;mmer. Als sich die zahllosen verschiedenen Farben ganz sacht um sich selbst zu drehen begannen&#8230;da&#8230;&#8230;&#8230;.da war ein Moment&#8230;der wohl dem Gef&uuml;hl von echter Liebe und Zuneigung am n&auml;chsten kam. Ich war..ma&szlig;los fasziniert..hingerissen&#8230;beinahe h&auml;tte ich um mehr betteln wollen, aber&#8230;..daf&uuml;r war es zu einfach.<br \/>Ich strich ihm z&auml;rtlich &uuml;ber die Wange und sagte ihm, das er wundersch&ouml;n w&auml;re&#8230;das zittern seiner Stimme, als er frage ob ich ihn nicht mehr lieben w&uuml;rde und meine war so sacht und liebevoll, als ich ihm sagte, dass ich ihn nie geliebt h&auml;tte..aber&#8230;..nett fand ich ihn schon, h&uuml;bsch auch. Aber seine Wahrnehmung mein ich, wurde sehr sehr selektiv&#8230;es war &uuml;beraus interessant und auch&#8230;&#8230;&#8230;.sein Leid..es ging nicht an mir vorbei&#8230;.ich war ihm nah genug, dass ich es f&uuml;hlen konnte&#8230;mitempfinden&#8230;mit ihm leiden&#8230;Mitleid&#8230;.<span style=\"color: grey\"> hurt myself today to see if I still feel.<br \/>I focus on the pain, the only thing that&acute;s real.The needle tears a hole.The old familiar sting.Try to kill it all away, but I remember everything.<\/span><br \/><em> Das Perfekte Leid, du kannst es bis ins tiefste Innere f&uuml;hlen und dennoch ist es nicht deins&#8230;<\/em><br \/>Wie geliehener Schmerz, ein billiger Rausch&#8230;mir war beinahe als ob ich mein Herz f&uuml;hlte, wie es schwer in meiner Brust schlug.<br \/>Er weinte&#8230;echte&#8230;echte salzerne, warme Tr&auml;nen&#8230;wegen mir und es ber&uuml;hrte mich tief und ehrlich und ich empfand Dankbarkeit und brachte es zum Ausdruck und daraufhin schrie er mich an und eigentlich wollte ich ihn beruhigen..aber&#8230;etwas in mir wollte es ihm nicht zugestehen..mich anzuschreien..also erhob ich mich und sagte ich&#8230;&#8230;&#8230;es st&uuml;nde ihm nicht zu und ich w&uuml;rde jetzt gehen.<br \/>Ich ging, er folgte, hielt mich fest..ein Wort gab das Andere, wieder und wieder wurde er laut und wollte wissen, ob es einen Andere g&auml;be&#8230;.am Treppenansatz gab ich ihm die Antwort, er schlug mir ins Gesicht&#8230;.ein perfekter Abschluss.<br \/>Der Sturz die Treppe hinab war schmerzhaft, laut..hart&#8230;.und half mir&#8230;meinen K&ouml;rper wieder zu finden..ich f&uuml;hlte mich&#8230;ich f&uuml;hlte meinen ganzen Leib&#8230;verbunden mit den Eindr&uuml;cken aus meinem inneren, war es ein beinahe lebendiger Moment.<em>&#8230;.i will let you down.<br \/>I will make you hurt. <\/em><br \/>Als er zu mir kam, f&uuml;hlte er keinen Puls mehr..kein Wunder, wer w&uuml;rde so einen Sturz auch &uuml;berleben&#8230;mir war f&ouml;rmlich als h&ouml;rte ich seine Gedanken, dass er wohl zur Polizei m&uuml;sse, aber Angst h&auml;tte&#8230;Verzweiflung..&uuml;beraus verzweifelt&#8230;er wimmerte so kl&auml;glich, dass mich mein Gewissen beissen wollte. Es war so&#8230;herzzereissend grausam j&auml;mmerlich, das es mir leid tat&#8230;er stolperte wimmernd zur&uuml;ck nach oben&#8230;.zur&uuml;ck in sein Schlafzimmer&#8230;heulend&#8230;und ich folgte ihm. Als ich in der T&uuml;r stand wurde er leichen blass, das Jammern verstummte und das Kreisen in seinen Farben gewann an Geschwindigkeit und&#8230;&#8230;&#8230;.ich sah es. Ich sah es in seinen wundervollen Augen..ich sag wie ein Teil seines Verstandes einfach zerbrach und ich musste liebevoll l&auml;cheln.<br \/>Nicht nur ein Moment, dieses Gef&uuml;hl dass er mir machte war&#8230;..war zweifelsohne eine Form von Liebe. Ich liebte ihn daf&uuml;r, dass er jetzt wirklich verstehen konnte..wie meine Welt ist. Er kauerte an der Wand und schlug mit dem Kopf gegen sie..immer und immer wieder und ich hockte neben ihm und sang f&uuml;r ihn dieses Lied mit&#8230;.<\/p>\n<p><span style=\"color: grey\"><\/p>\n<p><em><br \/>I wear this crown of thorns on my liar&acute;s chair.<br \/>Full of broken thoughts I cannot repair.<br \/>Beneath the stains of time the feelings disappear.<br \/>You are someone else. I am still right here.<\/p>\n<p>What have I become my sweetest friend?<br \/>Everyone I know goes away in the end.<br \/>And you could have it all.<br \/>My empire of dirt.<br \/>I will let you down.<br \/>I will make you hurt.<\/p>\n<p>If you could start again, a million miles away,<br \/>would you keep yourself?  would you find a way?<\/em><\/span><\/p>\n<p>&#8230;zahllose Tr&auml;nen auf seinen Wangen.<\/p>\n<p>Zum Abschied strich ich ihm &uuml;bers Haar..er beebte und weinte und ich liebte und l&auml;chelte. Sein Geschenk an mich war wundervoll. Danach ging ich nicht mehr zu diesen Treffen in der Kirche.<br \/>Joshua auch nicht. Ich &uuml;berwachte ihn nicht, aber ich hielt mich auf dem laufenden. Er kam eine Woche garnicht aus der Wohnung, dann kam seine Schwester und zwang ihn wohl, sein Liebeskummer w&auml;re gewiss &uuml;bertrieben. Sein Job lief entsprechend seines Auftretens nicht so gut, die Hilfe seiner Schwester wies er zur&uuml;ck, weil sie nicht verstehen konnte <em> dass er dich umgebracht hat und doch auch nicth?<\/em>&#8230;dass er es verstanden hatte.<\/p>\n<p>Als sie ihn vor einer Woche fanden, in seiner Wohnung&#8230;da lief dieses Lied auch&#8230;auf Wiederholung und ich fragte mich, ob er es in der ganzen Zeit &uuml;berhaupt ausgeschalten hatte.<\/p>\n<p>Und jetzt steh ich hier an seinen Grab&#8230;.und wei&szlig; nicht so recht, was mich dazu bewogen hat, &uuml;berhaupt hier her zu kommen. Ich glaube, es war ein Blick in den Spiegel, nachdem ich in der Zeitung gelesen hatte, das Joshua (27) treues Mitglied der katholischen Kirche sein Seelenheil verlor weil er den Freitot w&auml;hlte. <em> Und wieder zog Gott den k&uuml;rzeren?<\/em> <br \/>Von der Br&uuml;cke gesprungen.<br \/>Ins Feuer gegangen.<br \/>Sich aufgehangen.<br \/>Ich glaub, er blutete aus&#8230;<br \/>Im Spiegel  hab ich gesehen, was ich schon wusste. Ich bin kein Mensch.<br \/>Ich bin nicht menschlich&#8230;.nur eine Kreatur mit einem Kindergesicht &ndash; manchmal.<br \/>Wenn Ahnung zur Gewissheit wird&#8230; <\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>I hurt myself today to see if I still feel. &#8230;was mich letztendlich dazu bewogen hat zu dieser Kirche zu gehen kann ich nicht sagen. Ich denke es war ein Blick in den Spiegel.Da hab ich gesehen, was ich schon &hellip; <a href=\"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/?p=78\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[12],"tags":[],"class_list":["post-78","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-eva-und-die-vampire"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/78","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=78"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/78\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":293,"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/78\/revisions\/293"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=78"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=78"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/blog.portrait-of-a-shadow.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=78"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}