Rache (unvertont)

ich bin so sehr verliebt in dich
nach deinem fleisch verzehr ich mich
dein zartes fleisch, in heisser glut-
du wirst bald tod sein und ich finds gut

ich will…
ich will dich töten, deine herz verletzen
und wenn du schreist, dich ganz zerfetzen.
ich will dir huldigen wie einst dem christ
der am Kreuz gestorben ist.
ich will…
…deinen körper in ketten legen
und deinen kopf vom rest absägen,
in deinem blut will ich versinken
und darin baden und es dann trinken

dein hübsches gesicht
interessiert mich nicht
es ist nur halb so schön
ohne haut anzusehen.
dein stummer blick
bringt dich nicht zurück
du darfst ruhig lauter schrein
denn wir sind allein

in deine augen stech' ich ein messer,
denn wenn du blind bist, spürst du besser,
wie dein atem langsam wird
und der tod dich sanft berührt.
ich spür…
…deinen puls, noch langsam schlagen
ich seh' dich leidend, den schmwez ertragen.
als sich dein kopf zur seite neigt,
wird mir bewußt, es ist soweit…

Niemals wollt' ich Dich verlieren,
immer Deine Nähe spüren
meine Liebe war Dir so nah
jetzt bleibt nur noch Hass, traurig aber wahr

ich seh'…
ich seh' dich wimmernd am boden liegen
mehr tod als lebend
mehr geist als mensch
als du mich anflehst
es zu beenden,
hörst du mich aufstehn,
und mich abwenden…

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Warnung (vertont)

verlieb' dich nicht,
(verlieb' dich nicht)
verlieb' dich nicht,
(verlieb' dich nicht)
denn Liebe bricht
(denn Liebe bricht dich voll ganz)
dir dein Genick, geschickt, verzwickt, kalt ist
was bleibt, für lange Zeit – bereut, befreit von
dem Gefühl von Glück, denn kühl und hart sein ist
dein Ziel, dennoch bedrückt erkennst du was am Ende
blieb, darum verlieb'
verlieb' dich nicht
(verlieb' dich nicht)
verlieb' dich nicht
(verlieb' dich nicht)
denn Liebe nimmt
(denn Liebe nimmt dir dein Gesicht)
dir deine Ehre, dein ganzes Herz erfüllt von Schmerz,
kein Scherz,Blind macht die Liebe, entstehen Diebe
für den Geist und dir entgleist, dein Stolz, dein Ego gar
verliert und intrigiert nun gegen dich, endlich begreifst
du was es heißt sich aufzugeben, aufzuhören selbst zu leben
Was hat dich je dazu getrieben, Dich zu verlieben?

Das einzige, dass dich befreit von diesem Leid, das ist die zeit
bekanntlich alle wunden heilt
so früher, später wirst du sehen und verstehen
so kann es nicht weitergehen
denn Liebe (Liebe) gehorcht dem Trieb, darum verlieb'
verlieb' dich nicht
(verlieb' dich nicht)
verlieb' dich nicht
(verlieb' dich nicht)
denn Liebe gibt
(denn Liebe gibt dir keine Chance)
dir viel zuviel Gefühl, wie Angst und Trauer, Regenschauer-
statt wie versprochen, Sonnenwärme
Liebe hat ein Herz gebrochen.
MIt Schmerz und Leiden wird dir klar,
vielleicht sollte man dieses meiden…
wer liebt und gibt (ohne zu nehmen) verliert
das Herz, Verstand, den Sinn zu leben
Nur Zeit kann diese Thorheit dir vergeben…"VERGIEB"
darum verlieb'
(verlieb' dich nicht)
denn Liebe bricht…
(verlieb' dich nicht)
denn Liebe nimmt…
(verlieb' dich nicht)
denn Liebe gibt…
(verlieb' dich nicht)
denn Liebe ist…
…Krieg!

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Liebe unter Willen (vertont)

Sie scheint mir vertraut als wär's schon lange her.
Ich blich in ihre Augen und wünsche mir so sehr,
zu versteh'n was ich seh, denn es ist kaum zu ertragen
ihr Blick ist seltsam kalt und stellt mir tausend Fragen.

Ihr Lächeln ist so zart, das berührt mein Herz.
Sie scheint mir wie ein Engel, nimmt von mir jeden Schmerz.
alles Leid hab ich vergessen, ich fühl' mich neugebor'n,
sie nimmt mich an der Hand und sagt: "Du bist verlor'n!"

Was bist Du bereit zu zahlen?
Welchen Preis bin ich Dir Wert?
Wieviel würdest Du aufgeben?
Wie tief ist die Liebe, die dich verzehrt?

Ich sitze wie versteinert und kann nicht ganz versteh'n,
was sollen all die Fragen, wie weit würde ich gehn?
Ich spüre ihre Hand die noch auf meiner ruht,
ich fühle ihre Nähe, es tut unendlich gut.
Ich betrachte ihr Gesicht im sanften Kerzenschein
und höre ihre Stimme, die sagt:" Jetzt bist Du mein!"

Was bist Du bereit zu geben?
Was wäre für Dich wirklich schwer?
Was bedeutet Dir ein Leben,
zu dem ich nicht dazugehör?

Plötzlich begreif ich
lasse mich fallen
jeden Preis zahl ich
um Dir zu gefallen.
Sie öffnet ihre Arme
ich spüre ihre Macht
Sie kennt kein Erbarmen
Tochter der Nacht

Tu was du Willst um das Gesetzt zu erfüllen
Liebe ist das Gesetzt,Liebe unter Willen.

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Frag mich

Wenn ich dich bitte – wirst du mich befrei'n?
Wenn ich darum flehe, wirst du mir verzeihn?
Wenn ich vor dir krieche, wirst du mich erheben?
Und wenn ich mich gebe, wirst du von mir nehmen?

Wenn ich dich befreie – legst du mich in Ketten?
Wenn ich dich verderbe – wirst du mich dann retten?
Wenn ich dich verletzte – wirst du mich dann schützen?
Wenn ich mich nicht wehre – willst du mich benützen?

Leg ich dich in Ketten – willst du mich dann lieben?
Wenn ich hart falle – bleibt du bei mir liegen?
Wenn ich mich verliere, willst du dich dran laben?
Und wenn ich mich füge, willst du mich dann haben?

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Gegensätzlich

Schließ deine Augen, um mich zu seh'n
Hör' auf zu denken, um mich zu versteh'n
Schenk' mir die Freiheit, um mich zu fangen
Weise' mich ab und weck' mein Verlangen.

Nimm mir den Atem, um mich zu beleben
Raub' mir mein Blut, um mir deines zu geben.
Leg' mich in Ketten, um mich zu befreien
Verbiet' mir das Sprechen und lasse mich schrei'n

Schweige beharrlich, um mich zu betören
vergiss meinen Namen, um mich zu beschwören.
Bitte verletzt' mich, um mich zu liebkosen
und wenn du mich bettest, dann tu es auf Rosen

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Atemlos berauschte Gier

Ich ertrinke im Verlangen
wir beide sind zu weit gegangen.
Die Fäden sind mir lang entglitten,
die Grenze wurde überschritten.

In diesem unbegrenzten Land
verlier ich schleichend den Verstand:
ich kann und will nicht mehr zurück,
die Welt zerbricht mir Stück um Stück

Fragend steh' ich vor den Scherben
für Neues muss was Altes sterben.
Dies ahnend fühl ich mich zerissen
leis' erstick ich an dem Wissen

So kann ich nurmehr vorwärts schreiten
und dich auf meinem Weg begleiten
noch immer leide ich an dir
atemlos
berauschte
Gier.

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Mondlichtbunte Scherbenspiegel

In meinem Leib, da wohnt ein Tier
Es flüster leis‘ und spricht zu mir,
erzählt von Blut und Wahn und sterben
auf mondlichtbunten Spiegelscherben.

Ein Engel fliegt in meiner Seele
Er frag mich, welchen Weg ich wähle
Verzagt erkenn ich mein Verderben
In mondlichtbunten Spiegelscherben.

Liebe thront in meinem Denken
Sie soll mich führen und mich lenken
Sie ziert mein totes Herz mit Kerben
Durch mondlichtbunte Spiegelscherben.

Ein Mädchen glänzt auf meiner Haut,
das liebend auf das Tier vertraut,
….und dem Engel wachsen Flügel
Im mondlichtbunten Scherbenspiegel

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Roter Fluss

Ein leiser Rausch im roten Fluss
Es begann mit einem Kuss
Von deinen Lippen, will ich nippen…
bis zum rasend roten Schluss.

Ein stilles Bad im roten See
Beim erstenmal tat es noch weh
An diesem Leiden, will ich mich weiden…
bis ich im roten Wahn vergeh.

Ein stummer Schrei im roten Meer
Ich begehre dich so sehr
Ich will dich trinken, in dir versinken…
bis ich nimmer wieder kehr.

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Der Kuss meines Gottes

Wie seltsam dieser Tag doch ist!“ Ich stand in dem Garten meiner Mutter und sog die Luft in tiefen Zügen in mich ein. An Tagen wie diesem zog es mich wie magisch nach draussen. Es war als hätte die Welt einen ganz eigenen Geruch entwickelt um ein besonderes Ereignis, das bevorstand anzukündigen. Und heute war es für mich bestimmt. Es war keine Fantasie oder Vermutung. Alles um mich herum schien mir diese eine Botschaft zu vermitteln. „Heute bist du es! Heute wird es wahr!“ Ich huschte in meine Wohnung zurück, duschte und zog mir das Kleid an, dass ich für gewöhnlich bei meinen selbsterfundenen Ritualen trug. Ich war verliebt in alles was Mystisch und zauberhaft war und versuchte mein Leben so zu gestalten, dass es sich von dem alltäglichen grau in grau abhob.

Aufgeregt wie eine junge Braut vor der Hochzeitsnacht machte ich mich auf den Weg in die Au. Der Wald an der Isar, die nicht unweit von meinem Haus floss. In diesem Wald hatte ich viele der kleinen Erlebnisse gehabt, die mich davon überzeugt hatten, dass es mehr geben mußte als das, was wir auf den ersten Blich wahrnehmen konnten. Nichts kurioses, aber auffällig genug um mich zu beflügeln. Ich lauschte den Geräuschen, die um mich waren. Schon verblüffend. Diese Ruhe war beschwingender als jedes Lied. Als ich an der kleinen Kapelle angelangt war hielt ich inne. Der Zugang zu meinem Alten Weg war schon fast zugewachsen.

Da hast du’s „ sagte ich zu mir selbst, „So lang warst du schon nicht mehr hier!“ und schlug mich ins Gebüsch.

Die Zweige griffen begeistert nach meinen Haaren. Natürlich. Aber anstatt an ihnen zu zerren, mich zurückzuhalten und zu schikanieren,war es wie ein sanftes Streicheln. Wie die Konkurbinen eines großen Scheichs ,die die Neue Frau streichelten um sie zu beruhigen. Als ob ich Angst hätte. Ich, die seid bestimmt….na auf alle Fälle ziemlich viel Zeit,mir nichts mehr Wünsche als dieses Erlebnis. Die Besonderheit, die mir beweißt das ich recht hatte. Es gibt …mehr.

Der Weg führte mich durch das hohe Gras an dem kleinen Teich vorbei. Es gab unmengen von dieses Teichen hier in der Au. Doch man mußte schon wissen wo sie waren, um sie zu finden. Hier hatte ich früher oft Trainiert. Angestachelt von diversen Kampfsportfilmen, in denen stets der held, zu traumhafter Musik in der freien Natur seine Übungen absolvierte. Zu meinem Leidwesen hatte ich sehr schnell festgestellt, daß Hartgummimatten immernoch angenehmer waren als spontan hervorstehende Wurzelstümpfe, die bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen hatten. Der Teich war kein blühendes Paradies. Er stand bestimmt schon kurz vorm umkippen. Doch den Geruch den er verbreitete war derselbe, wie früher. Seltsam Algig, vielleicht etwas modrig, aber nicht unangenehm. Hier entlang zu gehen war fast wie ein Blick in die Vergangenheit. Ich lächlete und mein ganzes Herz füllte sich mit Freude. Die Welt war zauberhaft. So wie ich sie mir wünschte. Voll zauberrei. In meiner Begeisterung beschloss ich, das letzte Stück barfuss zu laufen, so dass meine Füsse in die Erde unserer Mutter Natur versinken konnten. Es war schon 9 Uhr Abends und die Sonne stand immer noch am Himmel, eine wohlige Wärme verbreitend. Sommersonnwend halt. Ich dachte an einige Bücher die ich gelesen hatte, über Frauen die mit der Natur im Einklang lebten und sich zu Sommersonnwend hingaben. Viel Mysterie, viel zauberhaft, genau richtig für mich. Wieder musste ich grinsen. Ich tauchte meine Hände in die Erde und hob eine Hand voll aus um daran zu riechen. Es roch nach Erde…doch ein klein wenig roch es auch nach Gras…blüten…betörenden Kräutern, die meinen Geist in Visionen….na ja, es roch gut.

Getrieben von diesem Drang, dass HEUTE dieser Tag war, kletterte ich durch das etwas dichtere Gehölz. Auch wenn der Wald sehr liebevoll mit mir umging, konnter er es dennoch nicht lassen und fügte mir zwei ,drei kleinere Kratzwunden zu. Doch in Anbetracht dessen, was mir bevorstand war es in meinen Augen völlig in Ordnung. Die Natur kostete ein paar Tropfen meines Blutes, dafür durfte ich heute derart intensiv leben und fühlen. Das war schon gut so.

Als ich vor der kleinen Anhöhe stand, die ich noch erklimmen mußte , bevor ich meine Lichtung erreichen würde, stellte ich fest, dass von dort oben eine leichte Rauchschwade davonzog. Einen Augenblick später konnte ich es schon riechen. Da brannte ein Feuer. Auf MEINER Lichtung. Die sonst Niemand kannte. Promt war ich verärgert. Mein Tag. Mein Erlebnis und Meine Lichtung. Da passte kein Fremder dazu, der in meiner Geschichte Feuer machte. Ich machte mir sorgen, das meine Chance auf eine ‚Zauberrei‘ damit vertan war. Entschlossen dem Ganzen auf den Grund zu gehen schlich ich auf einem kleinen Umweg nach oben und näherte mich leise meinem Ziel.

Dann erstarrte ich. Plötzlich war ich mir nicht mehr sicher, ob das nicht doch alles ein Traum oder so war.

Auf der Lichtung brannte ein kleines Lagerfeuer. Fein säuberlich von einigen großen Steinen eingesäumt. Davor kniete ein Mann mit geschlossenen Augen. Durch die aufsteigende Dämmerung spiegelte sich der Schein des Feuers in seinem Gesicht und seinem Oberkörper, der unbedeckt war. Überall auf der Lichtung steckten im Gras Räucherstäbchen die ein betörenden Geruch verströmten. Ich musste Schlucken. Dieses Bild…Mein Blick fiel auf den Talismann, der um seinen Hals hing, er glich den meinen.

Er griff in ein kleines Beutelchen und streute ein Pulver in das Feuer, das mit einem Brunzeln antwortet, so als wollte es sich bedanken. Mein Herz klopfte mir bis zum Hals. Er schien mir wunder schön. Die Ruhe die er aussrahlte. Die Erhabenheit, die in den Dingen lag, die er tat. Er war….pefekt.

Es musste wohl ein Gott sein. Bei diesem Gedanken stiegen mir beinah Freundentränen in die Augen. Es war irgendwie ein Schock. So wie…wie wenn man verzweifelt das Auto sucht, das man auf diesem Parkplatz abgestellt hat und es nicht findet.Und irgenwann trifft einen die Erkenntnis, das es wohl gestohlen sein muß. Man kann es nicht glauben und doch ist es Wirlichkeit. Und genauso ging es mir in diesem Moment. Ich sah ihn dort stehen, einen Gott, und konnte es nicht glauben. Es konnte nicht wahr sein. Denn junge Männer setzten sich nicht allein im Nirgendwo an ein Lagerfeuer und tun…ja was eigentlich. Absurd. Ich machte mir schon ernsthaft Gedanken, ob ich meinen Sinnen wirklich trauen sollte, als er mich bemerkte. ER runzelte die Stirn und stellte den Kopf schief. Ich fühlte mich ertappt. Ertappt von meiner eigenen Fantasie. Blödsinn.

Ich machte einen Schritt auf die Lichtung. Es waren bestimmn noch 5 Meter bis zu dem Feuer, aber ich konnte dessen Wärme schon spüren.. Ich überlegte was ich sagen sollte, aber was sagte man zu einem Gott??? Also schwieg ich. ER erhob sich und kam mir einen Schritt entgegen. Langsam musterte er mich, von oben bis unten. Mit einem Blick der mir durch und durch ging. Einen Moment war mir, als wollte er etwas sagen, aber auch er schwieg. Da standen wir nun. Beide im Scheine des Feuer umgeben von diesem Geruch, und sahen uns schweigend an. Mein Gott und ich. Ich wollte etwas tun, doch ich wagte nicht, mich ihm weiter zu nähern, aus Angst er könnte verschwinden. Ohne meinen Blick von seinen Augen zu lassen kniete ich zu Boden – und senkte dann den Blick. Ich hörte wie er näher kam, einmal um mich herum schlich und sich dann mir direkt gegen über ebenfalls hinkniete.. Es verging einige Zeit, dann berührte seine Hand mein Kinn um es ein wenig anzuheben. Eine derart sanfte Berührung hatte ich noch nie erlebt. Ich sah ihn an und konnte in seinen Augen lesen.

Faszination.

Neugier.

Unglaube??? Schien mir fast.

Und Verlangen. Aber nicht diese Art, die ich fürchtete, die so verletztend und unpersönlich war. Kein Verlangen nach meinem Körper, sondern nach mir. Ich hielt die luft an. Eine Hitzewelle die noch heisser war als das Feuer neben uns durchfuhr meinen Körper. ER wollte MICH. Und ich konnte noch etwas anderes in seinen Augen lesen.

Ehrfurcht.

Er würde mich niemals gegen meinen Willen berühren. Mein Körper war heilig und er wusste es. Und würdigte es.. Und als ich das erkannte, wusste ich, was ich wollte. Ich wollte einmal in meinem Leben einen Gott lieben. Da er es nicht wagen würde mir zu Nahe zu treten, musste ich diejenige sein die …

Es kam mir vor wie einer meiner klein Mädchen Träume. Ich beugte mich vor. Ganz langsam. Mein Blicke wechselten von seinen Augen, auf seine Lippen und wieder zurück. Um zu sehen ob er protestierte. Seine Lippen öffneten sich einen Spalt und diese kleine Geste seines Willsens sich nicht zu wehren, erregte mich mehr, als alles was ich je zuvor erlebt hatte.

Der Kuss…war…atemberauben. Vorsichtig am Anfang. Seinen Lippen schmeckten so süß…. Ein Zittern lief durch seinen Körper und dieses zittern ließ mich ebenfalls erschaudern.. Ich wollte ihn. Berühren. Verschlingen Fühlen..

Er ließ von mir ab , hielt meinen Kopf in beiden Händen und sah mich an. Sein Atem ging schnell, wie der meinige. Wir sahen uns an und es war wie ein Sog. Ich ließ mich fallen und zog ihn mit mir. Er lag auf mir und ich spürte seine Erektion. Ein schönens Versprechen. Er beugte sich zu mir um mich abermals zu küssen, wie noch weitere hundert mal.

Es war wie in meinen Büchern. Wir liebten uns zur Sommersonnwend, im Wald, an einem Feuer und ich wollte nie mehr woanders sein, ausser hier. Ich fühlte mich eins mit ihm und den Dingen um uns herum. Der Schönste aller Zauber. Irgendwann schlief ich in seinen Armen ein. Wirklich glücklich.

Als ich erwachte war es schon wieder hell. Ich rechnete schon fast damit, allein zu sein. Aber er lag neben mir, hielt mich im arm und streichelte mein Haar. Ich war verwirrt. Wiso war er nicht verschwunden. Träume sind für die Nacht, nicht für den Tag…

Wiso bist du noch da?“ fragte ich zögerlich.

Dasselbe wollte ich dich gerade fragen. Ich dachte…du mußt wohl ein Nymphchen sein.“ Erwiederte er. „ Und versc hwinden wenn der Tag anbricht. Ich bin wach geblieben, damit du nicht heimlich gehen kannst.“

Ich dachte du mußt wohl ein Gott sein…!“

Ich sah ihm in die Augen.Kein Gott also. Aber seltsamer Weise war ich nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil.

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La Luna

Scheinbar ziellos. So ist es jedes Mal. Jedesmal, wenn es mich in die Nacht hinaus zieht. Wenn die Mauern des eigenen Heims beginnen enger zu werden, einem die Luft nehmen. Wenn man sich der toten Materie, um sich selbst herum, bewußt wird. Wenn man glaubt zu fühlen, wie sich die künstlich gebändigte Elektrizität im Raum staut.
Dann flüchte ich raus, fliehe zur Mutter, um ihren Odem aufzunehmen und auf das er mich reinigen möge von der Plage Zivilisation.
Mein Weg ist mein Ziel. Die Nachtluft heilt meine Smog verseuchten Lungen. Die Zweige und Nadeln des Waldes kratzten die falsche Maske der Unnatürlichkeit von meinem Leib. Die Welt ist ein schlechter Ort geworden, für jene, welche der Mutter so nahe stehen wie ich. Es schmerzt mich jeden Tag, zu sehen, wie die Menschheit, das größte aller Geschenke, mit Füßen tritt. Wie sie ihre Abstammung verleugnen und zerstören, statt aufzubauen. Nehmen statt zu geben. Vergessen, anstatt sich zu erinnern, WER ihnen ihr Leben schenkte. Sie ehren nicht, was sie hervorgebracht hat. Es stimmt mein Herz traurig. Ich habe Mitleid, denn wie können sie wirkliche Freude, wirkliche Liebe…jemals in ihrer kurzen Zeit empfinden, wenn sie sich so weit von ihren Wurzeln gelöst haben. Sie geifern nach Leben und Erfüllung, ziehen rastlos umher – stopfen ihre Lücken mit Fassaden, die keinem zweiten Blick standhalten und stürzen mit jedem Verlust tiefer in ihre Unzufriedenheit – welche sie mit noch mehr Fassaden und Scheinbedürfnissen zu stillen suchen. Verirrte Kinder. Ich kann nur mit fühlen, sie nicht hassen, denn sie bestrafen sich selbst für ihre Unwissendheit.
Es könnte so einfach sein. Im Einvernehmen mit der Mutter. Verlören sie auch jeglich Hab und Gut, so wären sie doch glücklicher.
Ich halte in meiner Wanderung inne und atme bewußt, ganz bewußt die kühle Luft ein und wieder aus. Nehme wahr, wie sie mich erfüllt und die Lebensgeister in mir beflügelt.
DAS ist Leben.
Durch den Schleier, des Rausches Atem und der aufkeimenden Zufriedenheit, dort zu sein wohin ich gehöre, fühle ich eine Präsenz. Meine Schritte führen mich zwischen den Bäumen hindurch an den Rand einer kleineren Waldlichtung.
In deren Mitte steht eine Gestalt. Eine junge Frau wie mir scheint. Ihr Blick in den Himmel gerichtet, den vollen Mond betrachtend – absolut bewegungslos, als hätte sie jemand dorthin gemalt. Keine Schönheit im eigentlichen Sinne. Ihre langen dunklen Haare wirken zersaust, als hätten sie schon seit längerem keine Schere gesehen – dennoch nicht ungepflegt. In dem blauen Mondlicht, ist ihr Anglitz unnatürlich blass – die Hälfte, die ich sehen kann.
Andächtig. Ihre Arme hängen einfach nur hinab, ihr Körper aufrecht, aber nicht angespannt, als würde sie beten. Den Mond anbeten. La Luna.
So wie sie dort steht, eins mit der Nacht, scheint mir die Aura, welche sie umgibt fast greifbar. Voll mit Leben. Bewußtem Leben. Stark. Anziehend. Ihr unscheinbares Äusseres in nichtsagende Kleidung gehüllt, gleicht einem Stück Kohle. Klein und schmutzig von aussen, aber im Inneren noch immer glühend. Genug um sich daran zu wärmen. Heiss genug, um ein allesverzehrendes Feuer zu entfachen.
Sie interessiert mich.
Lautlos stehle ich mich im Schutze der Dunkelheit am Waldrand entlang. Näher an sie heran, um sie besser Betrachten zu können. Ihr Kopf zuckt leicht. Eine winzige, fast nicht wahrnehmbare Bewegung, als würde sie ihre Ohren spitzen, um besser hören zu können. Aber sie kann mich nicht gehört haben, den meine Schritte sind leiser, als der mit den Blättern spielende Wind. Dennoch erstarre ich und die kleinen Häarchen in meinem Nacken richten sich auf wie unter statischer Aufladung. Ich bin eins mit der Natur und mein Körper reagiert schneller. Noch bevor sich ein Gedanke gedacht hat, spannen sich meine Muskeln und mein Körper verschmilzt mit dem Schatten, den das Mondlicht den Bäumen des Waldes schenkt. Sie besitzt die Aufmerksamkeit eines Jägers.
Wie reizvoll!
In einer langsamen, fließenden Bewegung senkt und dreht sich ihr Kopf bis sie in meine Richtung sieht. Ihre Augen scheinen schwarz wie die Nacht. Die Art wie sich ihr Blick durch die Schatten bohrt, weckt etwas in mir. Fühle mich angezogen, mein Blut gerät in Wallung.
Ich wittere ihren Geruch. Sandelholz. Moschus. Schweiß. Adrenalin. Und der warme, natürliche Duft, der manchen Frauen erhalten geblieben ist, die sich nicht mit fremden Hormonen vergiften. Sie riecht rein und wahr. Streichelt meine Sinne und meine Halsmuskulatur tritt leicht hervor, als ich mir diese Erkenntnis auf der Zunge zergehen lasse.
Bewegung.
Ich sehe, wie ihre Oberlippe leicht zuckt, es erinnert mich an das Lefzen hochziehen eines Wolfes und das Tier in mir will den Schlund aufreissen, den Mond anheulen, um sie zu begrüßen. Doch mein Instinkt berät mich, ich füge mich meiner Intuition und verhalte mich ruhig. In mir kribbelt es, angenehm – heiss. Ihr Gang ist ein Kunstwerk. Wie sie sich Schritt für Schritt nähert eine Symphony.
Symphony of Destruction. Furchtlos. Bewußt und Selbstbewußt. Und in jeder Sekunde, mit welcher sie tiefer in meine Anwesendheit eintritt, aggressiver – ohne an Geschwindigkeit zu gewinnen, oder an Geschmeidigkeit zu verlieren.
Ich kann das Feuer in ihr körperlich spüren. Gefährlich. Berauschend. Und noch bevor ich erfassen kann warum, trete ich aus dem Schatten, um ihr in die Augen zu sehen. Um zu brennen. Der Drache fesselt sich an die Jungfrau. Wer hängt nun an wem?
Ihr Lächeln, als sie in einen kraftvollen Laufschritt verfällt, gleicht mehr einem Zähne fletschen. Und aus meiner Kehle dringt eine tiefes Grohlen als gebührende Antwort.
Gleich und gleich gesellt sich gern. Doch sie bewegt sich auf meinem Terrain und ich weiß nicht, ob ich ihr das gestatten möchte.
Fragen will sie nicht, nehmen will sie.
Meine Finger strecken sich, lassen ihre Menschlichkeit hinter sich und geben zu erkennen, WER ich wirklich bin.
Keine Sekunde zu spät. Sie stößt sich ab und während sie auf mich zuspringt, verändern sich ihre Gesichtzüge –  ihre wahre Schönheit preis gebend. Ich begehre sie. Öffne meine Arme um sie willkommen zu heißen und zu töten. Als sich ihre Reisszähne in meinen Nacken schlagen, umarme ich sie und meine Klauen dringen fast zärtlich durch ihre Haut, in ihr Fleisch und laben sich an der Wärme der Glut ihres Inneren. Ein schmerzvolles Knurren, ihr Biß verstärkt sich und die Vibration ihres Leids pflanzt sich über ihre Zähne in meinen Leib… Bewegt und erregt mich. Ihre Krallen tun es meinen gleich. Schneiden sich zwischen meine Rippen, als wollte sie mein Herz rauben. Das MUSS Liebe sein. Sie geht mir durch und durch. Ich schreie meine Pein dem Mond entgegen und er segnet mein Flehen mit neuer Kraft. Vergelte ihre Zärtlichkeiten, indem ich ihren Rücken hinab streichle. Klaffende Wunden hinterelassend, aus denen ihr Blut quillt. Dieser Gerucht stielt sich in meine Nase und macht mich wilder. Leidenschaftlicher. Will die Maske von ihrem Fleisch ziehen, um mich an ihrer Seele satt zu sehen. Nur das Beben ihres Körpers lässt mich ihren Schmerz fühlen, denn ihre Kiefer pressen sich unerbittlich aufeinander – kein Platz um einen Laut von Innen nach Aussen dringen zu lassen. Wir fallen. Eine wache Sekunde in meinem Rausch macht mir klar, dass mein Genick brechen wird, wenn ich sie nicht von mir lösen kann. Mit dem Gebrüll eines verwundeten Tieres, kralle ich mich in ihr Fleisch und reisse ihren Körper weg von mir, in die Luft. Ihre Klauen lösen sich aus meinen Knochen, doch der Druck, der meine Wirbel zu brechen droht, wird nicht schwächer. Getrieben von der Angst um mein Leben, von der Wut in meinem Fleisch und der Gier nach ihrem Tod, ziehe ich eine Hand aus ihrem Rücken,  – mit der anderen halte ich ihren, an sich so schmalen Körper über mir schwebend – suche blind vor Schmerz und Hass und Liebe ihre linke Brust, liebkose sie, greife nach Innen …
….und berühre ihr Herz.
Da hält sie still. Und ihre scharfen Reisszähne lassen ab von meinem Nacken. Sie hat sich noch nicht ganz zurück gezogen, da werfe ich sie von mir weg. Reste meiner Haut verfangen sich in ihrem Gebiss.  Ich will sie töten, ihr Herz verletzten und wenn sie schreit, sie ganz zerfetzten. Ihr Fleisch will ich fressen, mich bedanken für meine Pein. Ihr Körper prallt gegen einen Baumstamm, ein ekelhaftes Geräusch, Knochen die brechen. Musik in meinen Ohren.
Ungestüm erhebe ich mich, ihr nach stürzend. Ein Ende machen. Niemand. NIEMAND!!!
Sie liegt dar, seltsam verdreht, zerrissen… In ihrer menschlichen Gestalt. Doch mein Blut rinnt noch über ihr Kinn, macht ihr Gesicht zu der Fratze des Tieres, dass in ihr lebt.
Schon bin ich über ihr, bereit der Mutter zu opfern was sie schuf.
Ein Wimmern kündigt eine Bewegung an, schwach und unter Schmerzen. Etwas in mir zwingt mich Inne zu halten, um zu sehen.
Ihr Kopf legt sich in den Nacken, mir ihre Kehle darbietend. Sehe wir ihr Puls schlägt. Und eine heisse Gier, ganz anderer Natur ergreift von mir Besitz.
Anstatt ihr die Haut vom Schädel zu reissen, lecke ich mein Blut von ihren Lippen. So süß. Mein Herz schlägt noch immer schnell. Je mehr ich von ihr schmecke, desto bewußter werde ich mir, dass ich sie wirklich will. Lebend. Für mich. Um mich mit ihrer Kraft zu verbinden. Um mich an sie zu binden.
Und ich frage mich, wer den Kampf wirklich verloren hat….

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